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DDIV 04_2014

POLITIK & AKTUELLES 6 DDIVaktuell 04|14 Städte und Gemeinden Mehr Förderung für Mit dem Beschluss des 2. Regierungsentwurfs zum Haushalt 2014 durch das Bundeskabinett liegt der Etat des Ministeriums bei 3,647 Mrd. Euro. Er trägt zum einen dem gewachsenen Aufgabenbereich des neuen Ressortzuschnitts Rechnung und sieht zum anderen zusätzliche Investitionen in den Städtebau vor. Bundesministerin Barbara Hendricks zufolge, unterstreicht dies den Willen der Bundesregierung, Städte und Kommunen in ihrer Entwicklung zu unterstützen: „Die Aufstockung der Städtebauförderung ist ein starkes Si- gnal für dringend benötigte Investitionen.“ Zusammen mit der Kofinanzierung durch die Länder und Gemeinden stün- den öffentliche Mittel in Höhe von rund 2 Mrd. Euro für die städtebauliche Erneuerung zur Verfügung. Die vom Bund bereitgestellten 700 Mio. Euro verteilen sich wie folgt auf die Programme: ■ Soziale Stadt 150 Mio. Euro ■ Stadtumbau Ost 110 Mio. Euro ■ Stadtumbau West 110 Mio. Euro ■ Aktive Stadt- und Ortsteilzentren 125 Mio. Euro ■ Städtebaulicher Denkmalschutz Ost 80 Mio. Euro ■ Städtebaulicher Denkmalschutz West 45 Mio. Euro ■ Kleinere Städte und Gemeinden 80 Mio. Euro Kritik an fehlenden Investitionsanreizen Was im neuen Haushalt jedoch nicht vorgesehen ist, ist eine angemessene Förderung der dringend benötigter Maßnah- men zum altersgerechten Umbau sowie zur Senkung der CO2-Emissionen im Gebäudebereich. Zudem steht das Bünd- nis für Wohnen bisher noch nicht und Ideen zur Wiederbe- lebung des Sozialen Wohnungsbaus wurden auch noch nicht präsentiert. Der Etat des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit hat sich im Vergleich zu 2013 mehr als verdoppelt. Fotos:©dibrova,elena-t/Shutterstock.com Immer mehr Mieter in Deutschland empfinden die Nebenkos- ten ihrer Wohnung als finanzielle Belastung. Die große Mehrheit von 70 Prozent befürchtet sogar einen unkontrollierbaren An- stieg. Bei der Wohnungssuche wird die Höhe der Betriebskosten so immer häufiger zum Entscheidungskriterium – wichtiger als die Wohnlage. 95 Prozent ziehen sie bereits ins Kalkül, eine ru- hige Gegend ist für 89 Prozent ausschlaggebend, der Ruf des Viertels für 84 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine bevöl- kerungsrepräsentative Studie der TAG Immobilien AG in Zusam- menarbeit mit der TU Darmstadt. Berechnungen des Deutschen Mieterbundes zufolge werden von den 21 Mio. Mieterhaushal- ten durchschnittlich 2,20 Euro pro Quadratmeter für Strom, Gas und Wasser bezahlt. 89 Prozent aller Befragten äußerten den Wunsch, dass Vermieter sich darum bemühen, die Nebenkosten so gering wie möglich zu halten. Mehr Transparenz gefordert Gerade bei der Heizkostenabrechnung wünschen sich die deut- schen Verbraucher zudem mehr Transparenz. Wie eine Forsa- Studie zum Energiebewusstsein deutscher Haushalte im Auftrag des Energiedienstleisters Ista belegt, können 76 Prozent der Be- fragten ihr eigenes Heizverhalten und die damit verbundenen Kosten nicht einschätzen. Die jährliche Abrechnung bedeutet insofern für viele eine unangenehme Überraschung. Rund zwei Drittel würden zusätzliche unterjährige Informationen über ihren Energieverbrauch durchaus begrüßen, um ihr Verhalten darauf einstellen zu können. Auch die Europäische Union hat hier bereits Potenziale erkannt. Die Einführung der Energieeffizienzrichtlinie (EED) mit Zielvor- gaben für den Energieverbrauch im Gebäudebereich soll bereits bis Juni 2014 in nationales Recht der jeweiligen Länder umge- setzt werden. Die unterjährige Verbrauchsinformation spielt hierbei eine wesentliche Rolle. Studie zu Betriebs- und Nebenkosten 60 Prozent der Mieter in Deutschland fürchten unkontrollierbaren Anstieg. 6 DDIVaktuell 04|14

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