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DDIV 04_2013

VERWALTUNG & FINANZEN 52  DDIVaktuell 04 | 13 Darüber hinaus sind weitere spezifische Fördervoraussetzungen be- züglich Mindestspeichervolumen, Nennwärmeleistung und Energie- effizienz zu beachten, die teilweise vom Anlagentyp abhängig sind. Wärmepumpen Förderfähig sind effiziente Wärmepumpen zur kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung von Gebäuden sowie zur reinen Raumheizung von Nichtwohngebäuden. Die Fördersätze betragen: Luft/Wasser-Wärmepumpen Anlagen bis 20 kW 1.300 Euro pauschal Anlagen von 20 kW bis 100 kW 1.600 Euro pauschal Wasser/Wasser- und Sole/Wasser-Wärmepumpen: Anlagen bis 10 kW 2.800 Euro pauschal Anlagen bis 20 kW jedes weitere kW 120 Euro Anlagen bis 100 kW jedes weitere kW 100 Euro Bei Anlagen mit neu errichtetem Pufferspeicher (mindestens 30 l/kW) erhöht sich die Basisförderung um jeweils 500 Euro Darüber hinaus sind weitere spezifische Fördervoraussetzungen bezüglich der Energieeffizienz zu beachten. Bonusförderungen Besonders innovative oder effiziente Anwendungen sowie die Durch- führung mehrerer Maßnahmen können mit einer Bonusförderung bezuschusst werden. So gibt es beispielsweise einen Bonus, wenn > mehrere förderfähige Anlagen kombiniert werden (zum Beispiel Solarthermie plus Brennwertkessel oder Wärmepumpe plus So- larthermie). > durch die Installation einer förderfähigen Anlage bestimmte Grenzwerte beim Wärmeverlust unterschritten werden. > eine förderfähige Solaranlage hydraulisch an ein Wärmenetz angeschlossen wird. > eine besonders effiziente Solarkollektorpumpe eingebaut wird. Die genannten Boni können gleichzeitig in Anspruch genommen werden. Sie sind jedoch nicht mit der Innovationsförderung (siehe nachfolgender Abschnitt) kombinierbar. Innovationsförderung Folgende innovative Technologien zur Wärme- und Kälteerzeu- gung aus erneuerbaren Energien werden besonders gefördert: > Solarthermieanlagen mit einer Kollektorfläche von 20 bis 100 Quadratmetern, • zur Warmwasserbereitung beziehungsweise Heizungsunter- stützung • für Mehrfamilienhäuser ab drei Wohneinheiten oder Nicht- wohngebäude mit mehr als 500 Quadratmetern Nutzfläche • mit einem Kollektorwärmeertrag von mehr als 300 Kilowatt- stunden pro Quadratmeter und Jahr (bei Warmwasserberei- tung und Heizungsunterstützung) Für Anlagen zur Raumbeheizung beträgt die Förderung 180 Euro pro Quadratmeter. Für Anlagen zur ausschließlichen Warmwasserbereitung beträgt die Förderung 90 Euro pro Qua- dratmeter. Der Antrag ist vor Beginn des Vorhabens zu stellen. > Große Solarthermieanlagen zur Bereitstellung von Prozesswär- me bis 1.000 Quadratmeter Bruttokollektorfläche werden mit bis zu 50 Prozent der Nettoinvestitionskosten gefördert. > Solarthermieanlagen zur solaren Kälteerzeugung mit einer Brut- tokollektorfläche von 20 bis 100 Quadratmeter werden mit 180 Euro pro Quadratmeter Bruttokollektorfläche gefördert. > Sekundärmaßnahmen zur Emissionsminderung und Effizienz- steigerung • bei automatisch beschickten Anlagen • zur Verfeuerung fester Biomasse • bis einschließlich 100 Kilowatt Nennwärmeleistung werden pro Anlage pauschal mit 750 Euro gefördert, (für in Neubauten errichtete Anlagen beträgt der Zuschuss 850 Euro). Dazu gehören beispielsweise: • Biomasseanlage mit Abgaswärmetauscher oder -wäscher (Brennwertnutzung) • Biomasseanlage mit Partikelabscheider Der Antrag kann vor Beginn des Vorhabens gestellt werden, spätestens jedoch innerhalb von sechs Monaten nach Inbetrieb- nahme der Anlage. Vor-Ort-Beratungsprogramm Das BAFA fördert Energiesparberatungen in Wohngebäuden vor Ort. Dabei ist durch einen zertifizierten Energieberater ein energetisches Sanierungskonzept zu erstellen, das die folgenden Elemente umfasst: > den baulichen Wärmeschutz > die Wärmeerzeugung und -verteilung zu Heizzwecken und zur Warmwasserbereitung > die Nutzung erneuerbarer Energien Eine Beratung in Anspruch nehmen können sowohl natürliche Personen als auch rechtlich selbständige Unternehmen der ge- werblichen Wirtschaft. Mieter und Pächter benötigen die Erlaub- nis des Eigentümers, Wohnungseigentümer das Einverständnis der Eigentümergemeinschaft. Die Beratung muss sich auf das gesamte Gebäude beziehen. Der Antrag ist von einem zertifizierten Ener- gieberater zu stellen. Besonders innovative oder effiziente Anwendungen sowie die Durchführung mehrerer Maßnahmen können mit einer Bonusförderung bezuschusst werden

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