Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

DDIV 05_2013

12  DDIVaktuell 05 | 13 Viel Schatten und ein bisschen Licht Der Wahlkampf geht in die heiße Phase. Ende Juni hat auch die CDU/CSU als letzte Partei ihr Programm zur Bundestagswahl verabschiedet. Damit lassen sich die wohnungspolitischen Positionen der Parteien mit einander vergleichen. Eines lässt sich bereits heute sagen: Die Wohnungspolitik ist eines der beherrschenden Wahlkampfthemen. von Oliver Mertens Die gute Nachricht vorweg: Das kürzlich vorgestellte Wahlprogramm von CDU/CSU beschert der Verwalterwirt- schaft Aufmerksamkeit. Erstmals finden Immobilienverwalter explizit in einem Wahlprogramm Erwähnung. Die Unions- parteien wollen den Verbraucherschutz für die Wohnungsverwaltung erweitern (siehe Seite 14). Das ist ein großer poli- tischer Erfolg des DDIV, der seit Jahren dafür kämpft, Zugangsvoraussetzungen für den Beruf Immobilienverwalter festzu- schreiben und hierzu seit langem in inten- siven Gesprächen mit der Bundespolitik ist. Neben vielen Einzelgesprächen tritt der DDIV auf bundespolitischer Bühne auch mit parlamentarischen Abenden in Erscheinung oder initiiert Expertengesprä- che rund um das Wohnungseigentum bei allen politischen Parteien und zahlreichen Ministerien. Engagement, das sich nun auszahlt. Fast alle Parteien setzen bei der Bekämp- fung des Wohnungsmangels auf starken Dirigismus. Die SPD will eine Obergren- ze für Mieterhöhungen bei Wieder- vermietungen von maximal 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete einführen und Mieterhöhungen im Be- stand nur noch alle vier Jahre um maximal 15 ­Prozent erlauben. Grüne und jetzt auch die Union plädie- ren dort für eine zehnprozentige Kap- pungsgrenze bei der Wiedervermietung, wo Wohnungsmangel herrscht. Die Lin- ke geht noch einen Schritt weiter. Nach ihrem Willen soll die Miete im Bestand ohne Wohnwertverbesserung nur noch im Rahmen des Inflationsausgleichs bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete angeho- ben werden können. In laufenden Verträ- gen wollen die Grünen den Mietanstieg dadurch drosseln, dass sie die regel- mäßigen Erhöhungen der ortsüblichen Vergleichsmiete bremsen. Geht es nach den Linken, werden die Mieten begrenzt und der Mietspiegel an Bestandsmieten orientiert. Darüber hinaus sollen Kom- munen ermächtigt werden, anhand der Mietspiegel Höchstmieten festzulegen. Lediglich die FDP will keine weiteren Ein- griffe in den Markt. Foto:©ChristianDraghici/Shutterstock.com

Pages