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DDIV 05_2013

VERWALTUNG & FINANZEN 54  DDIVaktuell 05 | 13 Der Autor JÖRG MATHEIS Der Autor ist bei der Aareal Bank im Geschäftsbereich Wohnungswirt- schaft für die interne und externe Kommunikation von Produkten und Leistungen zuständig. www.Aareal-Bank.com Prozessveränderungen durch SEPA-Lastschriften Das SEPA-System bringt Veränderungen bei Erst-, Einmal- und wiederkehrende Lastschriften. Wichtig für das Umstellungsprojekt werden vor allem die neuen Vorlagefristen. Die Bedeutung des Lastschrift- verfahrens im Verwaltungsgeschäft ist bezogen auf die anfallende Menge im Vergleich zur Überweisung eminent. Mit der Möglichkeit, schriftlich vorliegende Einzugsermächtigungen in SEPA-Mandate zu überführen, ohne sich dies nochmals eigens durch Unterschrift des Zahlungs- pflichtigen bestätigen zu lassen, ist zwar eine bedeutende Erleichterung für die Un- ternehmen geschaffen worden, die in den kommenden Monaten auf SEPA umstel- len müssen. Eine nicht zu unterschätzende Problematik der Umstellung liegt jedoch noch immer darin, dass Lastschriften unter SEPA einen obligatorischen Fälligkeitster- min und – je nach Art – definierte Vorla- gefristen haben. Die SEPA-Basislastschriften (also die Grundform dieses Zahlungsformats; in den Regelwerken auch CORE genannt) werden nicht mehr direkt bei Einreichung durch die Bank des Zahlungsempfängers auf dessen Konto gebucht. Hier zeigt sich beispielhaft, dass SEPA zum einen auf eine Stärkung der Verbraucherrechte abzielt und zum anderen ein Kompromissver- fahren für die Zahlungsmodalitäten ver- schiedener europäischer Länder darstellt. Mit den Vorlagefristen soll dem Zahler nämlich ermöglicht werden, die Belastung zu prüfen und sie gegebenenfalls noch vor der Fälligkeit abzulehnen. In ande- ren EU-Ländern ist das gängige Praxis, in Deutschland nicht, weil hier Einzugser- mächtigungs-Lastschriften bisher einfach dadurch genehmigt wurden, dass der Zahler innerhalb einer gewissen Frist nicht widersprach. Längere Vorlagefristen verändern die Arbeitsabläufe Damit der Zahler nun genügend Zeit zur Prüfung des avisierten Einzuges erhält, müssen SEPA-Basislastschriftaufträge vor dem Fälligkeitstag bei der Bank eingereicht werden: > Einmalige Lastschriften und Erst-Last- schriften bei wiederkehrenden Einzügen (zugrundeliegendes Mandat wurde noch nie ausgeführt): Die Lastschrifteinzüge müssen mindes- tens fünf Bankarbeitstage vor der an- gegebenen Fälligkeit bei der Bank des Zahlungspflichtigen vorliegen. > Wiederkehrende beziehungsweise sich wiederholende Einzüge auf Basis eines innerhalb der letzten 36 Monate bereits ausgeübten Mandats: Die Lastschrifteinzüge müssen mindes- tens zwei Bankarbeitstage vor der an- gegebenen Fälligkeit bei der Bank des Zahlungspflichtigen vorliegen. Wichtig ist dabei: Diese Fristen gelten für die Vorlage bei der Bank des Zahlungs- pflichtigen. Die Bank des Lastschrifteinrei- chers wird gegebenenfalls einen Tag mehr veranschlagen, um sicherzustellen, dass die Zahlung fristgerecht gebucht wird. Wie andere Banken auch garantieren wir zum Beispiel bei der Aareal Bank unseren mehr als 2700 Geschäftspartnern die Aus- führung zum Fälligkeitstermin, sofern sie die Lastschrift mit sechs beziehungsweise drei Tagen Vorlauf einreichen. Auf den Punkt gebracht heißt das, Verwalter müs- sen einplanen, dass sich der Zeitrahmen, der ihnen für die jeweilige Sollstellung bleibt, gegenüber Ihren bisherigen Ab- läufen um mindestens eine Arbeitswoche verkürzt. Von der neuen Verfahrensweise ist auch die Kontendisposition betroffen. Das Clearing der SEPA-Basislastschriften wird in der Regel am beauftragten Fälligkeits- tag durchgeführt. An diesem Tag wird der

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