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DDIV 04_2014

POLITIK & AKTUELLES 8 DDIVaktuell 04|14 Energieausweis: Das ist Pflicht seit Mai 2014 Mit dem Inkrafttreten der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) sind Verkäufer, Vermieter und Makler dazu verpflichtet, bereits im Vorfeld einer Immobilienbesichtigung über ihren Energieverbrauch zu informieren. Immobilienanzeigen in kommerziellen Medien – sowohl in Zeitungen als auch im Internet – müssen künftig Pflichtan- gaben aus dem Energieausweis wie z. B. den Energiekennwert enthalten. Seit dem 1. Mai 2014 ist die Vorlage des Ener- gieausweises schon zum Besichtigungs- termin für das Kauf- bzw. Mietobjekt verpflichtend. Dem Mieter bzw. Käufer muss später eine Kopie bzw. das Original ausgehändigt werden. Der Bandtacho des Energieausweises illustriert den Energieverbrauch einer Immobilie. Eine von Grün nach Rot ver- laufende Skala liefert Hinweise auf die Energieeffizienz. Grüner Bereich be- deutet energieeffizientes Gebäude, rot deklariert Energieverschwender. Die No- velle der EnEV 2014 beinhaltet eine neue Ausgestaltung dieses Bandtachos: Gebäu- de werden künftig nicht mehr nur inner- halb der Farbskala, sondern zusätzlich in Effizienzklassen eingestuft. Die Einstu- fung erfolgt von A+ (sehr gut) bis H (sehr schlecht) und liefert deutlichere Hinweise auf die Energieeffizienz. Es ist das gleiche Prinzip, das bereits bei Haushaltsgeräten zur Anwendung kommt. Zusätzlich hat der Gesetzgeber den obersten Grenz- wert herabgesetzt. Eine Immobilie mit einem Endenergiebedarf von 205 kWh/ m²/a wurde vorher gelb eingestuft und liegt im neuen Bandtacho nun im roten Bereich. Bei Gebäuden mit starkem Publikumsver- kehr gilt eine schärfere Aushangpflicht. So muss z.B. der Energieausweis in Kauf- häusern oder in Behörden ab einer Fläche von 500 Quadratmetern für alle Besu- cher gut sichtbar ausgehängt sein. Zu- sätzlich besteht eine Registrierungspflicht beim Deutschen Institut für Bautechnik in Berlin, damit Behörden Stichproben von Energieausweisen und deren Grundlagen durchführen können. Bandtacho in der bisherigen Version (links) und Darstellung ab 1. Mai 2014 (rechts) Foto:©BrunataMetrona Wertsteigerung im Eigentum Der Kaufpreis für Wohneigentum hat sich bundesweit erhöht. Vor allem in den Ballungszentren wird sich dieser Trend fortsetzen – mit einigen Besonderheiten. Laut Europace Hauspreis-Index EPX sind die Preise für Eigentumswohnungen im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 Prozent gestiegen – mit viel versprechender Ten- denz, denn die aktuelle Wirtschaftsent- wicklung der Ballungsräume spricht für einen weiteren Anstieg. Insbesondere in den Großstädten spielen dabei jedoch auch gesellschaftliche Entwicklungen eine Rol- le. Wurden an den gefragten Standorten in der Vergangenheit hauptsächlich große Wohnungen mit oft luxuriöser Ausstattung realisiert, wird der innerstädtische Woh- nungsbau inzwischen immer häufiger der steigenden Zahl von Einpersonenhaushal- ten, Studenten und Berufspendlern gerecht. Kleinwohnungen und Apartments sind auf dem Vormarsch. Kompakte Grundrisse bie- ten aus Anbietersicht derzeit gute Vermark- tungschancen, weil sich die Nebenkosten in Grenzen halten und die Investitionsbe- reitschaft bei Kaufinteressenten steigt. Eine Einschätzung, die auch die Interhyp AG als Vermittler privater Baufinanzierungen teilt. Ihr zufolge zahlt sich Durchschnitt aus. Be- sonderheiten bei Immobilien unterlägen meist zeitlich begrenzten Trends und engten die Zielgruppe ein, sodass Extravaganzen in Ausstattung, Grundriss und Lage in puncto Rendite seltener halten, was sie versprechen. Die Mehrheit bevorzuge klassische Materia- lien und praktische Grundrisse.

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