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DDIV 03_2015

GEBÄUDE & TECHNIK Alles dicht?!Das Wasserhaushaltsgesetz nimmt Hauseigentümer in die Pflicht, private Abwasserleitungen auf ­Dichtheit zu prüfen – mit regionalen Unterschieden. Von Dr. Birgit Maria Lachenmaier Zu den Pflichten der Hauseigen- tümer und Grundstücksbesitzer gehört es, Grundstücksentwässerungsanlagen zu war- ten. Das umfasst die regelmäßige Dichtheits- prüfung der privaten Abwasserleitungen. Alle im Erdreich liegenden schmutzwasser- führenden Abwasserleitungen eines Grund- stücks, oder solche, die unzugänglich verlegt sind, müssen kontrolliert und auf ihre Dicht- heit hin überprüft werden. Das schreibt das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) vor. Zweck des WHG ist es, „durch eine nach- haltige Gewässerbewirtschaftung die Ge- wässer als Bestandteil des Naturhaushalts, als Lebensgrundlage des Menschen, als Le- bensraum für Tiere und Pflanzen sowie als nutzbares Gut zu schützen“. In diesem Sin- ne müssen alle Abwasseranlagen nach den „allgemein anerkannten Regeln der Tech- nik“ errichtet, betrieben und unterhalten werden. Erfüllen sie diese Anforderungen nicht, so sind die dafür erforderlichen Maß- nahmen (Sanierungen) innerhalb angemes- sener Fristen durchzuführen (§ 60 WHG). Stand der Technik Welche Anforderungen an den ordnungs- gemäßen Zustand bestehen, sowie Hin- weise zu allgemein anerkannten Regeln der Technik finden sich in erster Linie im technischen Regelwerk DIN 19860-30. Hier sind die Anforderungen an die Dicht- heit der Rohre und die Prüfung neuer und alter Abwassergrundleitungen sowie Sa- nierungsstandards festgelegt. 2012 wurde die DIN 1986-30 dahingehend geändert, dass die Frist für die Erstprüfung bereits vorhandener Grundleitungen bis zum 31.12.2015 gestrichen wurde. Die Fristset- zung ist nun Aufgabe der Kommunen. Die DIN gilt nur für Abwasserleitungen und Anschlusskanäle, die nicht Teil der öffent- lichen Abwasseranlage sind. Landesrechtliche Umsetzung ­unterschiedlich Die Regelungen zur Dichtheitsprüfung von Abwasserleitungen sind nicht bundes- weit einheitlich, sondern können durch Länder und Kommunen konkretisiert werden. Das WHG ermächtigt die Länder, Einzelheiten durch Landeswassergesetze und kommunale Satzungen zu regeln und bundesrechtliche Vorgaben auszuführen. Rechtsgrundlagen für die Dichtheitsprüfung: ■■ WHG des Bundes ■■ Landeswassergesetze ■■ Satzungen von Städten und ­Gemeinden ■■ DIN-Normen, Arbeitsblätter Die Gesetzeslage ist also hinsichtlich der Pflicht der Hauseigentümer sehr unter- schiedlich. Sollten nicht alle Länder über eine eigene Regelung verfügen, gilt immer das WHG. Welche Leitungen sind betroffen? Sofern kommunale Satzungen eine Prü- fungspflicht vorschreiben, müssen Leitungen ab der Grundstücksgrenze bis zum öf- fentlichen Kanal auf Dichtheit überprüft werden. Das sind die sog. Grundstücks- Foto:©Picsfive/Shutterstock.com 24-Std. Notdienst • Tel. 0800-97 97 300 www.rohrhavarie.de Bei Störungen im unterirdischen Ver- und Entsorgungsnetz: Tiefbaunotdienst Gebäudesicherung Schadensanalyse Schadensanierung Nicht ganz dicht? Tiefbau mit Tradition 24-Std. Notdienst • Tel. 0800-9797300

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