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DDIV 05_2014

FAZIT FÜR DEN VERWALTER: Es ist immer der erste und wichtigste Schritt, die Tei- lungserklärung (Gemein- schaftsordnung) gründlich zu lesen und unbefangen (objektiv) auszulegen. Da hierbei Rechtskenntnisse von nicht unerheblicher Bedeutung sein können, empfiehlt es sich, in einem zweifelhaften oder streit- trächtigen Einzelfall anwalt- lichen Rat einzuholen. Ein denkbarer Weg besteht da- rin, einen Beschluss herbei- zuführen, der die Einholung einer rechtlichen Stellung- nahme durch einen Rechts- anwalt gestattet. Holzbelag, und muss ein Sondereigentü- mer deren vorübergehende Entfernung bzw. Zerstörung gemäß § 14 Nr. 4 Halbs. 1 WEG dulden, damit die darunter befindli- che, im Gemeinschaftseigentum stehende Unterkonstruktion saniert werden kann, so kann er gegen die Gemeinschaft ei- nen Ersatzanspruch (§ 14 Nr. 4 Halbsatz 2 WEG) haben; ggf. muss man sich darü- ber Gedanken machen, ob dieser Ersatz- anspruch der Höhe nach gekürzt werden muss, wenn der Eigentümer für alte Flie- sen, die ihre Lebensdauer erreicht oder überschritten haben, nunmehr neue Flie- sen erhält (Abzug Neu für Alt). Der Sonderfall Heute werden bei Sanierungen im Gebäu- debestand immer mehr abgängige Balkon- kragplatten abgeschlagen, die Fassaden gedämmt und stattdessen neue Balkone im Ständerwerk vor die Fassade gestellt. Eine Verankerung erfolgt zumeist nur punktuell, z. B. an den Fußpunkten der Ständerkons- truktion oder an den Balkonaustritten vor den verschiedenen Geschossen. Soweit ersichtlich, gibt es noch keine rechtliche Diskussion, wie die Eigentumsverhältnisse an derartigen Anlagen zu qualifizieren sind. Da es sich um eine vor die Fassade gestellte Gesamtkonstruktion handelt, ergeben sich rechtliche Zweifel daran, die Raumeigen- schaft der verschiedenen Balkonebenen des Ständerwerks zu bejahen und jeder Woh- nung den ihr jeweils vorgelagerten Balkon- teil als Sondereigentum zuzuordnen. Hier wird man darüber nachdenken müssen, ob nicht der „Balkonturm“ entweder zwingend gemeinschaftliches Eigentum ist, wenn er wesentlicher Bestandteil des Grundstücks und/oder des Gebäudes ist oder aber – theoretisch ebenfalls denkbar – ihn als so genanntes Mitsondereigentum (Nachbarei- gentum) derjenigen Wohnungseigentümer anzusehen, zu deren Wohnungen die auf- geständerten Balkone gehören. Nutzen Sie unsere brandaktuellen Verwalterverträge für einen rechtssicheren und kompetenten Auftritt. Mitgliedsunternehmen der DDIV-Landesverbände erhalten die Verträge kostenfrei! Unser geprüftes Fachwissen steht aber auch allen Immobilienverwaltern schnell und unkompliziert unter www.ddiv.de/shop oder per E-mail an bestellung@ddiv.de zur Verfügung. DDIVservice GmbH • Dorotheenstraße 35 • 10117 Berlin • www.ddiv-service.de • 030 300 96 79 0 DDIV-Praxishilfen: • Leitfaden zur SEPA-Umstellung. Handlungsempfehlungen für Immobilienverwaltungen. €15* • ZMR Sonderheft 2011/Musterabrechnung für Wohnungseigentümergemeinschaften €15* • BSI Studie: Verwaltervergütungen in Deutschland €42* • Kompendium Energetische Sanierung – jetzt 2., überarbeitete Auflage – kostenfrei *inkl. MwSt. SIND SIE SCHON AUF DEM AKTUELLSTEN STAND? Aktuelle Verwalterverträge (Stand April 2014) Zum Download | Für DDIV-Mitgliedsunternehmen kostenfrei • Vertrag über die Verwaltung von Wohnungseigentumsanlagen €89* (Lang- und Kurzfassung) • Vertrag über die Verwaltung von Sondereigentum €59* • Vertrag über die Verwaltung von Wohngebäuden €59*

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