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DDIV 04_2014

VERWALTUNG & FINANZEN 52 DDIVaktuell 04|14 VERGÜTUNGSSÄTZE WEG-VERWALTUNG NACH EINHEITEN IM BESTAND WEG-Verwaltung Durchschnittliche Vergütung in Deutschland Veränderung gegenüber 2010 Durchschnittliche Vergütung OST Durchschnittliche Vergütung WEST < 10 WE 21,67 Euro +7,1% 21,25 Euro 21,78 Euro < 29 WE 19,29 Euro +7,4% 19,95 Euro 19,12 Euro < 49 WE 17,97 Euro +5,5% 18,56 Euro 17,80 Euro < 99 WE 16,85 Euro +6,0% 17,82 Euro 16,55 Euro > 100 WE 15,91 Euro −1,8% 17,25 Euro 15,42 Euro Garagen inner- halb der WEG 3,25 Euro +16,8% 4,03 Euro 3,03 Euro Garagen außer- halb der WEG 5,05 Euro +39,8% 5,53 Euro 4,95 Euro Vergütungen partiell gegenüber 2010 gestiegen +++ Fachpersonal nur schwer Merklich höhere Betreuungsentgelte als 2010 sind bei der WEG-Verwaltung klei- nerer Objekte zu verzeichnen. Demnach werden für die Verwaltung von Gemein- schaften durchschnittlich 21,67 Euro pro Wohneinheit in kleinen Anlagen mit unter 10 Wohneinheiten (WE) und 19,29 Euro für WEG mit einer Größe zwischen 10 und 29 WE gezahlt. Gegenüber den Vergütungssätzen von 2010 ist dies ein Zuwachs von rund 7 Prozent. Das aktu- elle Branchenbarometer bestätigt zudem, dass große Anlagen mit über 100 WE mit Verwaltervergütung in kleinen WEG-Anlagen steigt Reine Pauschalvergütung kaum noch vorhanden dem geringsten Verwalterentgelt belegt sind. Hier liegt der bundesweite Vergü- tungssatz pro Einheit bei 15,91 Euro für die WEG-Verwaltung und 18,50 Euro für die SE-Verwaltung. 17,22 Euro werden im Durchschnitt für die Mietverwaltung gezahlt. Auch die Vergütungspauschalen für Garagen innerhalb und außerhalb von betreuten WEG-Anlagen erfuhren in den vergangenen Jahren deutliche Zuwächse. Die Auswertung bestätigt die Praxis, wo- nach mit der Größe der WEG auch die monatliche Pauschalvergütung geringer ausfällt als bei kleineren WEG. Zudem fällt auf, dass gerade bei kleineren Eigentümer- gemeinschaften ein deutlicher Honoraran- stieg zu verzeichnen ist. Daraus lässt sich ableiten, dass professionelle Verwaltun- gen kleinere Gemeinschaften nur noch betreuen, wenn eine monatliche Grund- vergütung von mindestens 200 Euro, eher noch 250 Euro gewährt wird. Diese Tendenz ist immer häufiger in der Praxis zu beobachten. Die Zukunft wird zei- gen, ob die Branche hier am Scheideweg steht: je kleiner die WEG, umso unrenta- bler die Verwaltung. Ob damit auch der Wert der entsprechenden Immobilie fällt, weil beispielsweise aufgrund fehlender Fachkenntnisse notwendige Instandset- zungs- oder Modernisierungsmaßnahmen unterbleiben, bleibt abzuwarten. Festzu- halten ist weiterhin, dass größtenteils in den neuen Ländern mittlerweile höhere Grundvergütungen gezahlt werden. Im bundesdeutschen Vergleich ist dies jedoch zu vernachlässigen, da bei den Stundensät- zen weiterhin ein deutliches Gefälle zwi- schen Ost und West sichtbar ist. Neben der Grundvergütung sind Son- derentgelte fast durchgängig in allen Unternehmen üblich. Die befragten Un- ternehmen generieren zu 10 Prozent ihren Gesamtumsatz daraus. Seit der WEG-No- velle 2007 und der Einführung des §21 (7) im Wohnungseigentumsgesetz können Ei- gentümer über Kosten für einen erhöhten Verwaltungsaufwand mit einer Stimmen- mehrheit entscheiden. Eine Vielzahl von Zusatzleistungen werden seitdem geltend gemacht. Überraschend ist daher das Ergebnis des Branchenbarometers, dass eine Vielzahl von Zusatzleistungen bereits durch die Grundvergütung abgedeckt ist. Für eine möglichst große Transparenz der Ver- waltertätigkeit bietet der DDIV in seinen Musterverträgen eine umfassende Leis- tungsbeschreibung. Entsprechend der Vertragsgestaltung zwischen Verwalter und Eigentümer können diese jeweils nach Aufwand oder mit Pauschalbeträgen ver- einbart werden. Für rund 85 Prozent der antwortenden Unternehmen ist aber die Erhebung von Sonderumlagen in der Be- treuungspauschale enthalten, ebenso die Regulierung von größeren Versicherungs- schäden oder ein Eigentümerwechsel. Zusätzliche Eigentümerversammlungen, der Regieaufwand bei größeren Instand- setzungs- oder Sanierungsmaßnahmen sowie die Ausfertigung einer Verwalterzu- stimmung werden hingegen überwiegend als Sonderleistungen berechnet. Dabei kristallisieren sich auch weiterhin mehrere Vergütungsstrukturen heraus: 86 Prozent aller Verwaltungen berechnen zusätzliche Eigentümerversammlungen über einen Pauschalbetrag pro WEG, der im Durch- schnitt bei 203,48 Euro liegt. Deutlich weniger Verwaltungen berechnen die Zusatzkosten mit einem Pauschalbetrag je Wohneinheit (rund 13 Euro) oder über einen prozentualen Anteil von im Schnitt 85 Prozent der monatlichen Verwalterver- gütung.

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