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DDIV 05_2014

05|14 DDIVaktuell 1 die bayrischen Pfingstferien nutze ich meist, um eine kleine Urlaubs- pause mit der Familie einzulegen. Vor unserer Abreise hatte eine meiner Töchter ein Handyprob- lem. Dem Familienfrieden zuliebe ging es vorab also in den Handy- shop des Anbieters. Der Verkäufer erklärte mir, ich sei bei ihm zwar richtig, er könne mir aber nicht weiterhelfen, ich möge doch bitte die Hotline anrufen. Ich war verdutzt, er gab mir die Nummer – das Gesicht meiner Tochter wurde immer länger. Unter diesem Druck rief ich die Hotline an, drückte viele Tasten und erklärte, dass ich in einem Laden des Unternehmens stehe, man mir aber nicht helfen könne und ich die Rettung nun telefonisch er- warte. Die Dame half, erklärte mir, was der Mitarbeiter vor Ort tun müsse – und es hat geklappt. Das ist Kun- denservice in Deutschland, und obendrein waren die Ferien für die Familie gerettet. Was bedeutet das für uns Immobilienverwalter? Stel- len wir uns die Geschichte einmal anders vor. Ein Beirat kommt zum Verwalter: „Wo bleibt die Abrechnung?“ Antwort des Verwalters: „Wir haben die Software ge- wechselt. Es klappt noch nichts so richtig. Aber hier ist die Nummer unserer Softwarehotline – wenn Sie es mal selbst versuchen wollen…“ Der liebenswerte Beirat klemmt sich dahinter und löst die Softwarefrage – der Verwalter kann nun die Abrechnung erstellen. Was wird der Beirat den Miteigentümern auf der Versammlung wohl berichten? Das Ende der Geschichte überlasse ich Ihrer Phantasie. Softwareprodukte bekommen immer größeren Stellen- wert für die Abläufe im Verwalterbüro. Daher beschäf- tigen wir uns in diesem Heft mit Betriebsorganisation und Software – zwei für Verwalter elementare Fakto- ren. Wenn man bedenkt, dass rund 65 Prozent der Aus- gaben des Verwalters Personalkosten sind, wird dieser Bereich im Unternehmen um so wichtiger. Stimmt also bei Personal und EDV-gestützten Abläufen etwas nicht, wird auch das Jahresergebnis des Verwaltungsunter- nehmens nicht stimmen. Wenn ich mich mit Verwaltern unterhalte, wird stets darüber diskutiert, was man für Kunden noch alles anstoßen könnte. Das ist wichtig und sicherlich auch gut. Vorausgesetzt, man bleibt dabei nicht selbst auf der Strecke. Nur wer in gesundheitlich guter Verfas- sung fest auf beiden Beinen steht, kann ein guter Ver- walter sein. Für Eigentümer ist es bestimmt nicht leicht, einen qualifizierten Verwalter zu finden. Deshalb freut sich jede Eigentümergemeinschaft über Empfehlungen aus den eigenen Kreisen. Dennoch sollten Eigentümer kritisch bleiben. Passiert es doch all zu oft, dass eine Empfehlung weniger aus Gründen der Fachkompetenz denn in Erwartung persönlicher Vorteile ausgesprochen wird. Ist der Verwalter fachlich inkompetent und beste- hen aufgrund einer persönlichen und wirtschaftli- chen Beziehung zu einem Eigentümer Zweifel an seiner Neutralität, widerspricht seine Bestellung ordnungsgemäßer Verwaltung (LG Düsseldorf, Urteil v. 18.10.13, Az. 25 S 7/13). Erfreulich ist, dass es auch in der Politik zunehmend um Verwalter geht und erste Schritte zur Umsetzung des Koalitionsvertrages unternommen werden. Das ist der richtige Weg! Als der führende Fachverband für Immobilienverwalter begleiten wir diesen Prozess und bringen uns aktiv ein. Vielleicht können wir auch Ihnen Impulse für Ihre Ar- beit geben. Ob durch unser Magazin DDIVaktuell oder beim Verwaltertag am 18./19. September in Berlin mit einem innovativen Programm. Wenn Sie wissen wollen, was die Zukunft für Ihr Unternehmen bringen wird, dann seien Sie dabei und sichern Sie sich Ihren Wissensvorsprung. Wir freuen uns auf Sie! Das gilt auch für die 4. DDIV-Wintertagung. Mer- ken Sie sich den Termin heute schon vor: Vom 1. bis 6. Februar 2015 geht es ins Sporthotel Silvretta Mon- tafon. Ihr Steffen Haase Service, reibungslose Abläufe und qualifiziertes Personal setzen wichtige Impulse für Verwaltungsunternehmen. Sehr geehrte Leserinnen und Leser, liebe Immobilienverwalter, EDITORIAL

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