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DDIV 05_2013

VERWALTUNG & FINANZEN 50  DDIVaktuell 05 | 13 rers im Jahr für das Objekt, die Kosten ihrer Beiratsseminare oder gar den so oft vom Kunden geforderten 24-Stunden-Notdienst per Handy. Man spricht hierbei von den Grundkosten einer klei- neren Eigentümergemeinschaft. 10 × 42,90 Euro = 429,00 Euro Verwaltervergütung / 20 Einheiten = 21,45 Euro. Von dem reinen Zeitbedarf wird sich dieses Objekt von einem mit 15 oder 12 Einheiten kaum unterscheiden. Hier sieht dann die Rechnung wie folgt aus: Verwalterhonorar netto 429,00 Euro / 15 Einheiten = 28,60 Euro Verwalterhonorar netto 429,00 Euro / 12 Einheiten = 35,75 Euro Setzt man diese Werte den in der Vergütungsstudie ermittelten Werten der bundesweiten Zahlen gegenüber, kommt man zu fol- gendem Ergebnis: Es wird immer wichtiger, dass Immobilienverwalter einheitlich gegenüber den Kunden auftreten und für besondere Leistungen ein Zusatzhonorar verlangen Eigentümer und der beauftragten Rechtsanwälte oder des Zwangsverwalters, Führung von Korrespondenz, Teilnahme an Gerichtsverhandlungen und Versteigerungsterminen) ein Zu- satzhonorar verlangen. > Regulierung von Versicherungsschäden Erklärt sich die Eigentümergemeinschaft damit einverstanden, dass der Verwalter seinen Aufwand unmittelbar mit dem Versi- cherer abrechnet und erfolgen entsprechende Zahlungen durch den Versicherer, entfällt die Berechnung dieses Zusatzhonorars gegenüber der Eigentümergemeinschaft. > Mietverwaltung Vermietet die Eigentümergemeinschaft Räumlichkeiten, Flächen oder sonstige Einrichtungen, wie Kfz-Abstellplätze, Hausmeis- terwohnung, Lagerräume oder zur Nutzung für Funkanlagen und Werbeflächen, kann der Verwalter für den Vermietungs- und Mietverwaltungsaufwand ein Zusatzhonorar verlangen > Klagepauschale Erreicht der Wohngeldrückstand mindestens zwei monatliche Hausgelder und bleibt die zweite Mahnung erfolglos, kann der Verwalter zur Abgeltung seines Zusatzaufwands für die Einlei- tung und Betreuung eines Beitreibungsverfahrens (Beauftragung und Information eines Rechtsanwalts, Zusammenstellung und Kopieren der erforderlichen Unterlagen) ein Zusatzhonorar verlangen > Nichtteilnahme am Lastschrifteinzug > Eigentümerwechsel / Verwalterzustimmung bei Veräußerung Ein weiteres Problemfeld ist, dass der Endkunde häufig nur auf die Grundvergütung blickt und an dieser die Angebote der Verwalter vergleicht. Ungleiche Sondervergütungen und ihre Auswirkungen werden hierbei nicht erkannt. Darauf muss sich der Verwalter einstel- len und den Eigentümern eine Auswertungshilfe anbieten. Hilfreich ist es, eine Beispielsrechnung anhand eines durchschnittlichen Jahres durchzuführen. Diese Rechnung muss aussagen, welche besondere Leistung durchschnittlich wie oft in einem Jahr anfallen wird. In der Tabelle für Sondervergütungen verdeutlicht sich die Proble- matik. Ein großer Teil der befragten Verwalter hat besondere Leis- tungen in die Grundvergütung mit eingerechnet. Die Vergütung der Zusatzleistungen bewegt sich oft in folgender Größenordnung. Einheitenzahl Benötigte Vergütung, Minimum Ermittelte Vergütung Differenz 12 35,75 € 19,31 € 16,44 € 15 28,60 € 19,31 € 9,29 € 20 21,45 € 19,31 € 2,14 € Werden in dieser Grundvergütung nun noch pauschal besondere Leistungen integriert, wird das Missverhältnis immer größer. In der Verwalterpraxis ist die Honorierung von folgenden Zusatz- leistungen üblich: > Außerordentliche Eigentümerversammlungen, sofern die Durchführung der Wiederholungs- oder außerordentlichen Ei- gentümerversammlungen nicht durch den Verwalter zu vertre- ten ist > Erhebung und Abrechnung von Sonderumlagen > Führung von Lohnkonten > Bescheinigungen über haushaltsnahe Dienstleistungen ge- mäß § 35 a EStG > Mahnungen > Regieaufwand für größere Sanierungsmaßnahmen Beschließt die Eigentümergemeinschaft die Durchführung größerer Instandsetzungs- oder Sanierungsmaßnahmen (mit Bruttobaukosten über XX Euro (abhängig von der Größe der Wohnanlage)), kann der Verwalter zur Abgeltung des damit ver- bundenen Regieaufwands ein Zusatzhonorar verlangen > Betreuung von Rechtsstreitigkeiten und von Zwangsverwal- tungs- und Zwangsversteigerungsverfahren Für die Betreuung von Rechtsstreitigkeiten der Eigentümerge- meinschaft (Klagen Dritter oder gegen Dritte) oder innerhalb der Eigentümergemeinschaft (insbesondere Beschlussanfech- tungsklagen) und von Zwangsverwaltungs- und Zwangsverstei- gerungsverfahren gegen Miteigentümer kann der Verwalter für den hierdurch entstehenden Zeitaufwand ­(Information der

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