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DDIV 04_2015

GEBÄUDE & TECHNIK 30 DDIVaktuell 04|15 sowohl für die Einzelfenster auf der zur Straßenseite orientier- ten Dachhälfte wie auch für die Fensterbänder der Dachgau- ben auf der Gebäuderückseite bequem bedienbare großfor- matige Fenster gewünscht. Sie sollten neben hoher bauphy- sikalischer Qualität von Rah- men und Verglasung auch einen freien Zugang in die Fensteröffnung sowie einen unbehinderten Ausblick er- möglichen. Die Wahl fiel auf Klapp-Schwing-Wohndachfenster mit witterungsstabilen Kunststoffrahmen. Aus- schlaggebend für die Wahl der Modelle, die zum Einsatz kamen, waren unter ande- rem die komfortable, im unteren Rahmen angebrachte Einhandgriff-Bedienung und die durch patentierte Klapp-Schwingtech- nik große Öffnungsweite bis zu einem Winkel von 45 Grad. Lüftungskonzept mit in die Fenster integrierten Zuluft-Elementen Angesichts der aus Wärmeschutzgrün- den geforderten hohen Luftdichtheit für Wohngebäude war die ausreichende Be- lüftung der Wohnungen als wichtiger As- pekt zu berücksichtigen. Um eine erhöhte Raumfeuchte und damit die Gefahr der Schimmelpilzbildung sowie das vermehrte Auftreten von Staubmilben auszuschlie- ßen, wurde für alle Wohnungen ein Lüf- tungskonzept nach DIN 1946-6 erstellt. Innenliegende Bäder erhielten z. B. eine automatische Zwangsentlüftung mit über Lichtschalter gesteuerten mechanischen Lüftern. Die Zuluftströmung erfolgte in den Wohnräumen wahlweise über in die Fassade bzw. die Fenstern eingebaute Nachströmelemente. Bei den Dachgeschosswohnungen ent- schieden sich die Planer für eine mecha- nische feuchtegeführte Wohnungslüftung mit werkseitig im oberen Fensterrahmen integriertem Hygrolüfter. Das Funktions- prinzip des verwendeten Lüfters beruht auf der automatischen Regelung des Öff- nungsquerschnitts durch einen installierten Feuchtesensor. Er bewegt entsprechend der im Raum vorhandenen Luftfeuchtig- keit über eine Federung eine oder mehrere Lüfterklappen. Bei hoher Luftfeuchte sind die Klappen weit geöffnet, sodass wie beim normalen Fensterlüften ein Feuchteaus- gleich der Raumluft stattfindet. Maßanfertigung und termingerechte Lieferung Der Einbau der Wohndachfenster erfolgte ab September 2013. Die absolut termin- genaue Produktion und Fensterlieferung trotz individuell voneinander abweichen- der Fenstermaße war für den schnellen Einbaufortschritt von entscheidender Be- deutung. Nach der Positionierung eines Fensterflügels in der vorbereiteten Ein- bauöffnung erfolgte sofort eine gründliche Kontrolle des Spaltmaßes und des absolut dichten Fensterverschlusses. Nach der endgültigen Fixierung lag anschließend das Hauptaugenmerk des Montageteams auf dem feuchte- und windsicheren Anschluss des Fensters an die Dachkonstruktion. Die Verarbeiter achteten insbesondere darauf, dass die Randbereiche sorgfältig mit Klebe- Isolierband abgedichtet wurden. Durch das Hersteller-typische Stecksystem ließen sich auch die Eindeckrahmenbleche sehr schnell montieren. Die serienmäßig in die Rahmenbleche integrierten Wasserleitrin- nen und ein hoher seitlicher Stehfalz sowie der Verzicht auf außenliegende Verschrau- bungen tragen ebenfalls zum geforderten dauerhaften Feuchteschutz im Fensterbe- reich bei. Sonnenschutz-Verglasung mit erhöhten Dämmwerten Die Hochwertigkeit des eingesetzten Fenstertyps zeigt sich auch in den Wärme- dämmwerten des mit einem integrierten Wärmedämmblock ausgestatteten Rah- mens und der Zweifach-Isolierverglasung. Mit einem Wärmedurchgangskoeffizienten Ug von 1,0W/m²K sorgt schon die Stan- dard-Zweifach-Isolierverglasung maßgeb- lich für einen ausreichenden Wärmeschutz. Um eine Überhitzung auf den nach Süden ausgerichteten Dachgeschossräumen zu vermeiden, erhielten die dort angeordne- ten Wohndachfenster zudem eine Sonnen- schutzverglasung mit einem entsprechend geringen Gesamtenergiedurchlassgrad g. Abschluss des Gesamtprojekts im Frühjahr 2016 Bis Ende November 2014 wurden wäh- rend des ersten von zwei Bauabschnit- ten 206 Wohndachfenster eingebaut. So reibungslos Ausführung und Montage verliefen, so zufrieden gab sich auch die zuständige Untere Denkmalschutzbehör- de Treptow-Köpenick mit dem historisch angepassten Erscheinungsbild der metal- lic-anthrazitfarbenen Wohndachfenster, die optisch mit der naturroten Ziegelein- deckung harmonieren. Insgesamt werden nach Abschluss des Sa- nierungs-Projektes im Märchenviertel 303 modern ausgestattete Ein- bis Fünf-Zim- merwohnungen in variablen Größen von 45 bis 130qm dem Wohnungsmarkt zur Verfügung stehen. Nach Instandsetzungsar- beiten an den ebenfalls denkmalgeschütz- ten Gartenanlagen soll das Gesamtprojekt im Frühjahr 2016 abgeschlossen sein. Mechanische feuchtegeführte Woh- nungslüftung durch werkseitig im oberen Fensterrahmen integrierte Hygro- lüfter für Dachgeschosswohnungen Fenster zum Himmel: Im Dachge- schoss entstanden lichtdurchflutete Wohnungen. 1 2 1 2 Fotos:©RotoDach-undSolartechnologieGmbH,BadMergentheim

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