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DDIV 04_2014

RECHT & STEUERN 40 DDIVaktuell 04|14 Der Autor WOLFGANG MATTERN Der Fachanwalt für Bau-, Ar- chitekten- und Steuerrecht ist schwerpunktmäßig im Immo- bilienrecht tätig und geschäfts- führender Vorstand des VDIV Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, mit Kanzleien in Kiel und Hamburg. Die beklagte Eigentümerin ist Inhaberin eines Sondereigentums, das als Teileigentum mit einer Gesamtfläche NEUES AUS DEM NORDEN Der Unterschied zwischen einer Diskothek Tanzbarund einer Der Fall, der nachstehend geschildert wird, spielte sich auf der bekanntesten Insel Deutschlands und in dem bekanntesten Ort dieser Insel, nämlich in Westerland auf Sylt, ab. Lautere Musik, jüngeres Publikum – das riecht nach Ärger. Foto:©Shutterstock.com von ca.250qm in der Teilungserklärung ausgewiesen ist. In der Teilungserklärung wird diese Teileigentumseinheit als Bar- raum nebst Küche, Garderobe und WC sowie Fluren und Wirtschaftsräumen bezeichnet. Im Jahre 1981 wurde diese Teileigentumseinheit als Abendlokal her- gerichtet und bis zum Jahre 2010 ohne Beanstandungen an einen Betreiber ver- pachtet. Das Abendlokal wurde maßgeb- lich von einem älteren Publikum besucht, welches in den Gaststättenräumen mit dezenter Tisch- und Tanzmusik unter- halten wurde. Als der Betreiber im Jahre 2010 seine Tanzbar einstellte, suchte die Eigentümerin einen neuen Pächter und bot dieses Objekt für gastronomische Zwecke als Abend- und Szenelokal für eine breite Zielgruppe von Gästen an. Die Eigentümerin schloss einen Pacht- vertrag mit zwei Betreibern, die die Räumlichkeiten vollständig umbauten, insbesondere einen großen Tresen so- wie eine große Tanzfläche errichteten. Des Weiteren wurde eine Lichtanlage sowie eine Musikanlage eingebaut, die über mehrere 100 Watt verfügte. Die Räumlichkeiten glichen nunmehr einer herkömmlichen Diskothek. Dement- sprechend wurde auch ein jüngeres Pu- blikum angesprochen und beworben, das auch zahlreich dieses Etablissement besuchte. Die übrigen Wohnungseigen- tümer, die ihre bis dahin ruhigen Feri- enwohnungen nutzen wollten, wurden durch laute Musik, insbesondere bei ge- öffneten Türen, wenn die Gäste die Ein- heit betraten bzw. verließen, erheblich gestört. Auch gingen unmittelbare Stö- rungen von den oftmals angetrunkenen jüngeren Besuchern der Diskothek aus, wobei auch Verkehrslärm durch an- und abfahrende Autos und das Schlagen der Autotüren zu vernehmen war.

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