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DDIV 05_2013

VERWALTUNG & FINANZEN 46  DDIVaktuell 05 | 13 Der Autor DENNIS STERN Der Wirtschaftsfachwirt hält regelmäßig Vorträge und ent- wickelt Rahmenverträge und Schadenabwicklungskonzepte bei PANTAENIUS in Hamburg. Das Unternehmen hat sich auf praxis- nahe Versicherungslösungen für Immobilienverwalter spezialisiert und unterstützt diese bundesweit im Versicherungsmanagement. www.pantaenius.eu/DDIV Zeit fürs Wesentliche trotz Schadensmanagement Bereits seit einigen Jahren berichtet die Fachpresse insbesondere in der Gebäudeversicherungssparte über ein erhöhtes Schadensaufkommen. Mit den Auswirkungen davon haben wir uns in der letzten Ausgabe befasst. Dieser Artikel zeigt, wie professionelles Schadensmanagement funktioniert. Als Ursache für zunehmende Schäden an Gebäuden werden verschiede- ne Faktoren genannt, zum Beispiel häufiger auftretende Naturkatastrophen und die steigende Zahl von Schäden durch veraltete Leitungswasser- und Abwassernetze. Durch die steigenden Schadenszahlungen hat sich die Zeichnungspolitik der Versicherungs- gesellschaften stark verändert. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen. Die Gebäude werden immer älter und bei un- zureichenden Instandhaltungsmaßnahmen steigt das Schadenspotenzial insbesondere in der Leitungswasserversicherung. Das führt zum einen dazu, dass die Ver- sicherer vertragliche Anpassungen wie Beitragserhöhungen und das Vereinbaren von Selbstbehalten fordern. Zum anderen bedeutet diese Entwicklung für Immobi- lienverwalter vor allem einen erhöhten Aufwand bei der Bearbeitung von Versi- cherungsschäden. Immobilienverwaltung oder Büro für Schadenabwicklung? Detaillierte Schadensmeldungen, anfal- lender Schriftverkehr, Kostenvoranschläge einholen und vergleichen, Aufträge ver- geben und die Handwerker koordinieren kostet jede Menge Zeit und Nerven. Die Kosten für die erforderliche Präsenz am Schadensort und die Abstimmung mit der Versicherung sowie für Material- und Personalaufwand insgesamt sind nicht zu unterschätzen. Fragt man beim Verwalter nach, ob die anfallenden Kosten ausrei- chend in der Verwaltergebühr berücksich- tigt sind, wird dies in der Regel verneint. Zudem wird es von Eigentümern und Mie- tern als Selbstverständlichkeit angesehen, dass der Verwalter im Schadensbereich Full Service bietet. Bei Wohnungseigentü- mergemeinschaften gilt dies nicht nur für das Gemeinschaftseigentum, auch die Ab- wicklung von Schäden im Sondereigentum wird vorausgesetzt. Durch einen entspre- chenden Passus im Verwaltervertrag, der eine Zusatzvergütung für das Mitwirken bei Versicherungsschäden im Sonderei- gentum einschließt, könnte ein Teil dieser Kosten aufgefangen werden. Auf die richtigen Partner kommt es an Oftmals helfen langjährige Geschäftsbe- ziehungen, die Schadensabwicklung zu vereinfachen. Im Laufe der Zeit haben sich die Geschäftspartner aufeinander einge- spielt und man kommt schneller zum Ziel als mit einem Handwerker, der erstmalig auf ausdrücklichen Wunsch eines Einzel- nen beauftragt wird. Im Optimalfall ist der Handwerker des Vertrauens auch in der Lage, alle anfallenden Arbeiten zu erledi- gen beziehungsweise zu koordinieren. So entfallen Verzögerungen, die aufgrund von Terminabstimmungen mit anderen Firmen entstehen. Wenn der Versiche- rungsschutz auch aus einer Hand betreut wird – sei es über einen Versicherungs- makler oder direkt über den Vertreter ei- ner Versicherungsgesellschaft – lassen sich weitere Vorteile für den Verwalter und die Eigentümer erzielen. Durch eine feste Zusammenarbeit mit einem Versicherungsberater entfallen Wartezeiten und Abstimmungsschwie- rigkeiten, zum Beispiel mit den Service- centern der Versicherungsgesellschaften, und sämtliche Schäden können mit ei- nem Team persönlicher Ansprechpartner abgewickelt werden. Bei einem weitest- Foto:©ollyy/Shutterstock.com

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