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DDIV 04_2013

18 DDIVaktuell 04|13 Immobilienkäufer: mehr Risiko, wenig Förderung Bei steigenden Immobilienpreisen sind Kaufinteres- senten von Wohneigentum in deutschen Großstädten immer stärker dazu bereit, Risiken bei ihrer Baufinanzie- rung einzugehen. Gleichzeitig finanzieren 59 Prozent der Käufer von Wohnungen und Häusern ohne die Zuschüs- se und zinsgünstigen Darlehen, die von der KfW-Bank und regionalen Förderprogrammen angeboten werden. Das zeigen die Analyse von über 23500 Kreditanfragen, die auf dem Baufinanzierungsportal von Immobilien- Scout24 eingegangen sind und eine Umfrage des Portals unter 1055 Immobilienkäufern. Deutsche Immobilienkäufer sind bereit, sich stärker zu verschulden. Die Analyse aktueller Finanzierungswün- sche ergibt, dass die Eigenkapitalquote weiter sinkt. Gleichzeitig verschlechtert sich das Verhältnis von Dar- lehenswunsch und Haushaltseinkommen. Konkret zeigt die neue Untersuchung, dass sich die Eigenkapitalquote von Kaufinteressenten innerhalb von zwei Jahren nahezu halbiert hat: In Berlin fiel sie von durchschnittlich 20 Pro- zent Anfang 2010 auf 11 Prozent Ende 2012; im gleichen Zeitraum sank der Wert in Köln von 17 auf 9 Prozent. Das gleiche Bild zeigt sich auch in München, Hamburg und Frankfurt am Main. Sechs von zehn Käufern nutzen keine Förderung Die Mehrheit der befragten Käufer (77 Prozent) erwarb die Wohnung oder das Haus zur Ei- gennutzung. Der Darlehensbe- darf dafür lag bei 85 Prozent zwischen 50.000 und 300.000 Euro. Diese Sum- me finanzieren die Meis- ten ohne Zuschüsse oder geförderte Darlehen: Nur 41 Prozent gaben an, ihre Finanzierung mit einer Förderung kombi- niert zu haben. Die vollständi- gen Ergebnisse können per E-Mail unter presse@immo- bilienscout24. de angefragt werden. 32. Mietrechtstage des ESWiD in Rosenheim Die Anfang Mai in Kraft getretene Mietrechtsnovelle beschäftigt die Immobilienwirtschaft noch immer stark. Dies zeigten die 32. Mietrechtstage des Bundesverbands für Im- mobilienwesen in Wissenschaft und Praxis (ESWiD) in Rosen- heim. Drei Tage lang konnten sich Ende April dort rund 250 Teilnehmer ausführlich bei Experten über Auslegungsfragen und Auswirkungen der neuen Regelungen informieren. Die breite Themenpalette der 18 hochkarätigen Referenten reichte vom Duldungsanspruch gegen den Mieter bei energe- tischen Modernisierungen über mietvertragliche Gestaltungs- möglichkeiten zur Energieeinsparung bis hin zum Umgang mit der Suizidgefahr im Räumungsverfahren. In Vorträgen und Workshops haben die Teilnehmer erfahren, wie sie in ihrer täglichen Arbeit künftig mit dem geänderten Mietrecht umgehen müssen. Die Atmosphäre in Rosenheim war schon traditionell bestimmt von einem regen Austausch und inten- siven Dialog zwischen Teilnehmern und Experten auf hohem fachlichen Niveau. Dafür, dass es bei aller Ernsthaftigkeit nicht zu ernst wurde, sorgten zwischendurch Bonmots wie Huber- tus Blanks „das Wirtschaftlichkeitsgebot ist der kategorische Imperativ der Betriebskosten“ für Schmunzler im Publikum. Unter den Referenten waren DDIV-Ehrenpräsident Prof. Wolf-Rüdiger Bub, Prof. Reinhard Gaier, Richter am Bundes- verfassungsgericht, Sabine Knickrehm, Richterin am Bundesso- zialgericht Kassel, die BGH-Richterin Dr. Karin Milger, Matthias Schmid, Referatsleiter im Bundesjustizministerium, Hubert Blank, ehemaliger Richter am Landgericht Mannheim, Prof. Friede- mann Sternel, ehemaliger Vorsitzender Richter am Landgericht Hamburg, Elmar Streyl, Vorsitzender Richter am Landgericht Mönchengladbach, Prof. Peter Derleder aus Bremen und Prof. Arnold Lehmann-Richter aus Berlin. Moderiert wurde die dreitä- gige Veranstaltung von Prof. Werner Merle aus Mainz. Foto:©PiotrMarcinski/Shutterstock.com Die rund 250 Teilnehmer konnten sich drei Tage lang ausführlich über Auslegungs- fragen und Auswirkungen des neuen Mietrechts informieren.

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