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DDIV 03_2015

B Die Autoren DR. FRANK PAWLITSCHEK KNUT HECHTFISCHER Gründer und Geschäftsführer der ubitricity Gesellschaft für verteilte Energiesysteme mbH Energie tanken Zukünftig werden immer mehr Ladepunkte mit Abrechnung für Elektrofahrzeuge in Mehrfamilienhäusern benötigt. Dr. Frank Pawlitschek Knut Hechtfischer Bis zum Jahr 2020 sollen eine Mil- lion Elektrofahrzeuge (einschließlich sog. Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge) auf Deutsch- lands Straßen fahren, so die Strategie der Bundesregierung. Diese Fahrzeuge wer- den laden müssen, und zwar vor allem auch im privaten Umfeld – zu Hause oder am Arbeitsplatz. Entsprechender Bedarf an Ladeinfrastruk- tur in Mehrfamilienhäusern (MFH) ist ab- sehbar. Da Eigentümer und Verwaltung der Wohneinheiten den von Elektrofahr- zeugen geladenen Strom nicht verschen- ken wollen und dürfen, benötigen sie geeignete Infrastruktur, die die Messung und Abrechnung des Stroms ermöglicht. Eine pauschale Erfassung und Abrechnung über den Hausstrom wird nicht ausrei- chen, da sie keine nutzergerechte Zuord- nung ermöglicht und insofern – wohl zu Recht – auf den Widerstand anderer Mieter bzw. Wohnungseigentümer sto- ßen würde. Es bedarf also zwangsläufig einer transaktions- bzw. nutzergenauen Abrechnung. Die Technik, die diesen Anforderungen an eine rechtssichere Lösung entspricht, muss im Interesse beider Seiten wirt- schaftlich sein. Hinzu kommt schließlich noch, dass die bereits bestehende Infra- struktur kostengünstig und mit geringem Aufwand erweiterungsfähig sein sollte, wenn der Bedarf im Laufe der Zeit steigt. Die Installation konventioneller Ladestationen ist teuer Viele der heute verwendeten Ladestati- onen (Ladesäule bzw. Wallbox) sind für Vermieter und Eigentümer weniger geeig- net, die aufgezeigten Probleme zu lösen. Dadurch, dass jede einzelne dieser Lade- stationen einen Stromzähler (das zent- rale Element der energiewirtschaftlichen Messung und Erfassung des verbrauchten Stroms) und die entsprechende Autori- sierungs- und Abrechnungstechnologie beinhaltet, um den vom jeweiligen Nutzer entnommenen Strom transaktionsgenau und unabhängig vom Ladeort zuordnen und abrechnen zu können, sind sie in der Anschaffung teurer. Aber erst wenn trans- aktionsgenau abgerechnet wird, kann je- der Mieter an jeder Dose laden. Einzelne Ladeplätze müssen nicht fest zugeordnet werden; alle dürfen überall laden. Hinzu kommen laufende Kosten für den Service der Autorisierung, Messung, Abrechnung und Kommunikation. Diese Kosten sind für jede einzelne Ladestation aufzubrin- gen, unabhängig davon, ob und wie viel sie überhaupt genutzt wird. Sowohl die ein- maligen als auch die laufenden Kosten für diese Art der Ladeinfrastruktur sind meist

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