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DDIV 04_2013

04 | 13  DDIVaktuell  1 EDITORIAL Verwalten könnte so schön sein, wären da nicht die ständigen Überraschungen und Sonderaufgaben. Ich habe manchmal den Eindruck, dass so mancher Verwalter vor gut 15 Jahren stehen geblieben ist und einfach sagt: „Ihr könnt mich mal“. Seitdem ig- noriert er die BGH-Rechtsprechung und lässt sich auch ansonsten nicht aus der Ruhe bringen. Fakt ist: Die Kluft zwischen den An- forderungen und der Umsetzung in der Praxis wird bei manchem Berufskollegen immer größer. Und dies birgt Risiken. Wer sich als Verwalter aktuell nicht intensiv mit dem Thema SEPA auseinander setzt, verpasst im Februar 2014 den Anschluss. Von daher greifen wir das Thema immer wieder auf. Hierzu finden Se- minare der Landesverbände statt und der Dachverband hat eine viel gelobte und lesenswerte Broschüre herausgegeben. Das ist Teil des Servicegedankens, den wir im Verband der Immobilien­ verwalter leben. Geärgert und beschäftigt hat uns Verwalter lange Zeit der Zen- sus. Was für Daten waren da gefragt. Nun sind erste Ergebnisse veröffentlicht. Was wissen wir nun? Deutschland hat 1,5 Millionen Einwohner weniger. Trauriger Spitzenreiter aller Städte ist Mann- heim. Dort sind 24 000 Menschen (7,5 Prozent der Einwohner) „verschwunden“. Unter städtetouristischen Gesichtspunkten ver- ständlich. Fest steht, dass es in den kommunalen Melderegistern hunderttausende von Karteileichen gibt. Viele Um- beziehungs- weise Wegzüge werden nicht gemeldet. Auch dies ist für den Im- mobilienverwalter keine Neuheit. Wir kennen die Problematik alle bei dem beliebten Kostenverteilerschlüssel „Personen“. Am Stichtag gab es in Deutschland 19,1 Millionen Gebäude mit Wohnraum und 10 000 bewohnte Unterkünfte, zum Beispiel Wohncontainer, Gartenlauben und fest verankerte Wohnschiffe. Die Zahl der Wohnungen insgesamt lag bei 41,3 Millionen. In Ge- bäuden mit Wohnraum ohne Wohnheime und ohne bewohnte Unterkünfte gab es 40,8 Millionen Wohnungen – 500 000 mehr als in der bislang gültigen Fortschreibung des Wohnungsbestands. Die Mehrheit der Haushalte in Deutschland wohnt zur Miete. Die Eigentümerquote, die in den letzten Jahren kontinuierlich gestie- gen ist, liegt bei 45,8 Prozent. Dabei ist Berlin mit 15,6 Prozent Schlusslicht. Die höchsten Eigentümerquoten haben das Saarland (62,8 Prozent) und Rheinland-Pfalz (57,6 Prozent). Was allerdings für uns politisch viel bedeutender ist, sind Zahlen zur Wohneigentumsquote. Denn die haben es in sich: Danach vereinen weit mehr als 1,8 Millionen Eigentümergemeinschaften auf sich über 9,3 Millionen Eigentumswohnungen. Das sind weit mehr als die bisher angenommenen 6,5 Millionen Eigentumswoh- nungen und damit mehr als doppelt so viele Wohnungen wie die kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungsunternehmen zusammen. Diese kommen auf etwas mehr als 4,4 Millionen Woh- nungen, die dem Wohnungsmarkt zur Verfügung stehen. Keine Sorge, wir stehen nicht im Wettbewerb oder werden diesen Zah- lenvergleich gebetsmühlenartig zur Durchsetzung unserer Interes- sen in die Waagschale werfen. Aber wir dürfen schon feststellen, dass die Bundespolitik nun endlich die Bedeutung von Wohnungs- eigentum höher einstufen muss und damit auch die Rolle des Im- mobilienverwalters. Als Spitzenverband der deutschen Verwalterunternehmen liegen uns nicht nur die einzelnen Verwaltungen und deren Interessen, sondern auch die Branche selbst am Herzen. Jedoch fehlten bis- lang verlässliche und transparente Daten über die Struktur der Branche. Aus diesem Grund hat der DDIV erstmals eine Struk- turerhebung unter Immobilienverwaltungsunternehmen durch- geführt. Die Ergebnisse der Umfrage stellen wir Ihnen in dieser Ausgabe ausführlich vor. Rolle und Aufgabe des Immobilienverwalters werden auch in die- sem Jahr auf dem 21. Deutschen Verwaltertag wieder für reichlich Gesprächsstoff sorgen – allein das Tagungsprogramm spricht hier- für. Nutzen Sie aber auch die Gelegenheit, auf der größten und renommiertesten Verwalterveranstaltung des Jahres neue Netz- werke zu knüpfen und in den Austausch mit Kolleginnen und Kol- legen einzutreten. Zugleich begehen wir das 25-jährige Jubiläum des DDIV und wollen dies mit Ihnen gemeinsam feiern. Weiteres zum Programm entnehmen Sie bitte der beiliegenden Einladung. Bewerben können Sie sich auch noch zum Immobilien- verwalter des Jahres. Bis zum 23. Juli nehmen wir Ihre Bewerbung entgegen. Machen Sie mit. Wir freuen uns, Sie in Berlin begrüßen zu können. Ihr Steffen Haase Chefredakteur Irren ist menschlich – das ist amtlich

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