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DDIV 04_2014

04|14 DDIVaktuell 51 Der Dachverband Deutscher Immobilienverwalter e. V. hat zum zweiten Mal eine umfassende Strukturerhebung unter Haus- und Immobilienverwaltungen durchgeführt. 351 Unternehmen nahmen daran teil und gaben detaillierte Einblicke zu Strukturen, Mitarbeiter- und Umsatzentwicklung sowie zu Vergütungssätzen für Verwaltungsleistungen. von Stephanie Benusch und Martin Kaßler STUNDENSÄTZE FÜR VERWALTERTÄTIGKEITEN Durch- schnittliche Vergütung in Deutsch- land Verän- derung gegenüber 2010 Durch- schnittliche Vergütung OST Durch- schnittliche Vergütung WEST Geschäftsführer/ Prokurist/Inhaber 63,79 Euro +3,2% 58,70 Euro 65,91 Euro Ingenieure 64,49 Euro +7,7% 56,67 Euro 68,35 Euro Sachbearbeiter 45,82 Euro +6,8% 41,35 Euro 46,78 Euro Techniker 47,35 Euro −2,0% 37,70 Euro 52,93 Euro Sekretariat 38,39 Euro +3,5% 32,33 Euro 36,29 Euro Die gute Nachricht für Immobilienverwalter: Die gegenüber Ei- gentümern für einen erhöhten Aufwand berechneten Stunden- sätze für Angestellte in Haus- und Immobilienverwaltungen sind seit 2010 gestiegen. Allerdings verharren die Zuwächse auf dem Niveau des Anstieges der Verbraucherpreise, welche nach An- gaben des Statistischen Bundesamtes 2013 im Vergleich zu 2010 um 5,6 Prozent zunahmen. Bei Ingenieuren und Sachbearbeitern hingegen, kam es in den vergangenen vier Jahren zu Entgelterhö- hungen, die über der Inflationsrate lagen. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass Haus- und Immobili- enverwaltungen weiterhin unter Wettbewerbsdruck stehen. Eine steigende Zahl von Anbietern und einmalige zusätzliche Aufwän- de ohne eine garantierte Vergütung, wie die Abfrage zum Zensus oder die Umstellung des Zahlungsverkehrs auf das europäische SEPA-Verfahren sowie erhöhte Betreuungsaufwände bspw. für Ver- sicherungsschäden kommen hinzu. Zudem ändern sich fortlaufend zahlreiche Gesetze und Verordnungen, die durch den Verwalter im laufenden Betrieb umgesetzt werden müssen. Nicht zuletzt ver- schärfen mitunter Eigentümergemeinschaften den Kostendruck auf Verwaltungen, indem sie günstigste Anbieter beauftragen. Schon die Vergütungsstudie der Bundesvereinigung Spitzenverbän- de der Immobilienwirtschaft (BSI) aus dem Jahr 2010 ergab große Entgeltunterschiede zwischen Ost und West. Auch Unternehmen, die jetzt an der Umfrage teilgenommen haben, bestätigen dieses deutliche Gehaltsgefälle von zum Teil bis zu 40 Prozent zwischen neuen und alten Bundesländern. Während Sonderleistungen von Technikern in den neuen Bundesländern mit 37,70 Euro pro Stun- de in Rechnung gestellt werden, werden diese im Westteil der Republik mit 52,93 Euro vergütet. Auch für Sachbearbeiter und Ingenieure werden in den alten Bundesländern durchschnittlich zwischen 13 Prozent und 20 Prozent mehr bezahlt. Das DDIV-Branchenbarometer Stundensätze passen sich der Inflationsrate an Foto:©Marish/Shutterstock.com +++ Verwaltungen attestieren sich gute Zukunftsaussichten +++

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