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DDIV 03_2015

GEBÄUDE & TECHNIK 38  DDIVaktuell 03 | 15 entwässerungsleitungen. Sie führen das auf dem jeweiligen Grundstück anfallende häusliche Schmutz- und Regenwasser dem öffentlichen Kanalnetz zu und bestehen aus Grundleitungen, die unzugänglich ver- legt sind. Leitungen im Gebäudeinneren sind von der Überwachungspflicht nicht umfasst, ebenso wenig wie Regenwasser- leitungen (sofern sichergestellt ist, dass kein Fremdwasser in die Mischwasserka- nalisation gelangt). Gehört die Abwasserleitung vom Grund- stück zum Abwasserkanal der öffentlichen Kanalisation, ist der Eigentümer nur für die Leitungen bis zum Kontrollschacht oder der Grundstücksgrenze verantwort- lich. Bei Gemeinschaftsleitungen oder Leitungen, die über fremde Grundstücke gehen, sind auch die vertraglichen Verein- barungen zu beachten. Welche Frist gilt? Das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) schreibt in § 60 WHG lediglich vor, dass die Überprüfung innerhalb einer „an- gemessenen Frist“ erfolgen muss. Bei Neubauten und wesentlichen Umbauten ist eine erste Dichtheitskontrolle direkt nach der Herstellung der Abwasserlei- tungen durchzuführen. Vielerorts wer- den auf kommunaler Ebene im Rahmen von Entwässerungssatzungen weitere Konkretisierungen zu Prüfungsverfahren festgeschrieben und an die Kommunen und Gemeinden übertragen. Aber nicht alle Bundesländer verfügen über eigene Regelungen. Teilweise werden durch die jeweiligen Verordnungen kleine häusliche Abwasseranlagen ausdrücklich von einer Prüfpflicht ausgenommen (siehe dazu auch aufgeführte Liste). Die für Sie verbindlichen Fristen und Durchführungsvorschriften können Sie bei der Stadt oder Gemeinde erfragen. Hier findet man eine Übersicht, die jedoch kei- ne Rechtsgewähr bieten kann. Genaueres, auch zu den empfohlenen Prüffirmen und den Prüfmethoden ist dort ebenfalls zu erhalten. Hilfreich ist auch die Broschüre „Private Abwasserleitungen“, herausgege- ben vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, die bestellt werden kann. BUNDESLAND GELTENDE SATZUNG BESONDERHEITEN Baden- Württemberg Abwasserbehandlungsanlagen für häusliches ­Abwasser unter 8 Kubikmeter sind von der Eigen- kontrolle ausgenommen (§ 1 EigenkontrollVO). § 51 WG Abs. II: Überprüfung nach 5 bzw. 10 Jah- ren von Abwassersammelanlagen WG vom 3.12.2013 (GBl. Nr. 17, S. 389), zuletzt ge- ändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 16.12.2014 (GBl. Nr. 24, S. 777), in Kraft getreten am 1.1.2015 Bayern Es gilt die DIN 1986-30 der DIN Entwässerungs­ anlagen für Gebäude und Grundstücke. Es gilt die Eigenüberwachungsverordnung. Die „Wiederkehrende Überprüfung privater ­Abwasseranlagen“ (Frist) wird in Bayern durch die örtlichen Entwässerungssatzungen der jeweiligen Gemeinden/Städte geregelt (i. d. R. Erstprüfung innerhalb 10, dann nach 25 Jahren). BayWG vom 25.2.2010, berichtigt am 5.3.2010 (GVBl 2010, S. 130), zuletzt geändert am 16.2.2012 (GVBL 2012 Nr. 3, S. 40) Berlin Es gilt das WHG. Nur in ­Wasserschutzgebieten besteht eine ausdrückliche Pflicht zur ­Dichtheitsprüfung. BWG in der Fassung vom 17.6.2005 (GVBl. S. 357, 2006 S. 248, 2007 S. 48), zuletzt geändert durch Gesetz vom 6.6.2008 (GVBl. S. 139) Das Wasserhaushaltsgesetz schreibt in § 60 WHG lediglich vor, dass die Dichtheitsprüfung innerhalb einer „angemessenen Frist“ erfolgen muss. Foto:©Picsfive/Shutterstock.com

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