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DDIV 05_2013

POLITIK & AKTUELLES 6 DDIVaktuell 05|13 Wir wollen die CO2­Gebäudesanierungs­ programme auf 2 Milliarden Euro anhe­ ben, einen Energiesparfonds in Höhe von 3 Milliarden Euro einrichten, der sich aus dem Abbau klimaschädlicher Subventio­ nen speist und die Städtebauförderung auf 610 Millionen Euro anheben. Weiterhin treten wir für eine steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung für Selbstnutzer ein. Diese sollte progressi­ onsunabhängig, sozial gerecht, und ökolo­ gisch zielführend ausgestaltet sein. Eigentümergemeinschaften hinken bei der energetischen Sanierung weit hinterher. Viele Gründe gibt es dafür: zu geringe In- standhaltungsrücklagen, zu komplexe und langwierige Abstimmungsprozesse, zu ge- ringe Vergütungssätze für Verwalter. Oft sind es aber auch Unkenntnis bei Wohnei- gentümern und Verwaltern wie eine KfW/ DDIV-Umfrage ans Licht brachte. Wie wol- len Sie nach dem September 2013 ändern? Wir benötigen dringend speziell auf Wohneigentümer und Verwalter von Wohneigentum zugeschnittene Informati­ onen und Fortbildungen hinsichtlich „best practice“ der Verwaltung von Wohneigen­ tum sowie energetischer Sanierungen und den bestehenden Fördermöglichkeiten. Der Gesetzgeber stellt Wohnungseigentü- mer und Verwalter vor immer größere Her- ausforderungen. Zahlreiche Gesetze werden stetig erweitert diverse Verordnungen auf den Weg gebracht. Halten Sie es immer noch für vertretbar, dass die Tätigkeit des Immobilienverwalters auch weiterhin ohne Zugangsvoraussetzungen oder Mindest- qualifikationen ausgeübt wird? Was halten Sie von den Forderungen des DDIV nach einer Versicherungspflicht für Verwalter in der Gewerbeordnung und der Einführung von Fach- und Sachkundenachweisen, um die Dienstleistungsqualität zu erhöhen und damit die Verbraucher zu schützen? Die Einführung einer Zugangsvorausset­ zung, also Fach­ und Sachkundenachweis, und auch eine Versicherungspflicht zum Beruf des Verwalters halte ich für sinnvoll. Vor allem damit es eine bessere Ausbil­ dung gibt und sich damit die Qualität der Dienstleistung Hausverwaltung erhöht. Derzeit geht nur ein Bruchteil der ausge- reichten Fördermittel aus dem CO2-Ge- bäudesanierungsprogramm der KfW an Wohneigentümergemeinschaften. Müssen KfW-Programme noch zielgruppengenauer auf WEGs abgestimmt und der Beantra- gungsprozess vereinfacht werden, wie vom DDIV gefordert? Die Förderprogramme des Bundes müssen den finanziellen Herausforderungen in den Bereichen Bauen, Wohnen und Stadtent­ wicklung angepasst werden. Hier hat die Bundesregierung jahrelang durch Untätigkeit Programmen bedeutet das zum Beispiel die Stärkung der Zuschussvariante sowie eine bessere Kombinierbarkeit mit Mit­ teln für den altersgerechten Umbau. Auch haben die Landesförderbanken eine För­ dervariante für WEGs entwickelt, die zum Beispiel in Baden­Württemberg umgesetzt wird. Dies kann auch für die Bundesebene interessant sein. Wie stehen Sie zur Forderung des DDIV, wonach Immobilienverwalter von der KfW (analog dem Energieberater) eine „energe- tische Vergütung“ erhalten sollten, wenn Sie einen Sanierungsprozess über Jahre hinweg aktiv begleiten, entsprechende Qualifikationen hierfür nachweisen und KfW-Programme in Anspruch genommen werden? Eine energetische Vergütung, welche an die beschriebenen Voraussetzungen und eine Baubegleitung durch Externe ge­ bunden und so die Qualität des Bauma­ nagements und der Qualitätskontrolle verbessern würde, ist überlegenswert. Sofern sie Tätigkeiten und Anforderungen der durch die KfW geförderten Baube­ gleitungen erfüllen, können Sie sich heute schon für die Berechtigung dazu registrie­ ren lassen. Noch immer gibt es viele Abgrenzungspro- bleme zwischen WEG und Mietrecht. Die Hoffnung, dass mit der WEG-Novellierung hier ein ausreichend gutes Instrument ge- schaffen wurde, lässt sich in der Praxis nicht bestätigen. Der DDIV hat daher ein Gut- achten zur Harmonisierung von WEG und Mietrecht in Auftrag gegeben. Was halten Sie davon und würde ihre Fraktion eine No- vellierung des WEG nach der Bundestags- wahl unterstützen? Die Abgrenzungsprobleme zwischen WEG und Mietrecht bedürfen einer umfassen­ den juristischen Prüfung. Dies sollten wir im Falle einer Regierungsbeteiligung drin­ gend angehen. geglänzt und die Pro­ gramme sogar faktisch gekürzt sowie auf eine extrem unsichere Finan­ zierungsgrundlage, den Handel mit CO2­Zertifi­ katen, gestellt. Wir wollen, dass die Förderprogramme ziel­ gruppengerechter aus­ gestaltet werden, damit Selbstnutzer und solche die es werden wollen, diese besser nutzen können. Bei den KfW­Daniela Wagner im Gespräch mit DDIV­Geschäftsführer Martin Kaßler. Wir brauchen eine grundlegende Reform, damit das Drei-Säulen-Modell tatsächlich trägt

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