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DDIV 06_2013

GEBÄUDE & TECHNIK 32 DDIVaktuell 06|13 Das Nadelöhr ist die letzte Meile Die Medienversorgung hat zunehmend Einfluss auf die Attraktivität von Wohnraum. Breitband-Internet und internationale TV-Programme werden immer mehr nachgefragt. Doch oft kann das Hausverteil- netz diese Leistungen nicht zur Verfügung stellen, weil es technisch veraltet ist. von Oliver Mertens Die Frage der Medienversorgung in der Wohnungswirtschaft ist längst auch eine Frage des Breitbandinternets gewor- den. Zehn Jahre ist es jetzt her, dass mit Kabel BW der erste große Netzbetreiber das sogenannte Triple Play, bestehend aus TV, Internet und Telefonie, angekündigt hat. Was anfangs auch in der Branche be- lächelt wurde, entwickelte sich bald zum größten Umsatztreiber, zur Zugmaschine für die Digitalisierung und führte zu mehr Wettbewerb. Plötzlich hatten die etab- lierten Telefonie- und Internet-Anbieter neue Konkurrenz. Dem Breitband Report Deutschland zufolge haben die etablier- ten DSL-Anbieter im letzten Jahr 250000 Kunden verloren. Dagegen konnten die großen Netzebene-3-Betreiber Kabel Deutschland und Unity Media Kabel BW rund 670 000 Internet-Kunden hinzuge- winnen, weil sie bei der Vermarktung der eigenen Highspeed-Internet-Produkte mit bis zu 100 Mbit deutlich weiter sind. Unter den TV-Verbreitungswegen ist der Satellit mit mehr als 18 Millionen Haus- halten in Deutschland der stärkste. 2011 hatte der Sat-Empfang den Kabelanschluss erstmals überholt – zur Freude von Astra und Eutelsat. Früher schreckte das Damo- klesschwert VG Media-Ansprüche viele Verwalter davor ab, Wohnanlagen per Satellit zu versorgen. Seit der DDIV einen Rahmenvertrag mit dem Rechteverwer- ter geschlossen hat, herrscht auch in die- sem Bereich Rechtssicherheit. Der Satellit punktet mit den größten TV-Angebot in HD-Qualität und vor allem einem Preis- vorteil, der je nach Größe der Wohnanlage zwischen 30 und 60 Prozent liegen kann. Sogar Telefonie und Internet sind heute per Satellit möglich, wenn auch mit einer geringeren Geschwindigkeit, als im Kabel. Beworben wird diese Lösung für entlege- nere Regionen, in denen es kein DSL gibt. Für den Einsatz in großen Wohnanlagen ist die Sat-Internetlösung allerdings nicht konzipiert. Wenn die Netzstrukturen in Wohngebäuden veraltet sind, können die Bewohner weder TV-Programme in bester Bildqualität empfan- gen noch Breitbandinternet nutzen. Foto:KabelDeutschland

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