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DDIV 04_2016

04 | 16  DDIVaktuell  39 benötigt. Eine weitere Optimierung ist nach Schachtaufmaß möglich. Raumeffiziente Konstruktion Auch andere Details sparen Raum: der Wegfall des seitlich im Schacht platzier- ten Antriebs, dazu die Konstruktion der Schachttüren. Mit vier statt zwei Flügeln sind sie im geöffneten Zustand nur noch unwesentlich breiter als die Kabine. Alles zusammengenommen ergibt sich rechne- risch eine bis zu 50 Prozent größere Ka- bine. Die konkreten Werte hängen vom jeweiligen Schachtquerschnitt ab, liegen aber in ähnlicher Größenordnung des Beispiels Herrenberg. Bei einer weiteren Anlage, die 2015 in einem Stuttgarter Hotel installiert wurde, wuchs die Kabine um 37 Prozent. Auch sie ist damit barrie- refrei – wiederum nicht nach Norm, aber in der praktischen Nutzung. Noch in ei- nem weiteren Punkt gleichen sich das Stuttgarter Hotel und das Haus in Her- renberg: Da das Gegengewicht der Altan- lage gegenüber des Kabinenzugangs lag, wuchs die Kabinenfläche stärker in der Tiefe als in der Breite. Liegt das Gegen- gewicht der Altanlage hingegen seitlich, fällt der Zuwachs in der Breite größer aus. Neue Sicherheitssysteme Mit Blick auf die ab 1. September 2017 alleinig gültige EN 81-20 wurde für die Schachtgrube ein Sicherheitssystem entwi- ckelt, das den Schutzraum von 2 000 mm Höhe unabhängig von der minimal 800 mm tiefen Grube sicherstellen kann. Öffnet der Techniker die Schachttür mittels eines Drei- kants, wird ein Sicherungsbolzen in Nähe der Führungsschienen ausgeklappt, der im Ernstfall die Fangvorrichtung auslöst. Für die Sicherung des Schutzraums im Schachtkopf wurde auf bewährte Technik zurückgegrif- fen: manuell aufstellbare kontaktgesicherte Sicherheitsstützen. So wird eine minimale Schachtkopfhöhe von 2 900 mm erreicht. Hohe Leistung Der NanoSpace erschließt mit Vmax 1,0 m/s und einer Nennlast von 240 bis 630 kg bis zu 16 Haltestellen bei maximal 40 m Förderhöhe. Er kann als Zweiergrup- pe betrieben werden. Damit deckt er ein breites Spektrum von Anlagenmoderni- sierungen im Wohn- und Geschäftshaus- segment ab. Das ist durchaus dringlich. Immerhin ist schätzungsweise mehr als die Hälfte aller Aufzüge in Deutschland älter als 20 Jahre und daher technisch überholt. Unterstützung für ­Verwender/Betreiber von Aufzugsanlagen Der Verband für Aufzug- technik VFA Interlift weist darauf hin, dass die neue Be- triebssicherheitsverordnung (BetrSichV) vom Juni 2015 erhöhte Anforderungen an den Betreiber von Auf- zugsanlagen, der im neuen Regelwerk als Verwender bezeichnet wird, stellt. Für die rechtskonforme Instand- haltung dieser überwa- chungsbedürftigen Anlagen benötigt der Verwender fachkundige Unterstützung. In der Kursreihe „Grund- lagen der Aufzugstechnik“ nach VDI 2168 der VFA- Akademie erhalten die Mitarbeiter des Verwenders einen umfassenden Einblick in das relevante Regelwerk sowie in die mechanische und elektrische Ausrüstung von Aufzügen. Im Kurs „Ge- fährdungsbeurteilung für Instandhaltungsunterneh- men und Betreiber“ werden befugte und beauftragte Personen des Verwenders in die sachgerechte Erstellung dieser Beurteilung mithilfe eines anerkannten Soft- waretools eingeführt. Damit kann der nach der neuen BetrSichV verlangte Stand der Technik problemlos nachgewiesen werden. Info & Kontakt: Anja Gietz, VFA-Interlift e.V. Tel.: 040/72 73 01 50 akademie@vfa-interlift.de www.vfa-interlift.de Das Beispiel Herrenberg: Nach dem Austausch der Altanlage gegen den neuen KONE NanoSpace-Aufzug bietet die Kabine nun auch Rollstuhlfahrern genug Raum.

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