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DDIV 04_2015

POLITIK & AKTUELLES 4 DDIVaktuell 04|15 Ende der Schonfrist Bei fehlenden Energiekennwerten in Immobilienanzeigen drohen seit Mai Bußgelder. @verwalterstimme folgen und retweeten Wenn Vermieter oder Verkäufer die erforderlichen Energiekennwerte in kom- merziellen Immobilienanzeigen nicht an- geben, riskieren sie ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro. Das gilt laut EnEV 2014 schon seit dem 1.5.2014. Seit dem 1.5.2015 kön- nen Behörden Verstöße gegen die Ausweis- pflicht mit Bußgeldern ahnden. Welche Angaben in Immobilienanzeigen Pflicht sind, hängt davon ab, wann der Ausweis ausgestellt wurde und um welchen Im- mobilientyp es sich handelt. Bei neuen, ab Mai 2014 ausgestellten Ausweisen müssen Inserenten die Art des Energieausweises (Bedarfs- oder Verbrauchsausweis), den Wert des Endenergiebedarfs (bei Bedarfs- ausweisen) oder Endenergieverbrauchs (bei Verbrauchsausweisen) und die im Ausweis genannten wesentlichen Energieträger der Heizung (z. B. Erdgas) angeben, bei Wohn- gebäuden zudem Baujahr und Energieeffi- zienzklasse. Bei Energieausweisen aus der Zeit 1.10.2007 bis 1.5.2014 kann auf die Angabe der neuen Energieeffizienzklasse verzichtet werden. Zusätzlich gilt bei ver- brauchsbasierten Energieausweisen für Wohngebäude, die vor dem 1.5.2014 aus- gestellt wurden: Sofern der Warmwasser- anteil nicht im Energieverbrauchskennwert enthalten ist, müssen Inserenten den Wert um 20 kWh pro Jahr und Quadratmeter Gebäudenutzfläche erhöhen. Liegt zum Zeitpunkt der Anzeigenschaltung kein gültiger Energieausweis vor, kann aus- nahmsweise auf diese Angaben verzichtet werden. Aber spätestens beim Besichti- gungstermin muss unaufgefordert ein gül- tiger Energieausweis vorliegen. Vorsicht Betrug! In den vergangenen Monaten erhielten In- serenten und Eigentümer bereits mehrfach zweifelhafte Abmahnschreiben. Misstrauen ist angebracht, wenn sich der Absender oder das betreffende Inserat nicht genau zuord- nen lassen. Es empfiehlt sich, dann keine Un- terlassungserklärung zu unterzeichnen und so den Wettbewerbsverstoß und alle damit verbundenen Pflichten anzuerkennen. Eine Abfrage des Kontrollverhaltens der zuständigen Landesbehörden durch die Deutsche Umwelthilfe (DUH) im Frühjahr 2015 ergab, dass nur Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen auf ausdrückliche Bürgerbeschwerden hin tätig werden. Nach einer Stichprobe der DMB-Mietervereine Berlin, München, Han- nover und Stuttgart haben 75 Prozent der Anbieter bei Wohnungsbesichtigungen den DMB-Testpersonen den Energieausweis nicht unaufgefordert vorgelegt. Insgesamt machten 50 Prozent der Vermieter selbst auf Nachfrage keine Angaben zur Energie- effizienz der Wohnobjekte. Für die meisten Haus- und Immobilienver- walter sind die sozialen Medien längst kein Neuland mehr. Schließ- lich sind Kanäle wie Facebook und Twitter kostenfrei und können die gewünschte Ziel- gruppe mit ein wenig personellem Aufwand unmittelbar erreichen. Den Kanal Twitter nutzt nun auch der DDIV. Unter dem Usernamen @verwalterstimme „zwitschert“ der DDIV über Neues aus den politischen Gremi- en ebenso wie über brandaktuelle News rund um die Themen Immobilienverwaltung, Wohneigentum, ener- getische Sanierung und vieles mehr. Mitglieds- unternehmen und interessierte Haus- und Immobilienverwalter sind herzlich eingeladen, dem DDIV zu folgen und Beiträge weiterzu- empfehlen: https://twitter.com/ Verwalterstimme DDIV bei Twitter Angaben zu Energiekennwerten, die in gewerblichen Immobilienanzeigen zukünftig nicht fehlen dürfen. Quelle: Minol

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