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DDIV 05_2014

IM BLICKPUNKT 30 DDIVaktuell 05|14 Risikofaktor Fachkräftemangel Die Zukunft steht vor der Tür, im Gepäck unzählige neue Herausforderungen, und kaum jemand ist ihnen gewachsen. Wer nicht jetzt schon qualifiziert, setzt Image und Bestand der Branche aufs Spiel. Für die Immobilienverwaltungen herrschen gerade aufregende Zeiten: Rechtliche Neuregelungen, wachsende Kundenwünsche und die Umsetzung der Energiewende schrauben Berufsanforde- rungen dramatisch in die Höhe. Gleich- zeitig sind viele Abteilungsstrukturen den Auswirkungen des demografischen Wan- dels ausgesetzt, und Nachwuchskräfte sind nicht in Sicht. Der Handlungsdruck für Immobilienverwaltungen ist hoch. Neue Lern- und Weiterbildungskonzepte für eine stabile Personalentwicklung müs- sen her, die am Bedarf der Unternehmen ausgerichtet sind. Dem aktuellen Branchenbarometer des DDIV zufolge, hat eine Immobilienver- waltung im Durchschnitt fünf Mitarbeiter. Der altersbedingte Verlust von qualifizier- tem Personal schlägt hier mit voller Härte zu. ,,Der Mangel an Nachwuchskräften, die diese Lücken füllen können, kann hier sogar für den Unternehmensfortbestand entscheidend sein“, führt Stephan Hacke als Teamleiter für den Bereich Lehrgänge beim EBZ an. Natürlich müssen Immobilienverwalter das Rechnungswesen einer WEG-Verwal- tung und die klassischen kaufmännischen Themen beherrschen. Doch die Immobi- lienmärkte verändern sich. Hinzukommen komplexe Neuerungen wie die Energieein- sparverordnung. Sie machen es dringend erforderlich, dass Immobilienverwalter zügig neues Fachwissen aufbauen. Nur so können sie sich bei Fragen der ener- getischen Sanierung und den damit ver- bundenen Kosten als kompetente Berater gegenüber den Eigentümern positionie- ren. Im Zusammenhang mit der Energie- wende sind auch die Kundenansprüche und Erwartungen an die Kenntnisse über innovative Technologien immens gestie- gen. Immobilienverwalter, die etwas von Smart-Home-Komponenten verstehen, die wissen, wie Blockheizwerke und Pho- tovoltaik zusammenwirken und die den komplexen Technologie-Roll-out begrei- fen, profitieren. Sie befriedigen nicht nur die Wünsche der Bestandskunden, son- dern können auch neue hinzugewinnen. Fachwissen ermöglicht es ihnen, vielfältige Dienstleistungen anzubieten. Das rechnet sich und sichert die Zukunft des Unter- nehmens. Personalentwicklung sichert Wettbewerbsvorteile Unter diesen Voraussetzungen lohnt es sich, Zeit und Energie in die Personalent- wicklung zu investieren. Aber durchdacht, systematisch und am besten zweigleisig. Denn natürlich müssen Nachwuchskräfte akquiriert und qualifiziert werden. Aber auch die bereits bewährten Mitarbeiter sollten gefördert und durch Weiterbil- dung auf aktuelle und zukünftige Anfor- derungen an die Branche bestmöglich vorbereitet werden. Hier geht es da-rum, Leistung anzuerkennen und durch Förde- rung zu honorieren, aber auch zu moti- vieren. Bei der Personalentwicklung sind somit die Verantwortlichen in den Unter- nehmen gefragt: Welche Mitarbeiter fal- len bald altersbedingt aus? Welche Stellen sind neu zu besetzten? Gibt es bereits Talente, die in der Nachfolge Aufgaben übernehmen können? Vorausschauende Planung und Investitionen in fähige Köp- fe sind entscheidend. Ob Quereinsteiger, Auszubildende oder bereits tätige Mit- arbeiter – mit gezielter Weiterbildung sorgen Unternehmen selbst dafür, dass Kompetenz- und Personallücken gar nicht erst entstehen, denn geeignete Nach- wuchskräfte finden sich oft in den eige- nen Reihen. Das Lernkonzept der Zukunft: Arbei- ten und Lernen wachsen zusammen Zwar deckt das Qualifikationsprofil von Immobilienverwaltern ein breites Spek- trum an Kompetenzen ab. Sie können heute aber auch in ihrer Vielfalt besonders effizient und effektiv ausgebildet werden. Die Autorin MARGARETHE DANISCH ist im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Euro- päischen Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirt- schaft EBZ, Bochum, tätig. www.e-b-z.de

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