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DDIV 05_2014

VERWALTUNG & FINANZEN 56 DDIVaktuell 05|14 ausfallen und sich in der Gesamtbetrach- tung über einen längeren Zeitraum vertei- len lassen. Für Fördermittelgeber allerdings hat dies zur Folge, dass sich die Program- me zukünftig noch stärker an der Praxis ausrichten müssen, um die Zielgruppe zu erreichen. So ist für Wohnungseigentümer- gemeinschaften zu erwarten, dass weiterhin vorwiegend Einzelmaßnahmen mit ver- gleichsweise kleinen Investitionssummen je Eigentümer realisiert werden. Dies führt zur Annahme, dass auch die Nachfrage nach großen Krediten sinkt und zunächst eher kurzfristige Finanzierungen gefragt sind. Es ist daher zu prüfen, ob beispielsweise die KfW ihre Fördertöpfe für Einzelmaßnah- men aufstockt und sich noch stärker darauf fokussiert. Unzureichende Kenntnis der Förderprogramme 52 Prozent der Hausverwaltungen ken- nen die KfW-Förderprogramme nur un- zureichend. In der Folge ist die Nachfrage nur gering. Grundlage für die Nutzung von Förderprogrammen ist aber ein ent- sprechendes Wissen. Über die Hälfte der befragten Hausverwaltungen sind über die Förderprogramme der KfW aber im- mer noch unzureichend informiert. Ein ähnlich hoher Anteil (54 Prozent) nahm daher die Mittel der KfW bisher noch nie in Anspruch. Kamen diese jedoch zum Einsatz, erleichterte oder ermöglichte die Förderung für drei Viertel der Hausverwal- tungen entsprechende WEG-Sanierungs- vorhaben. Altersgerechter Umbau in WEG bisher ohne Relevanz Keine Rolle bei WEG und Hausverwal- tungen spielt derzeit der altersgerechte Umbau, befanden über zwei Drittel der Verwalter. Dazu passt, dass das KfW-Förder- programm 159 „Altersgerecht Umbauen – Kredit“ bisher von keinem der befragten Unternehmen in Anspruch genommen wurde. Gleichzeitig wird „altersgerechtes Wohnen“ nur zu 6 Prozent als Motivation für Eigentümer eingestuft – noch hinter dem Klimaschutz mit 7 Prozent. Vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft hat dies gravierende Folgen. Gerade in Hinblick auf einen geschätzten Bedarf von 3 Mio. barrierefreien Wohnun- gen bis zum Jahr 2020 sind Überlegungen anzustellen, wie WEG in derartige Prozes- se intensiver einbezogen werden können. Die zentrale Rolle des Immobilienverwalters Die Umfrage zeigt deutlich, dass der Weg zum klimaneutralen Gebäudebestand und zum altersgerechten Umbau nur über die Mitarbeit des Immobilienverwalters als zentrale Instanz möglich ist. Allein der Gesamtbestand von 9,3 Mio. Eigentums- wohnungen – das sind mehr als viermal so viele wie im gesamten Bestand kom- munaler Wohnungsunternehmen und damit knapp 25 Prozent aller Wohnun- gen in Deutschland – rechtfertigt diese Sichtweise. Die Verwalter müssen daher schnellstens in die Lage versetzt werden, gesellschaftspolitische Vorgaben anzu- nehmen und sie gemeinsam mit den Ei- gentümergemeinschaften im Kontext des Wirtschaftlichkeitsgebotes umzusetzen. Der Koalitionsvertrag bietet die Vorlage, um das Scheitern der Energiewende im Gebäudebereich zu verhindern. Die vom DDIV geforderten Zugangsvoraussetzun- gen für die Verwaltertätigkeit, z. B. in Form von Fach- und Sachkundenachweisen, soll- ten nun zügig umgesetzt werden. DDIV fordert Sanierungs-AfA Der DDIV als Spitzenverband der Ver- walterbranche spricht sich erneut für die Einführung einer Sanierungs-AfA aus und regt an, die geplante Befristung der Modernisierungsumlage fallen zu lassen. Gleichzeitig sollten Landes- und Hausban- ken flächendeckend KfW-Kredite besser durchreichen. Das sind nur einige Schluss- folgerungen des DDIV, die auf den Ergeb- nissen der Umfrage zur energetischen Sanierung in Wohnungseigentümerge- meinschaften (WEG) basieren. Sie wur- den am 12. Juni erstmals im Rahmen eines Fachsymposiums vor rund 200 Gästen in Berlin vorgestellt. Es bildete den Auftakt einer bundesweiten Veranstaltungsreihe von DDIV und KfW zur energetischen Sanierung in Wohnungseigentümerge- meinschaften, die dringend notwendige Information und Aufklärung leisten soll. Eine ausführliche Dokumentation der Um- frage-Ergebnisse kann unter info@ddiv.de abgerufen werden. Informationskanäle für KfW-Angebote 0 % 20 % 40 % 60 % kfw.de kfw.de/ immobilien- verwalter KfW „Chancen“ KfW „Impulse“ KfW-Berater- forum KfW-Rund- schreiben DDIV Banken andere Verbände Energie- berater sonstige 54,87 % 18,58 % 0,88 % 1,33 % 4,87 % 11,97 % 44,44 % 20,80 % 14,60 % 13,72 % 7,08 %

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