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DDIV 04_2015

Kapitalbedarf auch durch eine Sonderumlage decken können. Zudem würde in einem solchen Fall eine Doppelfinanzierung durch die Gemeinschaftsmitglie- der erfolgen. Es kann daher nur der Darlehensrück- zahlungsbetrag in den Einzelkostenzuweisungen auf die Sondereigentümer umgelegt werden. Nur dies wird dem Sinn der Darlehensaufnahme gerecht, weil die Wohnungseigentümer regelmäßig eine Rückzah- lung über eine länger als ein Jahr andauernde Laufzeit mit der Kreditaufnahme beabsichtigt haben. Die Kosten der mit der Darlehensverwendung durch- geführten Maßnahme werden hingegen nicht um- gelegt. Diese sind aus dem im Sinne des § 10 Abs. 7 WEG bestehenden Vermögen des Verbandes abge- flossen. Ein solcher Vermögensabfluss wird aber nicht mehr in der Einzelkostenzuweisung abgerechnet, da es sich ausschließlich um Beträge handelt, die dem Verband als Vermögen bereits zugeflossen waren. Es läge andernfalls bei einer Kostenbelastung der Woh- nungseigentümer eine systemwidrige buchhalterische Behandlung, die zu einer Doppelbelastung der Woh- nungseigentümer führte, vor (Drasdo, NZM 2010, 217). Die Wohnungseigentümer haben durch die Zah- lung nach dem Wirtschaftsplan ihren Beitrag zu der Darlehenstilgung geleistet. Damit ist eine ­Belastung gegeben. Die Darstellung der aktuellen Darlehens­ forderung im Vermögensstatus Auch Verbindlichkeiten müssen, weil dies zu einer ordnungsmäßigen Darstellung des Vermögens der Wohnungseigentümergemeinschaft rechnet, im Ver- mögensstatus dargestellt werden. Hat die Wohnungseigentümergemeinschaft ein Dar- lehen aufgenommen, sind daher die noch vorzuneh- menden Rückzahlungen des Darlehensbetrages und die Zinsen als gegen sie gerichtete Forderung in der Vermögensübersicht auszuweisen (Drasdo, NZM 2010, 217; Schultheis/Casser, ZMR 2013, 788). Dies hat bezogen auf den Stichtag des Endes eines jewei- ligen Wirtschaftsjahres zu geschehen. Im Laufe der Jahre wird daher unter Berücksichtigung der erfolgten Tilgungen die noch zu entrichtende Darlehensvaluta abnehmen. Die Zinslast wird ebenfalls sinken. Die Refinanzierung über den Wirtschaftsplan Der Darlehensbetrag muss zurückgezahlt werden. Die Wohnungseigentümergemeinschaft hat daher die da- für notwendigen Mittel bereit zu stellen. Dies kann nur durch eine Refinanzierung über den Wirtschafts- plan erfolgen. Gleiches gilt für die mit der Darlehens- gewährung verbundenen Kosten in Form der Zinsen. Die Wohnungseigentümer müssen daher in den Wirt- schaftsplan zwei weitere Positionen aufnehmen. Zum einen sind dies die jährlich anfallenden Zinsen und zum anderen die jährlich zurückzuzahlenden anteili- gen Beträge auf die Darlehensvaluta. Verfehlt wäre es, in den Wirtschaftsplan die Kosten für die Maßnahmen, die mit dem Darlehensbetrag finan- ziert wurden, aufzunehmen. Zum einen bedarf es einer dahingehenden Refinanzierung nicht, weil die Kosten bereits über den Darlehensbetrag, der dem Gemein- schaftsvermögen zuzurechnen ist, bestritten wurden. Zum anderen würde eine solche Vorgehensweise dazu führen, dass die Wohnungseigentümer in doppelter Weise Belastungen erfahren. Sie müssten dann nämlich neben der Rückzahlung des Darlehens auch die durch dieses finanzierten Ausgaben nochmals kompensieren. Soweit keine anderweitigen Vereinbarungen vorlie- gen oder keine diese ändernden Beschlüsse zulässig gefasst wurden, sind die anfallenden Kosten nach dem Verhältnis der Miteigentumsanteile gemäß § 16 Abs. 2 WEG zu tragen. Dies gilt sowohl für die Zinsen als auch für den Darlehensbetrag. Im Wirtschafts- plan sind die jährlich ­anfallenden Zinsen und die anteiligen Rückzahlungs­ beträge ­auszuweisen. STRABAG Residential Property Services GmbH Heerstraße 24,14052 Berlin Tel. +49 30 200508-300 nachfolger@strabag-rps.de Sie möchten die Betreuung Ihrer Kundinnen und Kunden auch künftig in erfahrene und vertrauenswürdige Hände geben? STRABAG Residential Property Services betreut seit 20 Jahren rund 24.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten im Auftrag von Wohnungseigentümer- gemeinschaften und Investoren. Mit mehr als 150 betreuten Wohnungseigen- tümergemeinschaften gehören wir zu den Marktführern für WEG-Verwaltung in Berlin. Wir sind deutschlandweit an der Übernahme von Verwaltungsunter- nehmen interessiert. Nachfolger gesucht? Hans-Georg Kranz Geschäftsführer Ingo Hackforth Geschäftsführer Tel. +4930200508-300

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