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DDIV 04_2014

IM BLICKPUNKT 10 DDIVaktuell 04|14 TIPPSfür die reibungslose Gewährung von WEG-Darlehen Die Gewährung eines Darlehens an Wohnungseigentümergemeinschaften folgt einem gleich bleiben- den, strukturierten Ablauf. Dessen Einhaltung ermöglicht eine reibungslose Darlehensbeantragung und Auszahlung der Darlehensmittel. Hegt die WEG den Wunsch, ein Darlehen aufzunehmen, sollte der zuständige Immobilienverwalter sich als erstes mit den notwendigen Anforderungen, dem allgemeinen Ablauf und den bei der finanzierenden Bank vorzulegenden Unterlagen vertraut zu machen. Von Martin Grzibek, Vertriebsleiter Hausbank München eG BESCHLUSSKOMPETENZ DER WEG In seinem Urteil vom 28.9.2012 hat der BGH entschieden, dass die WEG zur Deckung ihres Finanzierungsbedarfes auch die Aufnahme von Darlehen beschließen kann. Der BGH führt weiterhin aus, dass es im Ermessen der WEG liege, ob sie ihren aktuellen Finanzbedarf durch Erhebung von Sonderumlagen, der Nutzung von Instandhaltungs- rückstellungen oder durch die Aufnahme von Darlehen decke. 1 4 Beschluss über die Darlehensaufnahme Kernpunkt einer jeden Dar- lehensbeantragung im Namen einer WEG ist ein bestandskräftiger Beschluss zur Darlehensaufnahme. Der Beschluss muss die Bevollmächtigung des Verwalters zur Darlehensaufnahme und die Festlegung der Darlehensrückzahlung über den Wirt- schaftsplan beinhalten. Des Weiteren soll ent- halten sein, welche Maßnahme zu finanzieren ist und welcher Betrag der Rücklagen dafür eingesetzt werden soll. Weitere Details zum Darlehen sind ebenfalls anzugeben. Tipp: Fragen Sie Ihre Bank, ob sie Ihnen einen Musterbeschluss zur Verfügung stellen kann. 2 lehensbeantragung im Namen einer 2 lehensbeantragung im Namen einer WEG ist ein bestandskräftiger Beschluss 2 WEG ist ein bestandskräftiger Beschluss zur Darlehensaufnahme. Der Beschluss 2zur Darlehensaufnahme. Der Beschluss muss die Bevollmächtigung des Verwalters 2muss die Bevollmächtigung des Verwalters 2zur Darlehensaufnahme und die Festlegung 2zur Darlehensaufnahme und die Festlegung der Darlehensrückzahlung über den Wirt- 2der Darlehensrückzahlung über den Wirt- schaftsplan beinhalten. Des Weiteren soll ent- 2schaftsplan beinhalten. Des Weiteren soll ent- halten sein, welche Maßnahme zu finanzieren 2halten sein, welche Maßnahme zu finanzieren 2ist und welcher Betrag der Rücklagen dafür 2ist und welcher Betrag der Rücklagen dafür eingesetzt werden soll. Weitere Details zum 2eingesetzt werden soll. Weitere Details zum Darlehen sind ebenfalls anzugeben. 2Darlehen sind ebenfalls anzugeben. Unterlagen Für die Darlehensbeantragung sind i.d.R. einige Unterlagennachwei- se bzw. Informationen notwendig, die die finanzierende Bank von Ihnen benötigt. Hierzu halten die meisten Banken Checklisten bereit, die Ihnen dabei helfen, alle Unterlagen vollständig beizubringen, damit bei der Bearbeitung des Darlehens keine unnötigen Rückfragen und Verzögerungen entstehen. 3 5 EIGENKAPITALEINSATZ Analog einer privaten Immobilienfinanzie- rung verlangen Banken meistens auch von Wohnungseigentümergemeinschaften einen entsprechenden Eigenkapitaleinsatz, der in der Regel einem bestimmten Prozentsatz der Investitions- kosten entspricht. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Bank den Eigenkapitaleinsatz üblicherweise vorrangig verlangt. Das heißt, dass erst nach Einsatz der eigenen Mittel der WEG eine Darlehensauszahlung erfolgt. Sofern der vorrangige Eigenkapitaleinsatz gefordert wird, ist abzuklären, ob und in welcher Form dieser nachgewiesen werden muss. Beispielsweise über entsprechende Konto- umsätze oder Bestätigungen über bezahlte Rechnungen. EIGENKAPITALNACHWEIS Rückstellungen, die bereits vorhanden sind, können mit entsprechenden Kontoauszügen nachgewiesen werden. Natürlich kann die finanzierende Bank direkt auf den Konto- stand der Wohnungseigentümergemeinschaft zugreifen, sofern bei dieser Bank auch das Rückstellungskonto geführt wird. Sofern das Finanzierungskonzept der WEG neben der Darle- hensaufnahme auch noch die Erhebung einer Sonderumlage vorsieht, sollte unbedingt vorher mit Ihrer Bank der Mittel- einsatz abgeklärt werden. Unter Umständen ist ein späterer Eigenkapitaleinsatz möglich – oder der Nachweis muss erst vor Darlehensauszahlung, nicht schon zur Bearbeitung des Darle- hens, erbracht werden. Foto:©filmfoto/Shutterstock.com 10

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