Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

DDIV 04_2015

04 | 15  DDIVaktuell  31 Es lohnt sich für Entscheider aus Wohnungs- unternehmen und interessierte WEG-Verwalter, sich mit den grundlegenden Trends und Neuentwick- lungen der Branche zu beschäftigen. Sind doch die Investitionssummen, um die es bei der Erneuerung der Heiztechnik in Wohngebäuden geht, erheblich. Gleiches gilt für Neubauten. Das Risiko von Fehlpla- nungen ist nicht zu unterschätzen, zumal sich die ge- setzlichen Anforderungen durch die EnEV 2014 und vor allem durch die Ökodesign-Richtline der EU, die am 26.9.2015 in Kraft treten wird, laufend verändern. Zukunftssicher muss die Technik sein, möglichst stan- dardisiert bei Installation und Steuerung, komforta- bel und einfach zu bedienen – möglichst auch via Internet oder Smartphone. Systeme statt ­Einzelkomponenten „Früher genügte es, wenn Planer und Installateure die richtige Heizleistung für das Wohngebäude be- rechneten. Hinzu kam noch ein Raumthermostat. Heute müssen eine Vielzahl von Einzelkomponen- ten und verschiedene Energieträger perfekt aufein- ander abgestimmt sein und gesteuert werden, um das optimale und effizienteste Ergebnis zu errei- chen. Das geht nur, wenn man Heizanlagen als Ge- samtsysteme entwickelt und einsetzt“, erklärt Jens Mischke, Leiter Regenerative Energie von Junkers und Key Account Manager Bauträger und Sonder- kunden. Eine Herausforderung in der Laststeue- rung – vergleichbar mit der Motorelektronik bei einem Hybrid-PKW – ist die Kombination von So- larthermie mit Gas-Spitzenlastkesseln. Hier konnten in der Vergangenheit häufig die Energiewerte, die unter Laborbedingungen gemessen wurden, nicht erreicht werden. Hier gibt es nun eine patentierte Digitale Revolution im Heizkeller Neuheiten und Trends auf der ISH Energy in Frankfurt: Auf der Weltleitmesse zeigten Mitte März die führenden Anbieter von Technologien für Gebäude, Energie und Klima, was auch in der Heiztechnik digitale und vor allem mobile Steuerungen zukünftig ermöglichen. Von Manfred Neuhöfer Lösung: die innovative SolarInside-ControlUnit als entscheidendes Bindeglied zwischen allen Kompo- nenten, und zwar unabhängig davon, ob weitere Energieerzeuger wie Gasbrennwertkessel, Wärme- pumpen oder Fernwärme eingebunden werden sollen. Allen Anlagen gemeinsam ist das Prinzip „Verbrauch vor Speiche- rung“, so dass die erzeugte Solarwärme bevorzugt zur Warmwassererzeugung bzw. zu Heizzwecken ge- nutzt wird. Das minimiert den Speicherbedarf sowie die Kollektorfläche auf dem Dach und beschränkt den Gasverbrauch auf be- sonders kalte Wintertage. Ergebnis: Bis zu 15 Prozent Energieeinsparung bei der Warmwasserbereitung und weitere fünf Prozent bei der Heizung gegenüber herkömmlichen Brennwert- Solar-Kombinationen. Problemlos zu ­erweitern „In Systemen zu denken heißt auch, dass z. B. zentra- le Brennwertkessel, die ein Wohnungsunternehmen vor einigen Jahren eingebaut hat, nun nachträglich durch eine solarthermische Anlage ergänzt werden können“, erklärt Joachim Just, Leiter Key Account Management Wohnungswirtschaft bei Junkers. Auf der ISH wurden Anlagen in ganz neuen Grö- ßenordnungen präsentiert: Solaranlagen mit einer Kollektorfläche von 210 Quadratmetern, die für Gebäude bis zu 300 Wohneinheiten geeignet sind. In Kaskade geschaltet erreichen beispielsweise die Einfach ­effizienter: Neue Steu­- e­r­ungsmodule optimieren das Zusammenspiel von Einzelkom- ponenten.

Seitenübersicht