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DDIV 06_2013

POLITIK & AKTUELLES 10 DDIVaktuell 06|13 Neubau boomt – Folgemaßnahmen dringend nötig Stephanie Benusch 23,3 Prozent mehr Eigentumswohnun- gen wurden 2012 fertiggestellt. Das sind 7623 Wohnungen mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt Mitte Juli meldete. Der starke Zuwachs an Eigen- tumswohnungen und Geschosswohnun- gen (+16 Prozent) lässt auf eine große Nachfrage, besonders in Ballungsgebieten und Großstädten, schließen. Dort inves- tieren Menschen verstärkt in Wohneigen- tum, um von der Mietpreisentwicklung unabhängig zu wohnen sowie in eine nachhaltige Kapitalanlage und die eigene Altersvorsorge zu investieren. Der Dach- verband Deutscher Immobilienverwalter freut sich über die wachsende Beliebt- heit der Eigentumswohnung. Gleichzeitig mahnt der Spitzenverband der Immobili- enverwalter jedoch an, dass sich auch die Rahmenbedingungen entsprechend der Nachfrage anpassen müssen: „Für einen nachhaltigen Werterhalt müs- sen Wohnungseigentumsgemeinschaften wirtschaftlich verwaltet werden. Dafür werden qualifizierte Immobilienverwal- ter mit kaufmännischem, technischem und juristischem Feingefühl benötigt“, Gebäudeart Fertiggestellte Wohnungen Jahr Veränderung gegenüber Vorjahr 2012 2011 absolut in % Wohn- und Nichtwohngebäude (alle Baumaßnahmen) 200466 183110 17356 9,5 Neu errichtete Gebäude 180611 164178 16433 10,0 davon: Wohngebäude 176617 161186 15431 9,6 mit 1 Wohnung 84324 81101 3223 4,0 mit 2 Wohnungen 15970 15914 56 0,4 mit 3 oder mehr Wohnungen 71041 61217 9824 16,0 Wohnheime 5282 2954 2328 78,8 darunter: Eigentumswohnungen 40321 32698 7623 23,3 Nichtwohngebäude 3994 2992 1002 33,5 Baumaßnahmen an Bestandsgebäuden 19855 18932 923 4,9 sagt Steffen Haase, Vizepräsident des DDIV. Er verweist auf die fehlenden Rah- menbedingungen: „Bis heute gelten für Immobilienverwalter weder Mindestqua- lifikationen noch Versicherungspflichten, geschweige denn eine Registrierungs- pflicht. Dabei verantworten Immobi- lienverwalter Wohnimmobilien und Sparguthaben im Millionenbereich. Hier muss die Politik endlich aktiv werden, um das Eigentum von Bürgerinnen und Bürgern zu schützen“, so Haase. Ein ge- setzlich festgelegtes Aufgabengebiet des Verwalters ist in § 27 des Wohnungsei- gentumsgesetzes verankert. Konkrete Qualifikationen, Fachkenntnisse und Zu- gangsvoraussetzungen zur Tätigkeit exis- tieren jedoch bis heute nicht. Dies führt immer noch zu zahlreichen Fällen von Missmanagement. Seit Einführung des CO2 -Gebäudesanierungsprogramms im Jahr 2006 sind mehr als 3 Millionen Wohnungen energetisch moderni- siert oder energieeffizient neu gebaut worden. Anfang Juli prä- mierten BMVBS, KfW und die beteiligten Banken die 3-millionste geförderte Wohneinheit in Vaterstetten bei München. Die KfW hat die energetische Modernisierung und den energieeffizienten Neubau seit 2006 im Rah- men verschiedener Pro- gramme in Höhe von mehr als 50 Milliarden Euro mit Kre- diten und Zuschüssen geför- dert. www.kfw.de Der DDIV braucht für seine politische Arbeit zum Wohle aller Verwalter detaillierte Kenntnisse über die Verwalter- branche. Deshalb bittet der DDIV Im- mobilienverwalter, sich an einer kurzen Befragung auf der Verbands-Homepage zu beteiligen. Bitte nehmen Sie sich zwei Minuten Zeit, um drei Fragen zur Eigentümerquote zu be- antworten. www.ddiv.de 3 Millionen Neubau- und Bestandswohnungen gefördert Foto:©Svens/Shutterstock.com Kurze Umfrage des DDIV

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