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DDIV 05_2014

05|14 DDIVaktuell 27 Aus drei mach‘ eins Der neue Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau für Büromanagement bietet Möglichkeiten zur Differenzierung für unterschiedliche Branchen. Seit Beginn der 1990er Jahre gibt es in Deutschland drei unterschiedliche und doch wieder ähnliche Büroberufe: Bürokauf- leute, Kaufleute für Bürokommunikation und Fachangestellte für Bürokommunikation. Sie wurden jetzt unter Federführung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und in Abstimmung mit den Ministerien und Sozialpartnern zu einem neuen Berufsprofil zusammengefasst, das den heutigen Anforderungen besser ent- spricht und höhere berufliche Flexibilität bietet. Mit der dreijähri- gen Ausbildung „Kaufmann/-frau für Büromanagement“ gibt es ab 1. August 2014 einen grundlegend modernisierten, einheitli- chen Weg zu den gelernten Büroberufen. Zukünftig wahrschein- lich der am häufigsten gewählte Ausbildungsberuf. Bereits die drei Vorgänger machten zusammen den größten Anteil an der dualen Ausbildung aus – mit mehr als 90 000 Ausbildungsverhältnissen, für die sich überwiegend Frauen und Schulabgänger mit mittlerem Bildungsabschluss entschieden. Die Neuregelung verspricht nun, Unternehmen unterschiedlicher Größe branchenübergreifend die Sicherung von Fachkräften besser zu ermöglichen. Zudem bietet sie mit einer breit und solide angelegten kaufmännischen Basis den perfekten Einstieg in die berufliche Karriere, sei es in der Pri- vatwirtschaft oder im Öffentlichen Dienst. Synergieeffekte nutzen Laut BIBB-Präsident Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser sind breit angelegte Berufe, die überdies Differenzierungsmöglichkeiten bieten, in Zeiten sinkender Zahlen von Schulabgängern im du- alen System von Ausbildungsbetrieb und Berufsschule besser zu organisieren. Darüber hinaus sei es aber auch eine Chance, un- terschiedliche Berufe mit gleichen oder ähnlichen Ausbildungs- inhalten in Beziehung zueinander zu setzen. Hieraus ergäben sich Synergieeffekte, zu denen auch das Erreichen von Schnittstellen- qualifikationen zählt. Mehr Flexibilität für Unternehmen Diesem Anspruch werden Struktur und Aufbau der neuen Aus- bildungsverordnung durchaus gerecht. Die Zusammenfassung der drei bisherigen Berufsbilder sieht eine gemeinsame Ausbil- dungsgrundlage für Industrie, Handel, Dienstleistung, Handwerk und Öffentlichen Dienst vor. Dazu gehören Büro- und Geschäfts- prozesse, die kaufmännische und bürowirtschaftliche Pflichtqua- lifikationen abdecken. Ergänzt werden sie durch zehn mögliche Wahlqualifikationen, von denen zwei mit einer Dauer von je- weils fünf Monaten absolviert werden müssen, und zwar in den Bereichen: Auftragssteuerung und -koordination, kaufmännische Steuerung und Kontrolle, kaufmännische Abläufe in kleinen und mittleren Unternehmen, Einkauf und Logistik, Marketing und Vertrieb, Personalwirtschaft, Assistenz und Sekretariat, Öffent- lichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement, Verwaltung und Recht sowie öffentliche Finanzwirtschaft. Leistungsstarke Auszu- bildende können eine dritte Zusatzqualifikation durch Prüfung erwerben. Betriebe können mit diesem Modell also entsprechend ihres Leistungsprofils flexibel ausbilden. Mehr Praxis, auch in der Prüfung Der neue Lehrplan der berufsschulischen Ausbildung ist deutlich handlungs- und praxisorientierter. Neu geregelt wurde auch die Abschlussprüfung. Sie wird künftig in zwei Teilen erfolgen. Der erste Prüfungsteil zur Mitte der Ausbildung umfasst den Lehrstoff der ersten fünfzehn Monate. Innovativ ist der zweite Teil, der auf mehr Praxisbezug setzt als bisher. Anzeige Europas größter immobilienwirtschaftlicher Anbieter für Aus-, Fort- und Weiterbildung der Wohnungs- und Im- mobilienwirtschaft ist Bildungspartner des DDIV: Das EBZ – Europäisches Bildungszentrum der Wohnungs- und Immo- bilienwirtschaft bietet von Seminaren über Lehrgänge und Fernlehrgänge bis hin zum berufsbegleitenden Immobilien- studium an der EBZ Business School eine Vielzahl von Wei- terbildungsmöglichkeiten an. Praxisrelevanz, Aktualität und Kundennutzen stehen für die Bildungsexperten stets im Vor- dergrund. Das EBZ beschäftigt Praktiker und renommierte Fachleute als Dozenten. Der enge Kontakt zu seinen Beiräten und den Unternehmen der Branche gewährleitet, dass Bil- dungsangebot zum Besten gehört, auf das Immobilienver- walter für gute Personalentwicklung zurückgreifen können. Mehr unter: www.e-b-z.de

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