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DDIV 05_2014

gen Erhalts der Substanz Die wesentlichen Bestandteile am Balkon Balkongeländer oder Brüstungen sind im Zuge einer Sanierung variantenunabhän- gig immer zu beachten, auch wenn sich so mancher Planer in der Praxis lieber auf den „Bestandsschutz“ zurückzieht. Bestandsschutz bedeutet, dass der vor- handene Zustand akzeptiert wird, selbst wenn es bereits neuere planerische Vor- gaben gibt. Dies setzt allerdings voraus, dass die damals gültigen Bauvorschriften auch eingehalten wurden, was ggf. nach- zuweisen ist. Zudem ist abzuwägen, ob der Ist-Zustand nicht Sicherheitsdefizite hat. In diesem Fall gibt es keine Kompro- misse. Die Sicherheit für Leib und Leben ist Grundsatz jeder LBO. Hier ist insbe- sondere die Geländerhöhe zu beachten: In den meisten Bundesländern muss sie bei privater Wohnbebauung mindestens 90 cm betragen. Die Statistik zeigt aber, dass Menschen im Lauf der Zeit im Schnitt größer geworden sind, sodass 90 cm heute etwas knapp bemessen erscheinen. Emp- fehlenswert ist eine Geländerhöhe von mindestens 100 cm. Bei Balkonen, deren Fußboden in Höhen über 12 m liegt, ist zumeist eine Geländerhöhe von mindes- tens 110 cm vorgeschrieben. Auch hier wird ein Zuschlag von 10 cm empfohlen, da später von den Nutzern verlegte Holz- fliesen etc. noch einmal für Abweichungen sorgen können. Die exakt vorgeschriebe- nen Höhen sind der jeweiligen LBO zu entnehmen. Angaben zur vorgeschriebenen Standfes- tigkeit des Geländers ergeben sich aus der DIN 1055. Auf ein Balkongeländer wirken im schlimmsten Fall alle denkbaren Lasten gleichzeitig. Auf diese Maximalbelastung muss ein Balkongeländer, das als Absturz- sicherung gilt, ausgelegt sein und die Konstruktion statisch berechnet werden. Zugelassen sind nur Balkongeländer aus der Herstellung von Betrieben, die hier- zu durch Eignungsnachweise befugt sind. Zur Befestigung im Außenbereich dürfen nur speziell zugelassene Anker verwendet und die Auflagen in den Dübelzulassun- gen müssen genau eingehalten werden. Kommt es zu einem Unfall, stellt sich die Haftungsfrage – in der Regel dem Eigen- tümer, sofern nicht ein Bauträger, Archi- tekt oder Handwerker zur Verantwortung gezogen werden kann. Ist ein Geländer nicht nach DIN 1055 gefertigt und mon- tiert, haften die Verantwortlichen noch bis zu 30 Jahre nach Ausführung der Baumaß- nahme. Boden witterungsbeständig zu belegen. In Frage kommen nur frostsichere, für den Außenbe- reich vorgesehen Varianten der empfohlenen Rutschfestigkeits- klasse R10 V04. Unter den Fliesen muss eine zusätzliche Abdichtung erfolgen. Anschlüsse an aufgehen- de Bauteile sind mit Dichtbändern zu versehen. ■ Beschichtungen z. B. auf PU-Basis dienen auch als Abdichtung zum Schutz des darunterliegenden Estrichs oder Betons. Hochwerti- ge Beschichtungen sind UV- und witterungsbeständig, kälteelas- tisch, Riss überbrückend und pflegeleicht. Durch das Einstreuen von Chips können Farbton und Rauigkeit der Oberfläche bestimmt werden. Auf ein Geländer wirkende Lasten: Balkonböden können aus unterschied- lichen Materialien bestehen. Bei einer Sanierung fällt die Wahl des Oberbelags für auskragende Stahlbetonplatten meist auf Fliesen oder eine kälteelastische, Ris- se überbrückende Beschichtung: ■ Fliesen sind eine einfache und pflegeleichte Möglichkeit, den BALCONIES FOR GREATER LIVING

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