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DDIV 05_2013

IM BLICKPUNKT 28 DDIVaktuell 05|13 Die Autorin DR. UTA HESSBRÜGGEN Die Autorin ist als Systemischer Business Coach und Team Coach durch die Steinbeis Hochschule Berlin (SHB) zertifiziert. Sie arbeitet als Coach mit den Schwerpunkten Kommunikation, Persönlichkeits- und Kompetenzentwicklung mit Einzelpersonen und Teams. Mit Coaching unter Segeln bietet sie Coachings auf einer Segelyacht als offene Törns und für Teammaßnah- men an. www.phasenpruefer.com Sand im Kommunikationsgetriebe Der Erfolg von Teamarbeit steht und fällt mit dem Umgang der Teammitglieder untereinander. Teams, die ihre Zusammenarbeit bewusst gestalten, arbeiten effizienter und produktiver. Ein Team-Coaching kann dieses Bewusstsein fördern. Die Bedeutung von Teams und Teamarbeit für den Unternehmenserfolg nimmt seit Jahren zu. Die Erfolgsfor- mel lautet dabei, dass das Ergebnis guter Teamarbeit mehr ist als die Summe der erbrachten einzelnen Leistungen. Umso mehr überrascht, dass so wenige Füh- rungskräfte im Umgang mit Teams ge- schult sind. Eine Umfrage der Hochschule Bremerhaven ergab, dass nur 57 Prozent der befragten Unternehmen ihre Füh- rungskräfte oberhalb der Teamleitung generell weiterbilden. Doch die Anforde- rungen im Bereich der Teamentwicklung steigen. Und die Probleme, die in der Zu- sammenarbeit von Teams auftreten, wer- den immer augenfälliger, die Produktivität sinkt. Ihre Wurzel liegt meistens in einer unzulänglichen Kommunikation. Gerade dort, wo der Erfolg davon ab- hängt, dass Menschen zusammenarbeiten und an einem Strang ziehen, sind Missver- ständnisse vorprogrammiert. Deshalb ist es wichtig für alle, die in oder mit Teams arbeiten, sich dieser Tatsache bewusst zu werden. Das ist der erste Schritt, um wirk- same Maßnahmen zu ergreifen, die die Zusammenarbeit und das Klima verbes- sern und den Erfolg des Teams steigern können. Hier setzt Teamentwicklung an. Was aber bedeutet das genau? Teamentwicklung ist eine Maßnahme zur Verbesserung der Zusammenarbeit in Teams und damit ein Gruppenprozess, an dem alle Mitglieder des Teams aktiv be- teiligt sind. In diesen Prozess fließen die individuellen Stärken, Schwächen und un- terschiedlichen Persönlichkeiten der ein- zelnen Teammitglieder ein. Darüber hinaus aber auch gruppendynamische Aspekte, die Rahmenbedingungen, unter denen das Team arbeitet, und natürlich die gemein- same Aufgabe, der spezifische Arbeitsauf- trag, dem sich die Teammitglieder widmen. Diese gemeinsame Aufgabe ist Dreh- und Angelpunkt von Teammaßnahmen. An ihr macht sich der Nutzen fest, der aus einer solchen Maßnahme gezogen werden kann. Die Probleme, die in der Teamarbeit auf- tauchen, sind breit gefächert. Am häufigs- ten sind jedoch drei zentrale Themen: > Die Ziele sind unklar oder widersprüchlich. > Die Teammitglieder arbeiten nicht gut zusammen. > Teamführung braucht Zeit (die oft nicht investiert wird). Unverbindlichkeit und Mittelmaß drohen Dazu kommen sogenannte weiche Fak- toren, die das Klima im Team verseuchen und über kurz oder lang zu Konflikten füh- ren. Mangelndes Vertrauen untereinander zum Beispiel führt dazu, dass Schwächen und Fehler verschleiert werden. Die Angst vor Konflikten macht konstruktive Kritik und produktive Besprechungen nahezu unmöglich. Die mangelnde Bereitschaft der einzelnen, Verantwortung zu über- nehmen und sich für den Teamerfolg einzusetzen, öffnet wiederum der Un- verbindlichkeit und dem Mittelmaß Tür und Tor. Teamgeist und Vertrauen werden untergraben, Leistungsträger demotiviert. Ist es obendrein für die Teammitglieder nicht wichtig, die gemeinsamen Ziele zu erreichen und Ergebnisse vorweisen zu können, weil die einzelnen ihren Fokus auf andere Themen richten, werden sie sich schnell in ihrer Arbeit ablenken lassen. Eine Weiterentwicklung des Teams – und damit einhergehend häufig die Entwick- lung des Unternehmens – wird blockiert. Es ist immer wieder erstaunlich, wie sehr das Führungsverhalten und der laufende Teamprozess auseinanderlaufen können

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