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DDIV 04_2013

IM BLICKPUNKT 24  DDIVaktuell 04 | 13 Bremen Seit März 2012 gibt die Bremer Aufbau- Bank (BAB) Wohnungseigentümerge- meinschaften günstige KfW-Kredite für energieeffizientes Sanieren, Moderni- sieren und altersgerechtes Umbauen. Gefördert werden energieeffiziente Sanie- rungen, die zum KfW-Effizienzhaus führen und Einzelmaßnahmen sowie barrierere- duzierende Umbaumaßnahmen. Die Wirtschafts- und Strukturförderbank des Landes Bremen nutzt die Mittel der KfW aus den Programmen „Energieeffizi- ent Sanieren“ (151, 152) und „Altersgerecht Umbauen“ (159). Sie gewährt Kredite bis zu einem Gesamtbetrag von 500.000 Euro oder 20.000 Euro je Wohneinheit über den Verwalter direkt an die WEG. Die BAB wird im Rahmen der Bonitäts- prüfung Schufa-Auskünfte der einzelnen Eigentümer einholen. Dies ist bei der Be- schlussfassung zu berücksichtigen. Eine Be- schlussvorlage stellt die BAB zur Verfügung. Die Bank verlangt bestandskräftige Beschlüs- se über die Maßnahme und die Finanzierung sowie 10 Prozent Eigenkapital. Der Verwalter muss zum Zeitpunkt der Darlehensgewäh- rung noch mindestens zwei Jahre bestellt sein. Außerdem muss ein von der BAB be- stimmter unabhängiger Sachverständiger der die Maßnahmen und das Objekt bewerten. Nicht gefördert werden Miteigentumsan- teile von nicht zu Wohnzwecken genutzten Immobilien und Miteigentumsanteile von Eigentümern, die bereits eine Förderung für dieses Vorhaben beantragt beziehungsweise erhalten haben. www.bab-bremen.de Hamburg Die Hamburgische Wohnungsbaukreditan- stalt (WK) bietet Seit Januar 2012 mit WK- WEGfinanz ein vereinfachtes Verfahren für Wohnungseigentümergemeinschaften an, die zinsvergünstigten KfW-Kredite mit gerin- gen Darlehenssummen nutzen wollen. Auch im Konzept der Förderbank des Hamburger Senats übernimmt der Verwalter die koor- dinierende Rolle. Unterstützt werden die KfW-Programme „Energieeffizient Sanieren“ und „Altersgerecht Umbauen“. Diese För- dermittel können mit den WK-Zuschüssen aus den Programmen „Wärmeschutz im Ge- bäudebestand“ und „Barrierefreier Umbau“ des Hamburger Klimaschutzprogramms kombiniert werden. Diese Darlehen werden nicht grundpfandrechtlich gesichert. Das Be- antragen ist unkompliziert, und die Krediten- tscheidung erfolgt zügig. Im Rahmen von WK-WEGfinanz werden Darlehen in Höhe von 5.000 bis 25.000 Euro gewährt. Bei Darlehen bis 15.000 Euro ist kein Eigenkapital erforderlich; bei Darle- hensbeträgen bis 20.000 Euro sind 10 Pro- zent, darüber hinaus 15 Prozent Eigenmittel erforderlich. Höhere Darlehenssummen gibt es gegen bankübliche Sicherheiten. Der Verwalter koordiniert und organisiert das Antragsverfahren, erhebt die erfor- derlichen Daten und übermittelt diese an die Bank. Nach der Kreditzusage ruft der Verwalter die Darlehen zentral ab. Die WK berät Immobilienverwalter und steht der WEG für Finanzierungsfragen bei Moderni- sierungs- oder Sanierungsmaßnahmen zur Verfügung. Finanzierungsberater nehmen auf Wunsch an einer WEG-Versammlung teil, damit alle Fragen direkt vor Ort geklärt werden können. Dann erstellt die WK ein Finanzierungskonzept und stimmt die De- tails des Antrags mit dem Verwalter ab. Für die Begleitung einer Finanzierung über WK-WEGfinanz erhebt die WK einen nach Gesamtzahl der Wohnungen gestaffelten pauschalierten Kostenbeitrag. Er ist förder- fähig und kann im Kostenplan berücksich- tigt werden. www.wk-hamburg.de Kosten für WK-WEGfinanz, gestaffelt nach Einheiten Wohnein- heiten < 30 < 50 < 75 > 76 Betrag in € 2.500 3.500 5.000 6.500 Baden-Württemberg Auch Baden-Württemberg hat reagiert. Im Oktober 2011 hat die dortige Landesre- gierung nach Gesprächen mit dem VDIV Baden-Württemberg beschlossen, Gemein- schaften einen erleichterten Zugriff auf KfW-Mittel zu gewähren. Im Rahmen des Landeswohnraumförderungsprogramms können seit April 2012 Wohnungseigentü- mergemeinschaften auf einfachem Wege KfW-Darlehen für Sanierungen und Mo- dernisierungen in Anspruch nehmen. Die L-Bank fördert Investitionen von Woh- nungseigentümergemeinschaften in die energetische Sanierung und die barrierear- me oder barrierefreie Modernisierung ihrer Wohngebäude in Baden-Württemberg. Hier- zu leitet die L-Bank die Darlehen der KfW aus den Programmen „Energieeffizient Sanieren“ (151, 152) und „Altersgerecht Umbauen“ (159) an die Wohnungseigentümergemein- schaft durch. Voraussetzung für eine Förde- rung ist, dass die Maßnahme die aktuellen Anforderungen dieser KfW-Programme er- füllt, und dass die Finanzierung der Gesamt- maßnahme gesichert ist. www.l-bank.de Schleswig-Holstein Vorreiter dieser Entwicklung ist die Investiti- onsbank Schleswig-Holstein (IB). Bereits seit 2008 bietet sie Eigentümergemeinschaf- ten ein Konzept an, mit dem energetische Maßnahmen finanziert werden können. Um kostendeckend arbeiten zu können, hat die IB das gesamte Kreditprüfverfahren inklusive Schufa-Abfragen automatisiert. Nachdem die Finanzierung genehmigt ist, ruft der Verwal- ter die Darlehen für alle Wohnungseigen- tümer gesammelt ab. Die Darlehen werden nicht im Grundbuch abgesichert. Für diese Dienstleistung zahlt die Wohnungseigen- tümergemeinschaft 2 Prozent plus Mehr- wertsteuer von der Investitionssumme. Der Verwalter kann seinen zusätzlichen Aufwand gegenüber den einzelnen Wohnungseigen- tümern gesondert in Rechnung stellen. Die IB ermöglicht ihm dies über ein besonderes Feld in ihren Formularen. www.ib-sh.de Inzwischen bieten sechs Bundesländer spezielle Programme für ­Eigentümer- gemeinschaften an.

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