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DDIV 03_2015

DDIV AKTUELL 58 DDIVaktuell 03|15 VDIV Berlin-Brandenburg Interaktiver Winter-Workshop zum Schadensmanagement In Fortführung des innovativen Fortbil- dungskonzeptes des VDIV B-B wurde im Rahmen des „Winter-Workshops“ am 17.02.2015 ein neues Modell der aktiven Diskussion zwischen Mitgliedern und Re- ferenten etabliert. Kurze Impulsvorträge führten in die Thematik ein, die anschlie- ßend in einer Podiumsdiskussion zwischen Referenten und Zuhörerschaft anhand eines realen Falles fortgeführt wurden. Die Veranstaltung fand in den großzügig geschnittenen und technisch exzellent ausgestatteten Konferenzräumen des VDIV-Premiumpartners Tele Columbus in Berlin-Charlottenburg statt. Mit 78 Teil- nehmern war der Workshop sehr gut be- sucht und bot somit einen großes Forum für lebhafte Diskussionen. Nach kurzen Eröffnungsreden von Sylvia Pruß (Vor- standsvorsitzende, VDIV B-B) und Jens Opitz (Vertriebsdirektor, Tele Columbus) übernahm Bernd Schneider (Vorstand, VDIV B-B) die Einstiegsmoderation mit der Schilderung eines großen Brand- schadens in einer von ihm verwalteten Berliner Wohnungs- eigentumsanlage. Er berichtete über den Ablauf der Sofortmaß- nahmen, die Doku- mentationspflichten sowie die spätere Kon- taktaufnahme mit den Regulierern. „Neben der im Vordergrund stehenden Schadens- behebung durch Feuerwehr und Ret- tungskräfte muss bereits beim Eintritt des Schadens auch an die Folgemaßnahmen gedacht werden“, so RA Volker Grund- mann (Vorstand, VDIV B-B) im folgenden Impulsreferat. Nur mit einer schnellen und korrekten Schadensdokumentation ist eine möglichst treffende Zuordnung zu Gemeinschafts- bzw. Sondereigentum möglich. Die Abgrenzung zwischen bei- den Eigentumsformen sei ohnehin eine Herausforderung, die der systematischen Bewertung anhand der Rechtsprechung folgen muss. Beispielhaft ging er auf den von Herrn Schneider geschilderten Brand in einer Dachgeschosswohnung ein, der durch einen Schwelbrand ausgelöst wur- de – vermutlich durch vorangegangene Schleifarbeiten am Fußboden der Woh- nung. Der folgende Brand und die Folge- schäden aus den Löscharbeiten mit Wasser und Schaum führten zu einem Schaden von über einer halben Millionen Euro. Wesentlich für die Regulierung sei auch die Notwendigkeit einer Vollmacht des Verwalters für die Tätigkeit im Sonderei- gentum bei Eintreten eines Schadens. Nur so kann er diesen für beide Eigentumsfor- men adäquat regulieren. Sabine Leipziger (VDIV INCON) erläuterte den geschilder- ten Brandschaden aus Sicht der Versiche- rer. Wesentliche Themen waren hierbei die Inhalte der Versicherungspolicen sowie die gutachterlichen Dokumentationen. Mirko Jahn (Vorstand im VDIV B-B) mode- rierte den zweiten Teil der Veranstaltung. In Form einer fiktiven Eigentümerver- sammlung konfrontierten die Teilnehmer des Workshops die Referenten mit den Fragen, die sich typischerweise für die Be- troffenen und die im Schadensfall Beteilig- ten ergeben. Es entspann sich eine äußerst produktive und auf fachlich hohem Niveau geführte Diskussion zu vielfältigen Pro- blemstellungen bei der Abwicklung von Schäden in der Eigentumsanlage. Schwer- punkte der Diskussion waren unter ande- rem die Pflichtaufgaben des Verwalters, die Beteiligung der Eigentümer und die Zu- ständigkeit der Versicherer. Nach neunzig Minuten intensiver Diskussion endete ein äußerst erfolgreicher Workshop mit positi- ver Resonanz der Beteiligten. Konstruktiver Workshop: Mirko Jahn moderiert die Expertenrunde: Rechts- anwalt Volker Grundmannn, Bernd Schneider und Sabine Leipziger (v.l.n.r.) Realer Fall: verheerender Dachgeschossbrand mit Folgeschäden der Löscharbeiten als anschauliches Beispiel für die Teilnehmer.

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