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DDIV 03_2015

42 DDIVaktuell 03|15 GEBÄUDE & TECHNIK Der Autor DIPL.-ING. THOMAS FRISCH Geschäftsführender Gesell- schafter der Frisch & Faust Tiefbau GmbH, Berlin Wenn die Prüfung Lecks aufweist Rund 93 Prozent aller bundesweit existierenden Hausanschlüsse sollen undicht sein. Besonders Anlagen, die bis Mitte der 70er-Jahre gebaut wurden, sind betroffen. Die Dichtigkeitsprüfung bringt es in vielen Fällen an den Tag: Alte Ton- rohre, die damals mit Teerstricken abge- dichtet und mit Teer vergossen wurden, haben inzwischen ihre Dichtung verlo- ren. Wurzelwerk hat sich, vom Abwas- ser angezogen, inzwischen seinen Weg in die Rohre gebahnt. Die Kamerafahrt zur Dichtigkeitsprüfung zeigt Scherben, Wurzeln und durch Löcher eingedrun- genes Erdreich. Durch das defekte Rohr tritt Schmutzwasser ins umliegende Erd- reich und ins Grundwasser aus. Grund- stückseigentümer, die nichts dagegen unternehmen, begehen eine Ordnungs- widrigkeit. Zur Sanierung gibt es nun im Wesentli- chen zwei Möglichkeiten: Man kann die bis zu 3,50 m tief liegenden Rohre ausgra- ben und komplett erneuern. Zum Teil lie- gen sie aber auch unter dem Fundament, und dann wird es schwierig. Zum Glück gibt es auch die Methode der Rohrinnensanierung durch sogenannte Schlauch-Liner. Mit dieser wirtschaftlichen und umwelt- freundlichen Technik können beschädigte bzw. undichte Anschluss- und Grundlei- tungen, auch Bögen und Kanäle mit Di- mensionswechsel sowie Abzweige saniert werden. Das Verfahren kann zur fachge- rechten Beseitigung von Rissen, einwach- senden Wurzeln mit vorhergehenden Fräsarbeiten oder anderen Undichtigkei- ten eingesetzt werden. Ablauf der Sanierung mittels Hausanschluss-Liner Zur Feststellung des Ist-Zustandes wird eine Reinigung des Hausanschlusska- nals mit anschließender TV-Inspektion durchgeführt. Diese kann vom Hauptka- nal sowie über vorhandene Reinigungs- 1 2

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