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DDIV 05_2014

05|14 DDIVaktuell 3 POLITIK & AKTUELLES j 15,3Prozent mehr Im 1. Quartal 2014 wurde in Deutschland der Bau von 63 900 Wohnungen geneh- migt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 15,3 Prozent oder 8 500 Wohnungen mehr als im Vergleichszeitraum 2013. Damit setzt sich die positive Entwicklung bei den Bauge- nehmigungen von Wohnun- gen weiter fort (2013: + 12,9 Prozent zum Vorjahr). Zur Steigerung tragen vor allem Eigentumswohnungen (+18,8 Prozent) sowie Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (+ 22,5 Prozent) bei. EIGENTUM FÜR JEDEN DRITTEN MIETER MÖGLICH Jeder dritte Mieter in Deutschland hätte genug Geld, um Wohneigentum zu finanzie- ren. Das ergab eine gemeinsame Studie des Beratungsunternehmens Prognos und des Allensbach-Instituts im Auftrag des Verbands der Sparda-Banken. Laut der Erhebung unter 1 851 Bundesbürgern bringen Käufer von Wohnimmobilien dafür durchschnitt- lich fünf Jahresnettoeinkommen eines Haushalts auf. Im oberfränkischen Wunsiedel sind es lediglich 2,5 Jahresnettoeinkommen, im Landkreis München hingegen 10,6. Bei der Studie wurde davon ausgegangen, dass sich Eigentum bereits ab einem mo- natlichen Nettoeinkommen von 1.500 Euro finanzieren ließe, was allerdings Regionen mit angespanntem Wohnungsmarkt ausschließt. Trotz des lebhaften Wohnungsneu- baus sind die Eigentumspotenziale hierzulande nicht ausgeschöpft. Wie LBS Research mitteilt, könnte angesichts der aktuellen Einkommen und Finanzierungsbedingungen die Wohneigentumsquote selbst in Berlin mehr als doppelt so hoch sein wie sie es derzeit ist. Der DDIV fordert in diesem Zusammenhang erneut, den Bau und den Erwerb von Wohneigentum stärker zu fördern. GEHWEGREINIGUNG IST HAUSHALTSNAHE DIENSTLEISTUNG Wenn Eigentümer oder Mieter zur Reinigung von Straße und Gehwegen und zum Winterdienst verpflichtet sind, gelten diese Leistungen als Teil der Haushaltsführung. Insofern können entstehende Kosten als haushaltsnahe Dienstleistung nach § 35a EStG steuerlich begünstigt sein, so der BFH (Urteil vom 20.03.14 – VI R 55/12). 10Millionen für altersgerechten Umbau Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner abschließenden Sitzung zum Bundeshaushalt zusätzliche Mittel für den altersgerechten Umbau bewilligt. Über das KfW-Programm „Al- tersgerecht Wohnen“ werden Bundesmittel in Höhe von 10 Millionen Euro bereitge- stellt. Mit der Erhöhung der Fördermittel soll der demographischen Entwicklung in Deutschland Rechnung getragen werden. Gelten bisher etwa 600 000 Wohnungen im bundesdeutschen Bestand als altersgerecht und barrierefrei, werden bis zum Jahr 2020 etwa 3 Millionen diesem Standard entspre- chende Wohnungen benötigt. So wohnen die Deutschen 58 Prozent aller Paare mit Kindern leben in den eigenen vier Wänden. Insgesamt wohnten 45 Prozent der Haus- halte in Deutschland am Zensusstichtag 9. Mai 2011 im selbst genutzten Eigentum. Laut Destatis lag bei Paaren ohne Kind der Eigentümeranteil bei 54 Prozent, bei Einpersonen-Haus- halten nur bei 28 Prozent. In der Altersgruppe über 64 Jahre nutzten 59 Prozent Wohneigentum selbst, Haushalte mit drei und mehr Perso- nen sogar zu 70 Prozent. Die durchschnittliche Wohnfläche pro Person betrug in Deutschland 43 Quadratmeter. Mit 47 qm fiel sie im selbst genutzten Eigentum größer aus als in Mietwohnungen (38 qm). Senio- renpaare lebten auf durchschnittlich 49 qm Wohnfläche pro Person (56 qm im Eigentum und 38 qm zur Miete). Allein lebenden Menschen über 64 Jahren standen durchschnittlich 78 qm pro Person zur Verfügung (im Eigentum: 100 qm, zur Miete: 65 qm). Überdurchschnittlich viel Platz pro Person hatten allein lebende verwitwete Seniorinnen und Senioren: Witwen lebten auf 82 qm, Witwer sogar auf durchschnittlich 86 qm. Foto:©Picsfive/Shutterstock.com

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