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DDIV 05_2013

05 | 13  DDIVaktuell  55 Zahlungsdienstleister des Zahlers dessen Konto belasten, und die Gutschrift erfolgt am gleichen Tag beim Zahlungsempfänger. Eventuell müssen Verwalter daher den Zeitpunkt, an dem sie bisher mit Liquidität rechneten, nach hinten setzen. COR1- oder B2B-Lastschrift: Auswege aus der Prozessproblematik? Neben der Basislastschrift CORE wird es ab November 2013 für Deutschland die Option COR1 geben. Dass wir von unse- ren Kunden häufig auf COR1 angespro- chen werden, hat den Hintergrund, dass diese Option eine verkürzte Vorlagefrist von lediglich einem Bankarbeitstag haben wird, und zwar unabhängig davon, ob es sich um erstmalige beziehungsweise ein- malige oder wiederkehrende Einzüge han- delt. Wie bei der Basislastschrift bezieht sich auch hier die Frist auf das Vorlageda- tum bei der Bank des Zahlungspflichtigen, so dass die kontoführende Bank zwei Tage Vorlauf benötigt. COR1 entspricht damit den bisher ge- wohnten Lastschrift-Bedingungen, und so wird es wohl zum innerdeutschen Stan- dard avancieren, während über CORE dann grenzüberschreitende Lastschriften verarbeitet werden. Nach heutigem Stand werden alle deutschen Banken sicherstel- len, dass sie zumindest durch COR1-Last- schriften hervorgerufene Abbuchungen ab Ende des Jahres zulassen und verarbei- ten. Aber genauso sicher wird COR1 für grenzüberschreitende Zahlungen nicht nutzbar sein. Führt einer der Kunden also sein Konto bei einer ausländischen Bank – und in mittelfristiger Zukunft müssen wir gerade aufgrund von SEPA mit diesen Fällen rechnen –, bleibt nur die Möglich- keit, Beträge mittels der SEPA-Basislast- schrift CORE einzuziehen. Zur Umstellung auf CORE gibt es also tatsächlich keine ­Alternative. Auch die B2B-Lastschrift, die sogenannte Firmenlastschrift, wird keinen Ausweg aus dem Zwang zur prozessualen Anpassung hinsichtlich Vorlagefristen bieten, obwohl eine Firmenlastschrift wie bei COR1 erst einen Tag vor Fälligkeit vorgelegt werden muss. Denn das B2B-Verfahren muss von Banken nicht zwingend angeboten werden und darf vor allem ausschließlich zwischen Firmenkunden vereinbart und durchge- führt werden. Wie weit ist die Verwaltungs-Software? Relevant für die Gestaltung der künftigen Zahlungsverkehrsprozesse sind neben den angepassten Banksystemen natürlich auch die konkreten Funktionalitäten, mit denen die Software-Hersteller auf die SEPA-Anforderungen reagieren. Über die grundlegende Notwendigkeit hinaus, die künftig erforderlichen Lastschriftmandate 04.07. Di 05.07. Mi 06.07. Do 07.07. Fr 08.07. Sa 09.07. So 10.07. Mo 11.07. Di 12.07. Mi Vorlage bei der Bank des Zahlungspflichtigen Vorlage bei der Bank des Zahlungspflichtigen Einreichung einer Erst- oder Einmallastschrift mit Fälligkeit 12.07. Belastung Konto des Zahlungs- pflichtigen sechs Arbeitstage vor Fälligkeit drei Arbeitstage vor Fälligkeit Einreichung einer Folge- Lastschrift mit Fälligkeit 12.07. Eventuell müssen Verwalter den Zeit- punkt, an dem sie bisher mit Liquidität rechneten, nach hinten setzen Verwalter sollten im Rahmen ihres Umstellungsprojekts Möglichkeiten und Termine sowohl mit ihrer Bank als auch mit ihrem Software-Anbieter klären

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