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DDIV 05_2014

Ein Bauunternehmer aus Baden-Würt- temberg erkannte das Problem und entwickelte in den 1980er-Jahren den Kragplattenanschluss „Schöck-Isokorb“ zur thermischen Trennung der Balkonplatte von der Deckenplatte aus Stahlbeton. Im Vergleich mit einer durchgehenden Stahl- betondecke erzielt diese Lösung eine um 90 Prozent geringere Wärmeleitfähigkeit – ein Erfolg, der weitere Anbieter wie H- Bau, Halfen und Max Frank auf den Plan gerufen hat. Anbau- und insbesondere Vorsatzbalkone stellen bauartbedingt keine Wärmebrücke dar. Ihr wesentlicher Nachteil gegenüber dem Kragarmbalkon liegt im architektoni- schen Anspruch. Diese Balkone bestehen meist aus einer Stützkonstruktion aus Stahl- oder Aluminiumprofilen und einer 18 bis 20 cm dicken Fertigteilplatte aus Stahlbe- ton als Verkehrsfläche. Demzufolge wirken sie „bodenständig“ und nicht „schwebend“ wie Kragarmbalkone. Dafür bieten sie den Vorteil, dass sie ohne Weiteres nachträglich an Bestandsbauwerken montiert werden können, um diese aufzuwerten. Baustoffe – Vor- und Nachteile Neben den beschriebenen Balkonen aus Stahlbeton, die wegen ihres Eigengewichts weniger schwingungsanfällig sind und mehr Sicherheit vermitteln, gibt es auch reine Stahl- und Aluminiumkonstruktionen sowie in Holzbauweise. Holzbalkone sind meist statisch über auskragende Balken mit der Holzbalkendecke verbunden – wegen der guten Wärmedämmeigenschaften von Holz ohne Wärmebrücke, dafür aber um so anspruchsvoller beim Schutz vor ein- dringender Feuchtigkeit. Anstriche und Im- prägnierungen müssen das Aufquellen und Faulen des Holzes verhindern und daher regelmäßig aufgefrischt werden. Worauf ist zu achten? Während die Ästhetik der Konstrukti- on immer im Auge des Betrachters liegt, müssen Balkone immer auch wesentliche Ansprüche erfüllen: geregelter Abfluss des Regen- und Schmelzwassers von der Verkehrsoberflä- che zur Vermeidung des Ausrutschens auf einer nassen oder vereisten Balkonoberflä- che, intakte Abdichtung und griffige Ver- kehrsoberfläche, standsicheres Geländer mit einer ausreichenden Höhe und guter Brandschutz, da im Falle eines Feuers in mehrstöckigen Gebäuden der Balkon als Fluchtort bis zum Eintreffen der Feuer- wehr dienen kann. Hier zeigt sich Sanierungsbedarf Nicht selten weisen die in den vergange- nen 30 Jahren erbauten Balkone aus Stahl- beton sicherheitsrelevante Mängel auf. Dazu gehören z. B. Betonabplatzungen im Bereich der Geländerverankerung, Rost an den Geländerverankerungen, großflächi- ge Abplatzungen an der Balkonunterseite mit freigelegter Mattenbewehrung und auffälligen Absenkungen der Balkonstirn- seite. Übliche Gefälle zur Entwässerung über die Balkonstirnkante liegen bei 2 bis 3 Prozent. Höhere Gefälle sind ein sicheres Indiz für die Überlastung der Balkonver- ankerung. Grundsätzlich bestehen bei der Balkonsanierung im Wesentlichen folgen- de Möglichkeiten: ■ Konventionelle Balkonsanierung, das heißt z. B. Betonsanierung nach der Instandsetzungsrichtlinie des DAfStb und Erneuerung des Belages, inklusive Abdichtung ■ Ist die Bausubstanz nicht mehr nachhaltig instandsetzungsfähig, empfiehlt es sich, die Balkone abzuschneiden und durch vorge- ständerte Balkone zu ersetzen. Dabei ist allerdings das Prozedere der erforderlichen Eingabeplanung Sanierungsbedarf und sicher­ heitsrelevante Mängel zeigen sich an vielen Stahlbetonbalkonen aus den vergangenen 30 Jahren. Balkon- Sanierung ohne Abriss • individuell und robust • kurze Sanierungszeiten westwood.de

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