Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

DDIV 04_2015

Wo Arbeiter auf Baustellen gefährdet sind, entstehen u. U. auch für Verwalter Haftungsrisiken. ■■ Arbeiten, bei denen die Beschäftigten der Gefahr des Versinkens, des Ver- schüttetwerdens in Baugruben oder in Gräben mit einer Tiefe von mehr als 5 m oder des Absturzes aus einer Höhe von mehr als 7 m ausgesetzt sind. Dies ist regelmäßig bei Gerüsten ab dem 2. bis 3. Stock der Fall. ■■ Arbeiten, bei denen die Beschäftig- ten explosionsgefährlichen, hoch- entzündlichen, krebserzeugenden (Kategorie 1 oder 2), erbgutver- ändernden, fortpflanzungsgefähr- denden oder sehr giftigen Stoffen und Zubereitungen im Sinne der Gefahrstoffverordnung oder biologischen Arbeitsstoffen der Risikogruppen 3 und 4 im Sinne der Richtlinie 90/679/EWG des Rates vom 26.11.1990 über den Schutz der Arbeitnehmer gegen Gefährdung durch biologische Ar- beitsstoffe bei der Arbeit (ABI. EG Nr. L 374 S. 1) ausgesetzt sind. Dies ist regelmäßig bei Asbest der Fall. ■■ Arbeiten in einem geringeren Abstand als 5 m von Hochspan- nungsleitungen. Auch dies kann im Wohnungsbestand vorkommen. Wann der Verwalter haftet Besonders gefährliche Arbeiten kommen also auch auf den Baustellen eines Verwal- ters regelmäßig vor. Aber was hat er damit zu tun? In § 4 Baustellenverordnung ist ge- regelt, dass der Bauherr die Maßnahmen nach § 2 und § 3 Abs. 1 Satz 1 zu treffen hat, es sei denn, er überträgt die Verant- wortung dafür an einen Dritten, z. B. den Verwalter. Wie oft waren Sie als Vertreter des Bauherrn hier schon aktiv oder haben mit Ihren Eigentümern die Beauftragung eines Sicherheits- und Gesundheits- schutzkoordinators in der Eigentümerver- sammlungen besprochen? Noch nicht? Dann hatten Sie es vermutlich noch mit keinem Baustellenunfall zu tun. Denn in § 7 der Baustellenverordnung ist geregelt: ■■ Ordnungswidrig im Sinne des § 25 Abs. 1 Nr. 1 des Arbeitsschutz- gesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig 1. entgegen § 2 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 4, der zustän- digen Behörde eine Vorankün- digung nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzei- tig übermittelt oder, 2. entgegen § 2 Abs. 3 Satz 1 in Ver- bindung mit § 4, nicht dafür sorgt, dass vor Einrichtung der Baustelle ein Sicherheits- und Gesundheits- schutzplan erstellt wird. ■■ Wer durch eine im Abs. 1 bezeich- nete vorsätzliche Handlung Leben oder Gesundheit eines Beschäf- tigten gefährdet, macht sich nach § 26 Nr. 2 des Arbeitsschutzgeset- zes strafbar. Hier sehen wir nun die nächste Problema- tik: Sie können sich sogar strafbar machen! Sie haben selbst einen SiGeKo beauftragt oder diese Pflicht per Bauvertrag auf Ihren Generalunternehmer übertragen, aller- dings wurde das der Behörde nicht, nicht rechtzeitig oder nicht vollständig übermit- telt. Schon haben Sie selbst ein Problem. Daher kann man nur raten und empfeh- len, hier genau zu kontrollieren und sich den Sicherheits- und Gesundheitsschutz- plan vorlegen zu lassen. Viele gute Leistungsverzeichnisse enthal- ten diese Position unter Baustelleneinrich- tung. Doch ich möchte nicht wissen, wie oft hier gespart wird. Und Sie dürfen als Verwalter viel für Ihre Eigentümer tun – aber Straftaten gehören nicht dazu. IHR PREMIUM- DIENSTLEISTER und Schadenmanager an über 20 Standorten in Deutschland: Wasserschadensanierung Brandschadensanierung Rainbow International Deutschland Ihr Ansprechpartner Key-Account Manager Hans-Joachim Glotz Tel. 07361 9777-401 h.glotz@rainbow-international.de Schimmelschadensanierung www.rainbow-international.de Tel. 073619777-401

Seitenübersicht