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DDIV 04_2015

GEBÄUDE & TECHNIK 36  DDIVaktuell 04 | 15 Der Autor THOMAS LIPPHARDT Manager Technische Regelwerke bei KONE Verschärfte Vorschriften Die Neufassung der Betriebssicherheitsverordnung bringt neue Vorgaben für Aufzugbetreiber. Mit der Neufassung der Be- triebssicherheitsverordnung (BetrSichV) ergeben sich für Betreiber von Aufzügen zahlreiche Änderungen: Anlagen werden strenger geprüft, Modernisierungen und moderne Notrufsysteme Pflicht. Zudem gelten verschärfte Haftungsregeln. Im Juni 2015 tritt die Neufassung der BetrSichV in Kraft, wie sie von Bundesrat und Bundes- tag nach langer Diskussion endgültig im Januar 2015 beschlossen wurde. Die Neufassung betrifft laut Dachverband der Technischen Überwachungsverei- ne (VdTÜV) schätzungsweise mehr als 630 000 Aufzüge, von denen mindestens 150 000 nicht regelmäßig geprüft und da- mit schwarz betrieben werden. Diese Zahl könnte durch die künftig obligatorische Prüfplakette sinken. Sie wird die Benutzer in der Aufzugkabine darüber informieren, welche Prüforganisation die Anlage wann zuletzt geprüft hat und wann die nächste Prüfung ansteht. Fehlt die Plakette, kön- nen sich Benutzer künftig an den Betrei- ber oder die Ordnungsbehörden wenden. Die Anbringung erfolgt im Laufe der zwölf Neuanlage gebracht werden. Der Einzelfall zählt. Daher muss ein Aufzug u. U. auch dann modernisiert werden, wenn er einwandfrei läuft. Bei schlecht gewarteten, störanfälli- gen Aufzügen wiederum können die ZÜS die Zwei-Jahres-Frist für die Hauptprüfung verkürzen. Entsprechend verschieben sich die Termine der Zwischenprüfungen. Gefährdungsbeurteilungen werden Standard Bisher waren Betreiber verpflichtet, zu ge- gebener Zeit durch ein Fachunternehmen die Abweichungen zwischen Soll- und Ist- Zustand der Anlage prüfen zu lassen. War der Aufzug eindeutig ein Arbeitsmittel Stand der Technik: Moderner Aufzug mit automatischen Schiebetüren, ergonomischen Tastern und Zwei-Wege-Kommunikationssystem. Fotos:©KONE Monate nach Inkrafttreten der Novelle: Bis Ende Mai 2016 muss die Plakette in jedem Aufzug zu finden sein. Strengere regelmäßige Prüfungen Für die Prüfungen durch die zugelassenen Überwachungsstellen (ZÜS) gilt: TÜV und Dekra prüfen wie bisher jährlich, aber nach strengeren Vorgaben. Maßgeblich ist nicht mehr der Stand der Technik zur Zeit der Inbetriebnahme, sondern am Tag der Prü- fung – soweit nach Prüfersicht die heuti- gen Bestimmungen von Bedeutung für die Anlage sind. Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, ob der Aufzug für die jetzi- gen Bedingungen am Betriebsort geeignet ist. Nicht jede Altanlage muss also vollum- fänglich auf den technischen Stand einer

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