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DDIV 04_2015

VERWALTUNG & FINANZEN 50 DDIVaktuell 04|15 Professionalisierungsdruck steigt erheblich TrinkwV, EnEV, MiLoG, Rauchwarnmelder-Pflicht, MessEG oder MietRÄndG – die neuen gesetzlichen Anforderungen lasten auf Verwaltungen. Die Folge: Unternehmen erhöhen die Vergütungssätze, fordern Mindestanforderungen und stecken z. T. in einem Umsetzungsstau. Doch das trübt nicht die Gewinn- und Umsatzerwartungen. Die Ergebnisse des DDIV-Branchenbarometers im Überblick: Je größer das Unternehmen, desto mehr Einheiten werden pro Mitarbeiter verwaltet. Dies liegt in der Natur der Sache. Größere Unternehmen verfügen häufiger über spezialisierte Fachabteilun- gen und können Synergieeffekte besser nutzen. Neu ist allerdings, dass die steigende Aufgabenlast der Verwalter sichtbare Auswir- kungen auf die zu verwaltenden Einheiten hat. Dies belegen nun die Ergebnisse des 3. DDIV-Bran- chenbarometers, das zu Jahres- beginn erhoben wurde. Während 2011 noch über 380 WEG-Ein- heiten pro Mitarbeiter verwaltet wurden, sank die Zahl 2014 um 13 Prozent auf knapp 300 Ein- heiten pro Mitarbeiter. Ähnlich verhält es sich bei der Verwaltung von Mietshäusern, Sondereigen- tums- und Gewerbeeinheiten. Damit zeigt sich, dass höhere ge- setzliche Anforderungen und der damit verbundene zeitliche Mehr- aufwand einen direkten Einfluss auf die Arbeit der Verwaltungs- betriebe haben kann. Die Folge ist ein Anstieg der Vergütungssätze zur Deckung der Mehrkosten. » HÖHERER ARBEITSAUFWAND DURCH STEIGENDE ANFORDERUNGEN » VERWALTUNGEN ERHÖHEN GRUNDVERGÜTUNG Von den 391 Verwaltungen, die an der Umfrage teilgenommen haben, planen rund 60 Prozent eine Anhebung ihrer Vergütungssätze in 2015. Bei einer Erstbestellung sol- len sich die Pauschalen um knapp 8 Prozent, bei Bestandsobjekten um 5 Prozent erhö- hen. Der DDIV begrüßt diese Entwicklung. Denn Ziel der Branche insgesamt muss es sein, dass sich langfristig die steigende Qualität der Verwaltungsleistung auch im Preis widerspiegelt. Dabei zeigte sich in den Ergebnissen die Tendenz: Je größer das Unter- nehmen, umso höher ist die Bereitschaft, die Vergütungssätze anzuheben. Bei Kleinst- verwaltungen mit bis zu bis 400 verwalteten Einheiten (WE) haben dies nur knapp 34 Prozent vor, bei mittleren Unternehmen mit bis zu 3000 WE sind es über 70 Pro- zent, die Preissteigerungen im Bestand durchsetzen wollen. Bei großen Unternehmen mit über 3000 WE sind es sogar mehr als 85 Prozent. Ähnlich fällt die prozentuale Verteilung bei der Erhöhung der Vergütungssätze im Rahmen einer Erstbestellung aus. Anhebung der Grundvergütung nach Unternehmensgröße 0% Durchschnitt 61% 64,4% 85,3% 79,4% 70,8% 64,9% 67% 69,1% 33,7% 52,4% > 3000 WE 1000–2999 WE 401–999 WE < 400 WE 25% 50% 75% 100% Erhöhung der Vergütung im Bestand (2015) Erhöhung der Vergütungseinheit neu akquirierten Objekten (2015)

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