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DDIV 04_2013

VERWALTUNG & FINANZEN 50  DDIVaktuell 04 | 13 Die aktuellen Förderprogramme von Bund und Ländern Immobilieneigentümern, die Wohngebäude mit Hinblick auf Energieeinsparung sanieren möchten, steht ein breites Angebot an staatlichen Förderprogrammen offen. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Programme von Bund und Ländern vor. Bei der kompletten Gebäudesanierung verlangt die KfW bei An- tragstellung eine qualifizierte Vor-Ort-Energieberatung (siehe Punkt Vor-Ort-Beratungsprogramm). Nach Abschluss der Sanie- rung muss der Energieberater bestätigen, dass die Immobilie den angestrebten Effizienzwert erreicht hat. Förderfähig sind alle Sanierungsmaßnahmen, die von einem bei der KfW zugelassenen Sachverständigen zur Erreichung des Effizienz- hausniveaus empfohlenen werden. Dazu gehören typischerweise Wärmedämmung, Erneuerung oder der Einbau von Fenstern und Außentüren von beheizten Räumen, der Austausch der Heizung oder die Optimierung der Heizungsanlage, sowie der Einbau einer Lüftungsanlage. Wer die Anforderungen erfüllt, erhält zum Einen ein zinsgünstiges Darlehen bis maximal 75.000 Euro. Der aktuelle Effektivzinssatz be- trägt derzeit (Stand März 2013) 1,0 Prozent. Eine Zinsbindung von bis zu 10 Jahren ist ebenso möglich wie tilgungsfreie Anlaufjahre. Zum Anderen kann bei der energetischen Sanierung eines gesamten Gebäudes ein Tilgungszuschuss in Anspruch genommen werden, der abhängig vom erreichten Energieverbrauch des Gebäudes ist: Energieverbrauch im Vergleich zum Neubaustandard Tilgungszuschuss in % der ­Darlehenssumme in Euro 55 % (EH 55) 17,5 % (bis zu 13.125) 70 % (EH 70) 12,5 % (bis zu 9.375) 85 % (EH 85) 7,5 % (bis zu 5.625) 100 % (EH 100) 5,0 % (bis zu 3.750) 115 % (EH 115) 2,5 % (bis zu 1.875) Die genannten Beträge gelten jeweils pro Wohneinheit, das heißt eine mehrfache Gewährung bei Sanierung mehrerer Wohneinhei- ten ist vorgesehen. Alternativ zum zinsgünstigen Darlehen plus Tilgungszuschuss kann der Antragsteller einen Investitionszuschuss beantragen, das heißt einen einmaligen und nicht rückzahlbaren Zuschuss. Dieser wird jedoch nur bei der Komplettsanierung von Ein- und Zweifa- milienhäusern sowie Eigentumswohnungen gewährt. Auch der In- vestitionszuschuss richtet sich nach der Höhe des Energieverbrauchs der Immobilie im Vergleich zum Neubaustandard: KfW Programme „Energieeffizient Sanieren“ Die staatliche Förderbank KfW bietet unter der Bezeichnung „Ener- gieeffizient Sanieren“ mehrere Programme mit der Zielsetzung an, finanzielle Anreize zur energetischen Gebäudesanierung zu setzen. Die wichtigsten Rahmenbedingungen im Überblick: > Gefördert werden Wohngebäude mit Baujahr bis 1995. > Antragsteller muss ein bei der KfW zugelassener Energieberater sein. > Der Antrag muss vor Baubeginn gestellt werden. > Gefördert werden sowohl Materialkosten als auch die Kosten für den fachgerechten Einbau (Rechnung eines Fachunternehmens). 1. Komplette Gebäudesanierung Besonders attraktive Fördermöglichkeiten stehen demjenigen offen, der eine gesamte Immobilie so saniert, dass sie dem Neu- baustandard (Effizienzhaus 100) entspricht oder diesen unter- schreitet. Je weiter diese Norm unterschritten wird, desto höher ist die Förderung. Der Autor UWE KAISER Uwe Kaiser ist Manager und Prokurist bei ARTEMIS ­Advisory Services in München, einem Unternehmen der ARTEMIS Group. Die ARTEMIS Group berät mittelständische Unter- nehmen bei Finanzierungen und Transaktionen sowie allen kaufmännischen Fragestellungen vor, während und nach solchen Vorhaben – insbesondere im Bereich Immobilien. www.artemis-group.com

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