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DDIV 04_2013

04|13 DDIVaktuell 17 Deutsche zahlen immer mehr fürs Wohnen Preise für Wohneigentum steigen weiter Die Kosten für Miete, Energie und Wasser machen einen immer größeren Teil der privaten Konsumausgaben in Deutsch- land aus. Im Jahr 2011 wurden nach An- gaben des Statistischen Bundesamts für Wohnung und Wohnnebenkosten durchschnittlich 34,4 Prozent des privaten Konsums verwendet. Insgesamt sind dies durchschnittlich 775 Euro, die für Miete, Energie und Instandhaltung ausgegeben wurden. Verglichen mit 2006, wo die mo- natlichen Kosten bei 684 Euro lagen, stieg der Anteil an den privaten Konsumausga- ben um rund 2 Prozent. Setzt man die Wohnkosten in Relation zum verfügbaren Gesamteinkommen, so geben die Deutschen etwas mehr als ein Viertel ihrer Einnahmen für das Wohnen aus. Bei näherer Betrachtung der vergan- Die Preise für Wohnraum in Deutschland sind im ersten Quartal 2013 weiter gestiegen – insbesondere in Großstädten und für den Kauf von Eigentumswohnungen. Neben Mietern müssen demnach besonders auch Käu- fer für eigenen Wohnraum tiefer in die Tasche greifen. Das zeigt der Angebots- preisindex IMX von ImmobilienScout24, der monatlich auf Basis von über 11 Mil- lionen Immobilienangeboten gebildet wird. Die größten Preiszuwächse gab es dem- nach bei Eigentumswohnungen. Im bundesweiten Durchschnitt stiegen die Preise für Eigentumswohnungen inner- halb von zwölf Monaten um 8,8 Pro- zent für Wohnungen in Bestandsbauten und um 9,1 Prozent für Wohnungen in Neubauten. Nach der regionalen Be- trachtung entwickelte sich der Markt jedoch zum Teil gegenteilig. In Groß- und Mittelstädten geht der Trend weiter nach oben: In den fünf größten Städten Deutschlands stiegen die Immobilien- preise überdurchschnittlich stark. Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen steigen stetig im zweistelligen Prozent- bereich – sowohl im Gebäudebestand als auch bei Neubauprojekten: Bestands- wohnungen legten bis zu 17 Prozent zu (München, gefolgt von Berlin +15,6 Pro- zent und Hamburg +14,2 Prozent); für neu gebaute Wohnungen wurde bis zu 12,5 Prozent mehr verlangt (Köln, ge- folgt von Frankfurt + 12,1 Prozent und München +10,1 Prozent). Ähnlich verhält es sich mit Häusern: Die Kostensteigerung bei Häusern, die zum Verkauf angeboten wurden, lag bei 4 Prozent im Bestand und 2,8 Prozent im Neubau, bezogen auf März 2012 und den bundesweiten Durchschnitt. Beim Blick auf die Großstädte, ver- zeichnen die Preise auch bei Häusern einen zweistelligen Zuwachs: Im Ver- gleich zum Vorjahr werden Häuser in München (Neubau) um 15,9 Prozent teurer angeboten; ähnlich verhält es sich in Berlin (+12,9 Prozent) und Köln (+11,7 Prozent). In Großstädten ist der Preisanstieg für Kaufimmobilien weiter ungebrochen. Die Mieten dagegen scheinen sich nach Aussage des Angebotspreisindex IMX in den Metropolen langsam auf dem vor- herrschend hohen Niveau einzupendeln. Die Steigerungen sind inzwischen nur noch sehr moderat. Lediglich in Berlin und München ist auch im Mietsegment ein Ende der Preissteigerung offenbar noch nicht in Sicht. www.ImmobilienScout24.de gen Jahre stiegen dabei besonders die Kosten für Energie und Miete. Hingegen blieben die Kosten für die Wohninstand- haltung seit 2006 konstant bei 0,5 Prozent der privaten Konsumausgaben. Wohneigentümer gegenüber Mietern im Vorteil Mit einer abbezahlten Immobilie fallen die Wohnkosten deutlich geringer aus. Wohneigentümer können den steigenden Energiepreisen mit einer Modernisierung begegnen. Zudem sind sie von Miet- erhöhungen nicht betroffen. So zahlen Wohneigentümer ab 60 Jahren für die Wohnkosten ohne Energie und Wasser noch maximal 12 Prozent des Haushalts- nettoeinkommens – bei Mietern sind es fast 30 Prozent des Haushaltsnettoein- kommens. Gerade im Ruhestand machen sich die Wohnkosten bemerkbar, da die Rente im Vergleich zum Gehalt in der Re- gel geringer ist. www.ddiv.de Mehr als ein Drittel ihres Haushaltseinkommens geben die Deutschen durchschnitt- lich für das Wohnen aus.

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