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DDIV 05_2014

05|14 DDIVaktuell 55 banken die KfW-Förderungen ausreichen. Noch immer lehnen zahlreiche Kreditinsti- tute WEG-Anträge ab, da sich die teilweise geringen Fördersummen von Einzeleigen- tümern nicht rechnen und ausgereichte Provisionen nicht den Vorstellungen der Banken entsprechen. Der DDIV plädiert daher dafür, dass die Landesbanken und -förderinstitute KfW-Kredite deutlich bes- ser durchreichen und im Einzelfall auch als Bürgen für Wohnungseigentümergemein- schaften auftreten. Das ist machbar und wird u. a. bereits in Baden-Württemberg praktiziert. Aus Sicht der Eigentümer spielt das Wirt- schaftlichkeitsprinzip eine zentrale Rolle. Eigentümer sanieren nur, wenn es sich finanziell darstellen lässt. Über zwei Drit- tel der befragten Verwalter gehen davon aus, dass Eigentümer wegen zu geringer Energieeinspareffekte, 60 Prozent wegen eines zu geringen Mehrwertes, Abstand von energetischen Sanierungen nehmen. Gerade bei vermieteten Eigentums- wohnungen kommen erzielte Energie- einsparungen nur dem Mieter zu Gute. Vermietende Eigentümer sehen damit kaum einen Gewinn in der Durchfüh- rung von Modernisierungen. Dies wird der geplante Eingriff in das Mietrecht noch verstärken, wenn – wie im Koaliti- onsvertrag beabsichtigt – die Umlage der Modernisierungskosten gekürzt und be- grenzt werden soll. Die Bundesregierung ist insofern gut beraten, die angekündigte zeitliche Befristung der Modernisierungs- umlage nach reiflicher Beratung fallen zu lassen. Zu komplexe Prozesse 61 Prozent der befragten Verwalter selbst erachten den Prozess einer energetischen Sanierung als zu komplex, 58 Prozent kri- tisieren fehlende Anreize, Sanierungen zu initiieren. Oftmals seien Eigentümer nicht bereit, den massiven zeitlichen und finan- ziellen Mehraufwand der Verwaltungen entsprechend zu vergüten. Lediglich 49 Prozent der Hausverwaltungen werden zusätzlich vergütet. Eine Bereitstellung von Fördermitteln, die auch diesen Be- reich abdecken, scheint daher durchaus angemessen. Darüber hinaus berufen sich 42 Prozent auf fehlendes Fachwissen auf Seiten der Verwaltungen, ein weiteres Hindernis. Die befragten Unternehmen bestätigen, dass nur 10 Prozent der energetischen Sanierungen Vollsanierungen sind. Zu 90 Prozent werden Teilsanierungen durchge- führt. Damit wird deutlich, dass Energieef- fizienz und -einsparung im WEG-Bestand langfristig nur über die Kombination ver- schiedener Einzelmaßnahmen erreicht werden können. Davon profitieren beson- ders Eigentümer, da die Kosten geringer Instandhal- tungsrücklage Sonderumlage Kredit Zuschüsse 0 % 0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 25 % 50 % 75 % 100 % Gesamt < 400 WE 401-1.000 WE 1.001-3.000 WE > 3.000 WE Hürden bei der Beantragung von KfW-Programmen Finanzierung von WEG-Sanierungen Keine Hürden Sonstiges Fehlende Be- reitschaft der Hausbanken Verfahren kompliziert und aufwändig Zeitaufwand bei Beantragung Zeitaufwand bei Produktre- cherche Vermittlung als Verwalter nicht attraktiv 9,90 % 93,97 % 95,45 % 95,12 % 89,19 % 100 % 100 % 84,48 % 27,59 % 22,73 % 31,71 % 27,03 % 25,00 % 31,90 % 36,36 % 31,71 % 29,73 % 31,25 % 81,82 % 82,93 % 81,09 % 17,82 % 22,77 % 74,26 % 3,96 % 61,39 % 39,60 %

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