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DDIV 03_2015

Die Fragen der ortsüblichen Vergleichs- miete, des Mietspiegels und des qualifi- zierten Mietspiegels müssen im Rahmen der zweiten Mietrechtstranche diskutiert und angepackt werden. Wir gehen diese Themen völlig ergebnisoffen an. Rechnen Sie noch mit der Umsetzung des Koalitionsvertrages hinsichtlich der Amor- tisierung der Kosten nach Modernisierung? Wenn ja, wie könnte aus Sicht des Mieter- bundes eine befriedigende Lösung aussehen? Die Fragen der Gebäudeeffizienz, der energetischen Modernisierung und hier vor allem die Frage, wie deren Kosten sozial gerecht aufgeteilt werden können, werden uns mit Sicherheit in dieser Legis- laturperiode noch beschäftigen. Eine energetische Vollsanierung, die 200 Euro pro Quadratmeter kostet, führt nach der derzeitigen gesetzlichen Rege- lung zu einer monatlichen Mieterhöhung von 1,83 Euro pro Quadratmeter. Bei einer Durchschnittsmiete von 6,28 Euro entspricht dies einer Mietsteigerung von knapp 30 Prozent. Eine derartige Mieter- höhung ist auch nicht ansatzweise über eingesparte Heizkosten zu finanzieren. Bei durchschnittlichen Heizkosten von 1,20 Euro pro Quadratmeter und einem Einspareffekt aufgrund der energeti- schen Modernisierung von angenommen 50 Prozent spart ein Mieter 0,60 Euro pro Quadratmeter. Dafür zahlt er 1,83 Euro Mieterhöhung. Dieses Problem hat auch die CDU/CSU- SPD-Koalition erkannt. Im Koalitionsvertrag ist eine Absenkung der Modernisierungs- umlage von 11 auf 10 Prozent vereinbart und eine Begrenzung der Modernisie- rungsumlage auf die Amortisationszeit. Die Koalitionsvereinbarung zeigt in die richtige Richtung. Die Mietsteigerungen nach ener- getischer Modernisierung dürfen nicht im bisherigen Umfang den Mietern auferlegt werden. Hier besteht Handlungsbedarf. Wir als Deutscher Mieterbund favorisieren aber einen etwas anderen Lösungsansatz. Danach sollte die Regelung des § 559 BGB (11-Prozent-Umlage) ersatzlos gestrichen werden. Im Ergebnis müssen die Mieten für modernisierte Wohnungen über die orts- übliche Vergleichsmiete definiert werden. Dazu muss beispielsweise der Mietspiegel den energetischen Zustand der Wohnung wiedergeben. Bis das der Fall ist, brauchen wir eine Übergangsregelung für etwa 5 bis 7 Jahre. Hier könnte sich der Umfang der Mieterhöhung am Erfolg der energetischen Maßnahme, das heißt an den eingesparten Heizkosten, orientieren. Darüber hinaus kann man dann immer noch darüber re- den, ob zusätzlich ein bestimmter Zuschlag gezahlt werden muss. Theoretisch denkbar und die vielleicht einfachste Lösung wäre es, die Modernisierungsumlage von 11 Pro- zent auf beispielsweise 5 oder 6 Prozent zu senken. Die derzeitige Regelung, die eine Umlage von 11 Prozent der Kosten auf die Jahresmiete vorsieht, stammt aus einer Zeit, als die Finanzierungskosten für Mo- dernisierungsmaßnahmen 8 oder 9 Prozent Sprechen Sie uns an: Telefon: 030 / 2125-2662 E-Mail: immobilien@ibb.de www.ibb.de/wohnen_modernisieren Energetische Gebäudesanierung für Vermieter und Investoren. Mit unseren passenden Finanzierungslösungen fördern wir Sie bei der Modernisierung oder Sanierung Ihrer Immobilie in Berlin – gerne auch in Kombination mit Ihrer Hausbank. Unsere Berater freuen sich auf ein Gespräch. Fürausgew ählte Produkte bieten w ir Ihnen besondere Zinsvorteile!

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