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DDIV 03_2015

POLITIK & AKTUELLES 4  DDIVaktuell 03 | 15 Einladung zum Gesetzesverstoß Die Mietpreisbremse kommt. Voraussichtlich noch vor der Sommerpause. Kompromiss oder immer- hin erster Schritt? Welchen Einfluss hat sie auf die im Koalitionsvertrag formulierte Amortisation von energetischen Sanierungsmaßnahmen, und droht eine Prozesswelle wegen überhöhter Mieten? Die Einschätzung der Mietrechtsnovellierung aus Sicht des Deutschen Mieterbundes, im Interview mit Direktor Lukas Siebenkotten. Interview: Martin Kaßler Herr Siebenkotten, es herrscht die Meinung vor, bei der Mietpreisbremse handele es sich eher um einen politischen Spielball als um eine nachhaltige Maßnahme. Sehen Sie die- se Gefahr auch; ist der Mieterbund mit dem ausgehandelten Kompromiss zufrieden? Wir sind froh, dass die Mietpreisbremse kommt, dass die Politik unsere Forde- rungen nach einer Begrenzung der Wie- dervermietungsmieten aufgegriffen hat. Natürlich ist die Mietpreisbremse kein All- heilmittel gegen alle aktuellen Probleme auf den Wohnungsmärkten. Sie ist aber ein sinnvolles Instrument zur Bekämp- fung der teilweise absurd hoch steigen- den Mieten, die Mieter beim Abschluss eines neuen Mietvertrages in Großstäd- ten, Ballungsgebieten und Universitäts- städten zahlen müssen. Hier liegen die so genannten Wiedervermietungsmieten im Durchschnitt 30 oder 40 Prozent und mehr über den ortsüblichen Vergleichs- mieten, also den Durchschnittsmieten, die Mieter in bestehenden Mietverhältnissen zahlen müssen. Diese Tatsachen und Pro- bleme hat auch die Politik erkannt. Alle im aktuellen Bundestag vertretenen Parteien Foto:©alphaspirit/Shutterstock.com

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