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DDIV 06_2013

30  DDIVaktuell 06 | 13 IM BLICKPUNKT Die Autoren INGO HACKFORTH Der Geschäftsführer von STRABAG Residential Property Services GmbH wurde im letzten Jahr vom DDIV als Verwalter des Jahres 2012 ausgezeichnet. SEBASTIAN KRÜGER Der Diplom Betriebswirt (FH) ist Prokurist bei STRABAG Residential Property Services GmbH und Autor der Diplomarbeit zur Gestaltung von Geschäftsstrategien in der Immobilienbranche. Auch er wurde im letzten Jahr vom DDIV als Verwal- ter des Jahres 2012 ausgezeichnet. Perspektiven, Tendenzen, Aussichten Die Anforderungen an Verwalter steigen rasant. Deshalb wird sich auch die Branche ändern. Unsere Autoren zeigen, wohin die Reise geht. Ingo Hackforth Sebastian Krüger Als Hausverwaltungsunternehmen unterliegen wir alle dem stetigen Wandel des Immobilienmarkts, begleiten und gestal- ten ihn aktiv mit. Auf die jährlich steigenden oder sich verändernden Anforderungen von Seiten der Gesetzgebung reagieren wir laufend und passen unsere Arbeit per- manent neuen Erfordernissen an. Aktu- ell sind Energieeinspar-, Trinkwasser- und Heizkostenverordnung, Wasserhaushaltge- setz und das Mietrechtsänderungsgesetz mit Sicherheit sehr präsente Themen in vielen Hausverwaltungsunternehmen. Die Ausbildung von Fachpersonal, Mitar- beiterentwicklung, deren Motivation und Bindung ans Unternehmen sind wesentli- che Grundlagen dafür, diesen Anforderun- gen gerecht zu werden. Weiterhin stellen steigende Lohnkosten und stagnierende Verwaltungskostenpauschalen mittlerwei- le Herausforderungen dar, denen wir uns im Rahmen unserer unternehmerischen Tätigkeit täglich stellen müssen. Gleichzeitig nehmen wir allerdings wahr, dass sich unser Leistungsbild als Hausverwalter verändert beziehungsweise sich eine geän- derte Erwartungshaltung der Auftraggeber, sei es im Rahmen der Verwaltung von Woh- nungseigentümergemeinschaften oder von Mietverwaltungsbeständen (Property Ma- nagement), einstellt. Das ursprüngliche Leis- tungsbild, nach dem es unsere Hauptaufgabe war, Wirtschaftspläne zu erstellen, Hausgel- der und Mieten einzuziehen, Beschlüsse um- zusetzen, Mietverträge abzuschließen und zu beenden und die Verwaltungsbestände in einem werthaltigen Zustand zu erhalten oder in einen solchen zu versetzen, ist unseres Er- achtens nach lange vorbei. Laut der Trendstudie Asset- und Property Management aus dem Jahr 2011 werden Dienstleister im Property Management häufig als „operative Erfüllungsgehilfen“ betrachtet und ihre Weiterentwicklung zu strategischen Partnern als erfolgskri- tische Herausforderung gesehen. Die Studie beschreibt die Herausforderun- gen für Dienstleistungsunternehmen in der Immobilienverwaltungsbranche nach unserer Auffassung ganz vortrefflich. Die zunehmende Professionalisierung und der Einfluss institutioneller Kapitalinvestoren am deutschen Wohnungsmarkt sowie der bestehende Verdrängungswettbewerb un- ter den Dienstleistern in der Immobilien- verwaltungsbranche, führen insbesondere zu Anforderungen der Auftraggeber an ihre Dienstleister zur Unterstützung stra- tegischer Eigentümeraufgaben. Im Rahmen einer Diplomarbeit hat Se- bastian Krüger mit der STRABAG RPS ein Modell zur Abgrenzung strategischer Geschäftsfelder in der Immobilienverwal- tungsbranche erarbeitet. Dazu wurden Ziel- kunden befragt und am Markt gewünschte Leistungsbilder abgeleitet, um Tendenzen zu erfassen und Perspektiven aufzuzeigen. Diese Betrachtung, die einen Kreativpro- zess im Unternehmen notwendig macht, führt zu folgenden Fragestellungen: > Wie sieht meine künftige Dienstleistung als Hausverwaltung aus? > Welche Leistungen kann ich erbringen? > Wer sind meine wichtigen Kunden‑ gruppen? Die Befragung von Zielkunden hat ten- denziell ergeben, dass eine klassische Aufstellung als Property Manager und eine isolierte Konzentration auf die reine Leistung als Miet- und Wohnungseigen- tumsverwaltung künftig nicht konkurrenz- fähig sein wird. Auftraggeber wollen breit aufgestellte Dienstleister an ihrer Seite, die ihnen ein umfangreiches Reporting, unter Umständen herunter gebrochen bis auf jede einzelne Vermietungseinheit,

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