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DDIV 05_2014

05|14 DDIVaktuell 61 – explodierenden Baukosten erschwer- ten es Vermietern und Bauträgern, mehr Wohnungen zu günstigen Mieten auf den Markt zu bringen. Kräftige Kritik der Opposition Hermann Schaus, wohnungspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke, würde die Entscheidung über die Fehlbelegungs- abgabe gerne den Kommunen überlassen und auf die Eigentumsförderung zu Guns- ten des sozialen Wohnungsbaus komplett verzichten. Die erneute Erhöhung der Grunderwerb- steuer auf nunmehr sechs Prozent geißelte Christian Streim, 1. Vorsitzender Haus & Grund Landesverband Hessischer Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer e.V., als investitionsfeindlich. Das bestritt Ulrich Casper von der CDU auch gar nicht, ver- wies allerdings auf das gute Investitionskli- ma für Bauherren aufgrund der niedrigen Zinsen und bewertete die Anhebung inso- fern als verkraftbar. Aber in Hessen ist auch das Bauland knapp, vor allem in Ballungsräumen, wie Gerald Lipka, Geschäftsführer Landesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunter- nehmen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saar- land e.V., beklagte. Als Katalysator für den Wohnungsbau müssten alle Einschränkun- gen und Regularien schlichtweg abgeschafft werden, die die Ministerin und Koalitions- partner vereint mit der Linken eben vehe- ment vertreten hatten, so Jürgen Lenders von der FDP, der sich auch dafür einsetzte, kommunale Grundstücke bevorzugt Woh- nungsbaugenossenschaften anzubieten. Daran allerdings ist kaum zu denken. Im Gegenteil, will die Koalition doch die Häus- lebauer sogar an den Erschließungskosten für den öffentlichen Personennahverkehr beteiligen, weil der den Wert der Immo- bilien steigere, wie CDU-Mann Casper er- klärte. Während in den staatlichen Fördermit- telkassen weitgehend Ebbe herrsche, werde überall abgeschöpft und regle- mentiert, auch bei der energetischen Sa- nierung. Die ab Mai geltende neue EnEV begeistere seine Mitglieder ganz und gar nicht, betonte Werner Merkel, Vor- standsvorsitzender des VdIV Hessen e.V. Seiner Meinung nach wäre das wahr- scheinlich anders, wenn die Politik solche Investitionen etwa durch Bürgschaften unterstützte. Große Begeisterung für die in Hessen ange- strebte Steigerung des Anteils energetisch sanierter Gebäude von derzeit 0,8 auf drei Prozent mag da auch bei Thorsten Stock, Stellvertretender Vorsitzender Immobili- enverband Deutschland IVD Verband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen Region Mitte e.V., nicht so recht aufkommen. Martina Feldmayer, Bündnis 90/Die Grünen, verwies darauf, dass beim Energiesparen nicht das Land zu- ständig sei, so dass die Förderkriterien des Bundes geändert werden müssten. Der Immobilienmarkt müsse für die ver- fehlte Wohnungspolitik herhalten, bedau- erte Stock, für den klar ist, dass trotz des künftigen Besteller-Prinzips am Ende der Mieter die Zeche zahle, auch was die Mak- lerkosten betrifft. Mehr preiswerte Wohnungen in kurzer Zeit böten die politischen Konzepte und Ideen der Regierungskoalition jedenfalls nicht, so Ridinger: „Aber wir setzen auf ei- nen zielführenden Dialog mit der Politik“. Frühjahrsstammtisch der hessischen Verwalter Von Petra Kielmann Gutes Wetter und gute Laune beim ersten Verwalterstammtisch des VDIV Hessen e.V. am 3. April 2014. Trotz – oder vielleicht gerade wegen – des laufenden Abrechnungs- und Versammlungszeit- raums, der so manchen über jede zusätz- liche Veranstaltung stöhnen lässt, konnten die einladenden Vorstände Fanny Göpel und Petra Kielmann viele interessierte und gut gelaunte Kollegen im Kronenhof zu Bad Homburg begrüßen. Die Idee, den hessischen Verwaltern die Gelegenheit zu bieten, in gelöster Stim- mung, außerhalb der eigenen vier Wände – und der Reichweite klingelnder Telefonen – neue Hinweise und Eindrücke zu sam- meln, hat sich für den VDIV Hessen e.V. als erfolgreich erwiesen. Und nicht immer waren es tiefgründige Arbeitsgespräche, die den Abend prägten. Auch sportlicher Einsatz zeigte sich, weil so mancher den Drahtesel nutzte, um auf ein Bierchen in kollegialer Runde vorbei zu schauen. Auf die Frage, was den Teilnehmern gut gefal- len hat, war überwiegend zu hören, dass es wieder einmal die lockere und ungezwun- gene Atmosphäre war, die bekannte und neue Gesichter zum Stammtisch kommen ließ. Das positive Feedback und die vielen Anregungen bestärken den VDIV Hessen e.V. darin, neben den Mitgliederversamm- lungen auch den Stammtisch fortzusetzen. Gespräche in gelöster Atmosphäre: Der Frühjahrsstammtisch kam bei den Anwesenden gut an.

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