Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

DDIV 04_2016

GEBÄUDE & TECHNIK 36  DDIVaktuell 04  | 16 Heute schon an morgen denken! Damit Immobilien Rente und ­ Rendite ­ sichern, gilt es, sie zukunftssicher in Stand zu halten – auch mit Blick auf den ­generationenübergreifenden Umbau. Wir leben länger als alle Ge- nerationen zuvor – eine schöne Nachricht! Die Lebenserwartung in Deutschland steigt. Haben wir in den letzten 50 Jahren durchschnittlich mehr als ein Jahrzehnt an Lebensjahren dazugewonnen, leben Seni- orinnen und Senioren heute schon 30 Jah- re länger als noch vor einem Jahrhundert. Trotz zunehmender Lebenserwartung über- steigt jedoch die Zahl der Sterbefälle die der Geburten. Nach Berechnungen des Statisti- schen Bundesamtes wird sich diese Schere noch weiter öffnen. Wir werden also zah- lenmäßig weniger, leben dafür aber länger. Was heißt das nun für Immobilienbesitzer? DIE AUTORIN DIPL.-ING. VERA SCHMITZ BDIA Die Innenarchitektin und Architektin AKNW ist Inha- berin des Büro efficientia, Oberhausen, das auf inter- disziplinäre Zusammenarbeit des Bau- und Gesundheitswesens spezialisiert ist. www.efficientia.de Benötigen wir in Zukunft weniger Wohn- raum, oder brauchen wir möglicherweise anderen, etwa altengerechten Wohnraum? Die statistischen Prognosen haben Fol- gen in vielerlei Hinsicht. Die zunehmende Langlebigkeit bedeutet eine konkrete Her- ausforderung für die gesamte Gesellschaft. Ist das Alter mitunter eine der längsten Le- bensphasen, die wir bewusst wahrnehmen, so lohnt es sich für jeden einzelnen von uns, sich damit auch bewusst zu beschäfti- gen. Was heißt „Alter“ eigentlich? Das Alter ist eine Lebensphase mit unterschiedlichs- ten Ausprägungen, die vielfältige Anforde- rungen an das Lebensumfeld stellt. Mit den Jahren verändern sich unsere Fähigkeiten, wir werden reicher an Erfahrung und Wis- sen, aber, biologisch betrachtet, verändert sich der Körper: Die Sinneswahrnehmun- gen schwinden, die motorischen Fähig- keiten lassen nach. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Hilfsmitteln, die Anforderungen an unseren Lebensraum ändern sich. Die gebaute Umwelt steht dann auf dem Prüf- stand. Hält sie den Bedürfnissen einer de- mografisch veränderten Gesellschaft stand? Alle Bereiche sind betroffen: das Wohnum- feld, die Arbeitswelt, die Fortbewegungs- mittel, das Freizeit- und Konsumverhalten. Vor allem die Innenräume stehen hier im Fokus, denn wir verbringen über Was Verwalter tun können: Der barrierefreie Ausbau des Sondereigentums ist ja nun ein- mal nicht Sache des Verwalters. Was aber nützen barrierefreie Umbauten im Gemeinschafts- eigentum, wenn die im selben Haus vermieteten Wohnungen alles andere als altersgerecht bzw. zumindest barriereredu- ziert sind? Eine ganzheitliche Betrachtungsweise ist also durchaus zu empfehlen. Aufgabe des Verwalters könnte es sein, solche Umbauprozesse in Eigen- tümergemeinschaften anzure- gen, insbesondere dann, wenn ohnehin Sanierungsmaßnahmen im Sondereigentum anstehen. Der Hinweis auf Wertsteigerung durch zusätzlichen Komfort und die marktgerechte Ausstattung der Immobilie dürfte sowohl vermietende als auch selbstnut- zende Eigentümer überzeugen. 80 Prozent unseres Lebens dort. Mit fort- schreitendem Alter verbringt man immer mehr Zeit zu Hause. Die professionelle Foto: © Yuri Arcurs / Shutterstock.com

Seitenübersicht