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DDIV 05_2014

GEBÄUDE & TECHNIK FAZIT Die Sanierung von Balkonen ist komplex. Die Einschal- tung eines sachkundigen Planers ist unerlässlich und in der Instandsetzungsricht- linie (eingeführte techni- sche Bauvorschrift) geregelt. Insbesondere bei „schon einmal sanierten“ Bauteilen ist besondere Achtsamkeit geboten. Hier kann es zu Unwägbarkeiten kommen, die bei der Finanzierung ein „Budget für Unvorhergese- henes“ sinnvoll erscheinen lassen. ■ Wichtig ist die Entwässerung. Grundsätzlich sollte ein Gefälle von 2 Prozent eingeplant werden. Die Grafik stellt dar, wie es zu ermitteln ist: auf ein Bauteil, z. B. durch Personen, Mö- bel oder Ähnliches. Die Lastannahmen sind in DIN 1055-3 geregelt. Sie gibt für Dachterrassen, Loggien und Balkone eine gleichmäßige Nutzlast von 400 kg/qm vor. Bauvorhaben, die vor 2006 errichtet wur- den, fallen noch unter die alte Norm. Hier wird die Lastannahme von der Größe des Die Schwellenhöhe rückt hierbei ins Blick- feld. Sie bemisst den Abstand von der Ent- wässerungsebene bis zu dem Punkt, wo Wasser in die Wohnung eintreten könn- te (i.d.R. die Entwässerungsöffnungen der Fenster). Nach DIN 18195 sollten es 15 cm sein, wenn eine Rinne angebracht wird, auch weniger – bis 5 cm. In der Pra- xis existiert der Normfall nur selten. Daher ist dieser Punkt immer mit dem Auftrag- geber zu besprechen, um Abweichungen zu vereinbaren. Wer möchte im eigenen Haus schon 15 cm Schwellenhöhe haben? Die tragende Rolle des Balkons Wie viel trägt ein Balkon – ist ein Plansch- becken noch drin? Balkone sind für eine bestimmte Nutzlast ausgelegt, die bei der Nutzung nicht überschritten werden darf. Die Nutzlast bezeichnet im Bauwesen eine veränderliche oder bewegliche Einwirkung Das Gefälle (hier 2 Prozent) wird immer senkrecht zu den Höhenlinien gemessen (Wasserlauf). In den Kehlen sollte das Gefälle > 0,5 Prozent betragen. Unwägbarkeit: bei einer Vorsanierung durchtrennte Bewehrungseisen Nicht zuletzt auf Grund der komplexen Sicherheitsvorschriften für Balkone sind Sanierungen fachmännisch auszuführen. Balkons abhängig gemacht, und zwar mit: 350 kg/qm für Balkone und Laubengänge über 10 Quadratmeter Grundfläche 500 kg/qm für Balkone, Laubengänge und offene, gegen Innenräume abgeschlossene Hauslauben Wichtig ist dabei, dass zusätzliche Belas- tungen (z. B. Pflanzkübel) bedacht wer- den, wobei Einzel- und Flächenlasten sich nicht überlagern dürfen. Bei Eingriffen in die Bausubstanz des Bal- kons, z. B. bereits bei der Erhöhung oder einer Veränderung des Geländers, muss ein statischer Nachweis erbracht werden.

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