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DDIV 04_2013

04 | 13  DDIVaktuell  29 „Alles steht und fällt mit dem Bankberater“ Ein noch junges und nicht ganz einfaches Gebiet ist die Finanzierung über KfW-Förderungen. Bislang schrecken immer noch viele Verwalter vor den Förderprogrammen des Bundes zurück, weil die angebo- tenen Verfahren kompliziert und aufwendig sind. Zwei Verwalterinnen berichten über ihre Erfahrungen. von Oliver Mertens Die Bundesregierung fragt sich schon lange, warum nur so wenige Woh- nungseigentümergemeinschaften ihre ­Gebäude sanieren. Ein Forschungs­projekt des Bundesbauministeriums soll nun ­zeigen, was WEGs davon abhält, ener- getisch zu sanieren oder altersgerecht umzubauen. Astrid Schultheis von der Focus Immobilienverwaltung ist für den DDIV daran beteiligt. Das Ergebnis soll Anfang 2014 vorgestellt werden. Doch die Verwalterin kennt schon jetzt die Antwort: „Es funktioniert nicht, weil die Politik nicht akzeptieren will, dass Eigen- tümergemeinschaften ein einzigartiges Konstrukt sind.“ Dort gebe es besondere Strukturen und rechtliche Bedingungen. Dem müsse man Rechnung tragen, wenn das funktionieren solle. ­Die Erfahrungen mit KfW-Förderungen sind durchaus ­unterschiedlich. Andrea Hewig von der Manfred & ­Andrea Hewig Hausverwaltung in Stuttgart hat bereits einige Wohnungseigentümer­ gemeinschaften saniert und modernisiert. Finanziert wurden die Maßnahmen aus Ei- genmitteln, Krediten sowie Zuschüssen und Darlehen der KfW. „Wir nehmen den Kredit nicht über die ­Gemeinschaft auf, sondern je- der Eigentümer finanziert über seine je- weilige Hausbank“, sagt die ­Verwalterin. Die Kreditaufnahme durch die Gemein- schaft ­komme meist nicht zustande, weil es ­Eigentümer gibt, die lieber den KfW-­Zuschuss in Anspruch nehmen, der sich besser rechne. Konditionen nicht attraktiv oder keine Bank Astrid Schultheis aus dem nordrhein- westfälischen Brühl hat ebenfalls ­viele Sanierungen und Modernisierungen durchgeführt: „Ich habe zwar meine Erfahrungen mit der KfW, zusam- men abgewickelt haben wir jedoch noch nichts.“ Bis jetzt hätten sich alle Gemeinschaften, denen sie die KfW- Programme vorgestellt habe, für die Zuschussvariante entschieden. Ent- weder waren die Konditionen nicht ­attraktiv genug oder es fand sich ­keine Bank, die finanzieren wollte. „Es ist in NRW ein Problem, Maß- nahmen für große WEGs finanziert zu bekommen. Und wenn das nicht funk- tioniert, kommen die KfW-Mittel nicht zum Tragen“, so die Verwalterin. Deshalb bleibe es bei ­einer ­Eigenfinanzierung der Eigentümer. „Es mag sein, dass der eine oder andere Eigentümer dann für seine Sonderumlage KfW-Darlehen in Anspruch nimmt, das passiert aber außerhalb unse- rer Verwaltung.“ Einen anderen Ansatz verfolgt Andrea ­Hewig: „Wir bereiten für unsere Eigen­ Andrea Hewig: „Alle WEGs, die wir saniert und mit KfW-Mitteln finan- ziert haben, haben uns als Verwalterin für 5 Jahre wieder­ bestellt.“ Ein einzigartiges Konstrukt AWI · Hohe Straße 16 · 70174 Stuttgart Tel.: 0711 16345-601 · Fax: 0711 16345-699 info@awi-vbw.de · www.awi-vbw.de Geprüfte/r Immobilien-Vermittler/in (AWI) Immobilien-Verwalter/in (AWI) Geprüfte/r Bestandsmanager/in (AWI) Fachkraft für immobilienwirtschaftliches Rechnungswesen (AWI) Geprüfte/r Immobilienfachwirt/in (IHK) und/oder Immobilienwirt/in (AWI) Immobilien-Ökonom/in (GdW) Immobilien-Techniker/in (AWI) Geprüften Fachkraft für Gebäudemanagement (AWI) Die AWI bietet ein speziell auf die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft zugeschnittenes Weiterbildungsangebot an: Vorsprung durch Weiterbildung

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